Sand am Main
Fußball-Bayernliga

FC Sand fällt auf Relegationsplatz zurück

Gegen die SpVgg SV Weiden zeigten die Sander Bayernligafußballer ihre schlechteste Heimspielleistung dieser Saison und unterlagen verdient mit 0:2.
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Der Sander Manuel Müller (links) wehrt  mit dem langen Bein den Schuss des  Weidener Stürmers ab. Rechts Stefan Nöthling
Der Sander Manuel Müller (links) wehrt mit dem langen Bein den Schuss des Weidener Stürmers ab. Rechts Stefan Nöthling
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Durch eine 0:2-Heimniederlage gegen die SpVgg SV Weiden ist der FC Sand wieder auf einen Abstiegs-Relegationsplatz in der Fußball-Bayernliga Nord abgerutscht. Noch schlimmer ist, dass sich die Sander das aufgrund einer unsäglichen Vorstellung, besonders in der ersten Halbzeit, selbst eingebrockt haben und den zweiten Spielabschnitt wegen einer Roten Karte für Joe Bechmann zum neunten Mal in dieser Saison in Unterzahl bestreiten mussten.
Für das Spiel gegen die bis dahin punktgleiche SpVgg Weiden hatte sich der FC Sand viel vorgenommen. Was herauskam, war die schlechteste Saisonleistung auf eigenem Platz. Dabei begann die Begegnung hoffnungsvoll für den FC Sand, denn in der 4. Spielminute landete ein Kopfball von Bechmann auf dem Tornetz der Gäste. Das war aber für lange Zeit die einzige gute Aktion der Hausherren, denn erst in der 28. Minute hatte Florian Gundelsheimer wieder eine gute Gelegenheit mit einem Heber, doch der gute Gästetorhüter Forster war nicht zu überlisten. Ansonsten ließen die Gastgeber bei ihrem pomadigen Auftritt jegliche Aggressivität, Körpersprache und Laufbereitschaft vermissen. Wie man sich verhält, wenn man dringend Punkte braucht, zeigte über weite Strecken die SpVgg Weiden. Mit Ballsicherheit, Schnelligkeit und Zug zum gegnerischen Tor ließ sie die Sander ein ums andere Mal "alt" aussehen.


Zur Notbremse gezwungen

Bereits in der 10. Minute, im Anschluss an einen Eckstoß und eine Kopfballverlängerung von Graf, schoss Werner ungehindert zum 0:1 ein. Drei Minute später hätte Werner die Führung ausbauen können, scheiterte aber am Torhüter Simon Mai. Er sowie der später eingewechselte Thorsten Schlereth zeigten als einzige Sander Normalform. Ein negativer Höhepunkt war die zu Recht ausgesprochene Rote Karte für Bechmann unmittelbar vor dem Pausenpfiff. Zu verdanken hatte er sie seinen Mitspielern, die ihn durch ihr vorausgegangenes schlampiges Eingreifen knapp hinter der Mittellinie zu einer Notbremse gegen Werner zwangen. In Unterzahl bekam die Sander Mannschaft in der ersten Viertelstunde nach der Pause weiterhin keinen Zugriff auf ihren Gegner. Bei Großchancen für Werner (48.), Scherm (49.), Busch (51.) und Reich (60.) hätten die Oberpfälzer den Sack schon längst zumachen müssen. Mit dem 0:2 in der 76. Minute war die Begegnung dann entschieden. Eingeleitet wurde es mit einem sehenswerten Solo von Wildenauer, nach dessen Vorarbeit Rodler nur noch den Fuß hinhalten musste.
Nach der Einwechslung von Thorsten Schlereth war der FC Sand in der letzten halben Stunde etwas besser in seinem Aktionen. Der Ex-Augsfelder zeigte einige gute Antritte und mehr Drang zum Tor als seine Mitspieler. Eingeleitet von ihm, hatten die FCler noch ein paar gute Gelegenheiten zur Ergebniskorrektur. Doch weder Tevin McCullough noch Danny Schlereth mit einen Freistoß noch Dominik Leim überwanden den ausgezeichneten Forster.
Der Sander Trainer Uwe Ernst sagte: "Wir haben die erste Halbzeit total verschlafen. Erst nach der Pause, in Unterzahl, zeigten wir mehr Laufbereitschaft. Da hatten wir auch ein paar gute Tormöglichkeiten, doch nutzten wir sie wieder einmal nicht oder scheiterten am guten Gästetorhüter. Meine Devise war schon immer, dass Abwehr im Sturm anfängt. Jeder muss sich selbst hinterfragen, denn was wir heute gezeigt haben, war nicht das Gelbe vom Ei."
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