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Kultur

Über den Wandel im Leben

Zum 25. Mal veranstaltete die Theaterwerkstatt Haßfurt Frauenlesenächte. 200 Interessierte kamen nach Theres.
Sie organisiert nicht nur die Frauen-Lesenächte der Theaterwerkstatt Haßfurt. Sie singt auch und schreibt wunderschöne Geschichten: Andrea Tiessen-Lehmann aus Eltmann. Bei der 25. Auflage der Veranstaltungsreihe ging es um den Wandel im Leben.  Foto: Ulrike Langer
 
von ULRIKE LANGER
"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" heißt es in dem Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse. Die Frauenlesenächte der Theaterwerkstatt Haßfurt begannen nicht nur zauberhaft - sie haben auch bei der 25. Auflage nichts von ihrem Zauber verloren. So zog die Jubiläums-Frauenlesenacht im Landgasthof Schafhof in Obertheres, die unter dem Motto "Auf neuen Wegen" stand, an zwei Abenden wieder rund 200 Frauen in ihren Bann.


1999 ging's los

In Obertheres hatte der Erfolg der Frauenlesenächte 1999 begonnen, als das Frauenforum Haßfurt von der heutigen Regisseurin der Theaterwerkstatt Haßfurt, Nina Lorenz, und der damaligen Gleichstellungsbeauftragten Monika Strätz-Stopfer ins Leben gerufen wurde und die erste Frauenlesenacht in den Galerieräumen von Martina Roth in Obertheres stattfand. Zunächst wurden meist zwei Lesenächte mit unterschiedlichen Themen im Jahr unter der Regie von Nina Lorenz veranstaltet. Seit Andrea Tiessen-Lehmann die Leitung und Organisation 2008 übernahm, gibt es aufgrund der großen Nachfrage pro Jahr zwei Lesenächte mit demselben Thema. "Das gegenseitige Vorlesen, das Erzählen von Geschichten und Gedichten ist ein großer archaischer Schatz, den wir in uns tragen, und die 200 Frauen, die jedes Jahr kommen, sind ein großes Geschenk an uns", sagt Nina Lorenz. Aus Anlass der Jubiläums-Frauenlesenacht übergab sie Andrea Tiessen-Lehmann eine Orchidee.


Wie ein roter Faden

Ihr ist es zu verdanken, dass die Frauenlesenächte ihren Charme über Jahre hinweg behalten haben, dass sich das jeweils gewählte Thema wie ein roter Faden durch die Abende zieht, dass die Vorleserinnen bestens geschult werden, dass die Veranstaltungsorte passend geschmückt werden, dass stets ein schmackhaftes Essen auf dem Tisch steht und dass Musik und Gesang in Verbindung mit Petra Schlosser (Klavier, Gesang) und Gabriele Marquardt (Gesang) das "Gesamtkunstwerk" harmonisch abrunden.

Dieses Jahr ging es um den Wandel im Leben, der es immer wieder erfordert, neue Wege zu beschreiten; so wie es in dem Gedicht von Hesse heißt, das Petra Wagner aus Schweinfurt rezitierte: "Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne."

Mit den von ihnen ausgewählten Geschichten und Gedichten, darunter auch eigene Werke, beleuchteten die Vorleserinnen das Thema von den verschiedensten Seiten. So hatte Karin Schorr aus Zeil einen Auszug aus dem Roman "Im Lande Gänseklein" von Erika Pullwitt gewählt, in dem es um alte und neue Beziehungen in einer schwierigen Situation geht, und ihr eigenes Leben dazu in Bezug gesetzt. Heidi Merz aus Knetzgau, die selbst schon eine große Strecke auf dem Jakobsweg gegangen ist, las aus dem Buch "Nach dem Jakobsweg - Geschichten vom und nach dem Pilgerweg" von Anette Goebel, das den Mut macht, einmal neue Wege zu gehen.


Kontraste

Von dem Konflikt zwischen dem Wunsch, in gewohnter Sicherheit zu bleiben, und dem Wunsch, neue Wege zu gehen, spricht die amüsante Geschichte "Hierbleiber und Wegfahrer" von Amelie Fried, die Annerose Simon aus Knetzgau vortrug.

Ebenfalls sehr humorvoll geht es in der Geschichte "Liebe ist nur ein Mord" von Christina Grän zu, die Brigitte Benkert aus Sand zum Besten gab. Elke Meyer aus Hafenpreppach wiederum hatte ein berührendes Gedicht und eine heitere Geschichte zu dem Thema "Neue Wege gehen" geschrieben und auch Andrea Tiessen-Lehmann verzauberte ihr Publikum mit einer neuen, selbst geschriebenen Geschichte mit dem Titel "Tierischer Irrweg?"
Komplettiert wurden die Frauenlesenächte durch die Lieder "Start of something new", "Je ne regrette ein", "Identität" und "Everything's coming up roses", gesungen von Petra Schlosser, Gabriele Marquardt (Haßfurt) und Andrea Tiessen-Lehmann (Eltmann). Mit den Worten: "Wir hoffen, dass Euch die Geschichten und Gedichte Mut gemacht haben, neue Wege zu gehen", verabschiedete sich Andrea Tiessen-Lehmann und lud alle Frauen ein, das Lied "Neue Wege" von Ralph Siegel mitzusingen.

Bettina Zimmermann und Steffi Hailer-Wittig aus Knetzgau lobten die Idee, Frauenlesenächste anzubieten. "Somit hat man einen Abend für sich alleine und die Freundinnen und trifft dabei auch immer wieder liebe Bekannte", lautet ihr Fazit.
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