Lichtenberg
Fall Peggy

Fall Peggy/NSU: Thüringens Ministerpräsident glaubt nicht an Zufall

Nach der Entdeckung einer DNA-Spur von Uwe Böhnhardt am Fundort von Peggy geht Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow nicht von einem Zufall aus.
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Mit Polizei-Absperrband ist am 06.07.2016 in einem Waldstück im Saale-Orla-Kreis bei Rodacherbrunn (Thüringen) der Fundort der Skelettteile von Peggy abgesperrt. Foto: Daniel Karmann/dpa
Mit Polizei-Absperrband ist am 06.07.2016 in einem Waldstück im Saale-Orla-Kreis bei Rodacherbrunn (Thüringen) der Fundort der Skelettteile von Peggy abgesperrt. Foto: Daniel Karmann/dpa
"Ich kenne dieses Waldstück ziemlich gut. Ein Zufall wäre so unwahrscheinlich, dass wir von Anfang an gesagt haben, wir müssen das alles neu bewerten", sagte der Linken-Politiker am Dienstagabend in Coburg.

Hintergrund seiner Aussage sei, dass ein Mann in dem Waldstück eine Hütte habe, der Böhnhardt bereits in einem anderen Fall einer Kindstötung bezichtigt habe.

Dabei geht es um einen der drei ungeklärten Fälle, um die sich seit Montag eine Sonderkommission in Jena kümmert: Der neun Jahre alte Bernd war 1993 verschwunden und wurde wenige Tage später tot am Ufer der Saale entdeckt. Böhnhardt war damals schon zeitweise ins Visier der Ermittler geraten.

Ein ebenfalls verdächtiger früherer Schulfreund hatte Böhnhardt zudem 2012 in einer Vernehmung des Bundeskriminalamtes bezichtigt, mit dem Mord zu tun gehabt zu haben. Er besitzt Ramelow zufolge die Waldhütte. Die Polizei Oberfranken hatte sich dazu am Dienstag nicht äußern wollen.

Ramelow äußerte sich in Coburg auch zu Übertrittsplänen Südthüringens nach Bayern.
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