"Auf dieser Seite sind die Baudenkmäler der unterfränkischen Stadt Zeil a. Main zusammengestellt". So ist es auf der Internetseite der Stadt Zeil zu lesen. Die Internetseite http://denkmal.zeil-am-main.de wurde anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Stadt von Hans Brech gestaltet. Bei einem Besuch im Zeiler Rathaus würdigte Hauptkonservator Dr. Thomas Gunzelmann vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege die Arbeit Brechs. Die Seite ist zudem demnächst von der Homepage der Stadt Zeil aus erreichbar (www.zeil-am-main.de -> Tourismus & Freizeit -> Sehenswürdigkeiten -> Denkmal). Ebenso ist sie in der Seite zum 1000. Jubiläum verlinkt (www.1000jahre-zeil-am-main.de). Eine Facebook-Seite zu dem Projekt gibt es unter facebook.com/denkmal.zeil .

Hans Brech, der Autor dieser umfangreichen Dokumentation, ist bisher vor allem durch seinen Bildband "Zeiler Ansichten" in Erscheinung getreten. Außerdem betreut er ehrenamtlich seit Jahren die Websites des Zeiler Weinfests und des Grabengärtenvereins. Er hat sich schon immer für die Geschichte Zeils, für seine Sehenswürdigkeiten und nicht zuletzt für seinen besonderen Dialekt brennend interessiert. Als Germanist und wissenschaftlicher Bibliothekar ist er außerdem mit Literaturbeschaffung und Quellenstudium intensiv vertraut.


Kompetente Unterstützer

Ohne die Hilfe und die vielen Ratschläge der einschlägigen Fachleute, allen voran Ludwig Leisentritt und Heinrich Weisel, wäre das nun vorliegende Werk allerdings nicht durchführbar gewesen. Beide haben dem Autor ihre wertvollen Arbeiten und Bilder zur Verfügung gestellt. Auch von Alois Umlauf gab es etliche ergänzende Hinweise sowie Zugriff auf seine veröffentlichten Schriften. Seine Daten für das Häuserverzeichnis der Zeiler Altstadt wird demnächst in die Website integriert.

Die meisten Texte verfasste Hans Brech eigens für die Website, indem er die zugänglichen Informationen zusammengetragen und hinsichtlich des Gesamtkonzepts neu formuliert hat. Wo immer Quellen zitiert oder anderweitig ausgeschöpft werden, sind diese nach wissenschaftlicher Gepflogenheit genau angegeben. Die meisten Fotos stammen ebenfalls vom Verfasser und sind in den Jahren 2016/17 entstanden. Die historischen Bilder, die oft einen verblüffend anderen Zustand der Gebäude zeigen, stammen zum größten Teil aus der Sammlung von Ludwig Leisentritt.


Kein Zoomen erforderlich

Die Zeiler Denkmal-Website kann sowohl am Computermonitor als auch am Smartphone komfortabel genutzt werden, da sie sich in ihrem Layout jeweils der Größe des Bildschirms anpasst. Das lästige Zoomen auf dem Handy erübrigt sich. So ist es möglich, daheim in aller Ruhe ausgiebig in den Texten zu den Zeiler Denkmälern zu schmökern und die Fotos in großer Auflösung zu betrachten. Man kann aber auch mit dem Mobilgerät die Straßen entlang gehen und sich zu den einzelnen Gebäuden oder Statuen alle erdenklichen Informationen holen.

Was erwartet den Benutzer beim Aufruf von http://denkmal.zeil-am-main.de? Die Startseite zeigt im oberen Bereich das Logo der Seite und darunter ein Hauptmenü mit vier Punkten. Ein Großteil nimmt ein Grundriss der Zeiler Altstadt ein. Das zugrunde liegende und leider nicht in allen Details aktuelle Kartenmaterial stammt vom frei verfügbaren OpenStreetMap-Projekt.


Kein Ersatz für Stadtführungen


Hans Brech möchte mit seiner Arbeit den Zeiler Bürgern, den Interessierten aus der Umgebung und den immer zahlreicher werdenden Touristen die Schönheiten und mit kulturellen Gütern so reich gesegnete Stadt Zeil ein Stück näher bringen. Keinesfalls soll damit die wertvolle Arbeit der Stadtführer in irgendeiner Weise angetastet werden. Eine "richtige" Stadtführung sei immer noch etwas Besonderes. Aber wer als Tourist eine solche Stadtführung mitgemacht hat, bekomme per Internet nun die Gelegenheit, das Gehörte zu vertiefen und vielleicht die eine oder andere Zusatzinformation zu erhalten.

Ludwig Leisentritts "Spaziergang durch Zeil" mit seinen amüsant und gleichzeitig fundiert, informativ dargestellten Zeiler Sehenswürdigkeiten werde durch diese Website keineswegs überflüssig. Die Zeiler Denkmäler übers World Wide Web zu präsentieren, das soll vielmehr eine Ergänzung zu den erwähnten Angeboten sein und darüber hinaus vielleicht auch eine Generation ansprechen, die nicht mehr so gerne ein gedrucktes Buch in die Hand nimmt.