Münchberg
Busunglück A9 mit 18 Toten

Busunglück auf A9 - Polizei: So rettete der Ersatzfahrer vielen Menschen das Leben

Bei dem Busunglück auf der A9 bei Münchberg in Oberfranken kamen 18 Menschen ums Leben. Ohne den Ersatz-Busfahrer wären es wohl noch mehr Opfer gewesen.
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Das Buswrack des vollständig ausgebrannten Busses auf der A9 bei Münchberg. 18 Menschen ließen in dem Bus ihr Leben. Dem Erstatzfahrer ist es wohl zu verdanken, dass es nicht noch mehr Menschen waren. Foto: Matthias Balk, dpa
Das Buswrack des vollständig ausgebrannten Busses auf der A9 bei Münchberg. 18 Menschen ließen in dem Bus ihr Leben. Dem Erstatzfahrer ist es wohl zu verdanken, dass es nicht noch mehr Menschen waren. Foto: Matthias Balk, dpa
Die Bestürzung nach dem schrecklichen Unfall am vergangenen Montag (3. Juli 2017) auf der Bundesautobahn 9 im Kreis Hof in Bayern ist auch noch eine Woche danach riesig. 18 Menschen ließen bei dem Busunglück in Oberfranken ihr Leben.

Nun ist klar: Hätte der Ersatzfahrer nicht so geistesgegenwärtig reagiert, wären es wohl noch mehr Tote gewesen. Das berichtet die oberfränkische Polizei am Montag, eine Woche nach dem Horrorcrash.

Der 43-Jährige Mann öffnete nach dem Unfall manuell die Türen und half etlichen Fahrgästen aus dem Bus und brachte sie in Sicherheit. Das Fahrzeug hatte offenbar nach der Kollision Feuer gefangen.

18 Menschen entkamen den Flammen allerdings nicht mehr. Sie starben in dem Reisebus und konnten nur noch tot geborgen werden. Die Opfer sind zwischen 41 und 81 Jahre alt.

Alle Toten wurden inzwischen identifiziert. Den Rechtsmedizinern aus Erlangen und des Bundeskriminalamts gelang es bis zum Wochenende die Identität aller Opfer zu klären. Die sterblichen Überreste der toten Insassen werden in den kommenden Tagen überführt.

Wie die Polizei Oberfranken auch berichtet, konnten von den 30 Verletzten bis zum Wochenende die meisten das Krankenhaus verlassen. Derzeit befinden sich noch sechs Männer und Frauen in stationärer Behandlung. Obgleich vier davon noch intensivmedizinisch betreut werden, ist der Zustand aller Patienten derzeit stabil.


Die Ursache des Unglücks ist noch immer ungeklärt

Der Bus mit den zwei Fahrern und den Fahrgästen aus der sächsischen Landeshauptstadt Dresden, den Landkreisen Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Görlitz, Bautzen, Meißen, Mittelsachsen sowie den brandenburgischen Landkreisen Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße startete am Montagmorgen von Sachsen aus nach Italien.

Die Ermittlungen der Verkehrspolizei und der Staatsanwaltschaft Hof sowie zwei beauftragter Sachverständigen dauern immer noch an. Nach vorläufiger Einschätzung beider Gutachter liegen bisher keine Hinweise darauf vor, dass der Reisebus bereits vor dem Aufprall auf den Anhänger gebrannt hat. Vieles spricht dafür, dass bei dem Bus erst aufgrund der Kollision mit dem Anhänger das Feuer ausgebrochen ist.




Hier geht es zum Video über den verheerenden Busunfall bei Münchberg mit 18 Toten
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