Haßfurt
Eishockey-Landesliga

ESC Haßfurt stürmt mit 10:2 an die Spitze

Der ESC Haßfurt übernahm die Tabellenführung der Eishockey-Landesliga nach einem 10:2-Erfolg über den EHC Straubing.
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Zwischen den Haßfurtern Michal Babkovic und Alexander Stahl (dunkle Trikots) liegt die Scheibe. Am Ende aber begräbt sie Straubings Tim Liedtke unter sich. Mit auf dem Bild die Straubinger Christian Schreyer (rechts) und Christoph Wittenzellner
Zwischen den Haßfurtern Michal Babkovic und Alexander Stahl (dunkle Trikots) liegt die Scheibe. Am Ende aber begräbt sie Straubings Tim Liedtke unter sich. Mit auf dem Bild die Straubinger Christian Schreyer (rechts) und Christoph Wittenzellner
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Die Fans forderten ihn ab Mitte des Schlussabschnittes. Michal Babkovic erfüllte ihnen 20 Sekunden vor dem Ende den Wunsch nach dem ersten zweistelligen Sieg des ESC Haßfurt nach knapp 21 Monaten, als er am 5. Februar 2016 die SG Schliersee/Miesbach 1b mit 10:3 besiegte. Der Slowake und seine Teamkollegen schossen "Angstgegner" EHC Straubing mit 10:2 (2:1, 4:1, 4:0) aus dem Eisstadion am Großen Anger und, da die Schweinfurter "Mighty Dogs" bei Ulm/Neu-Ulm verloren, sich zugleich an die Spitze der Gruppe 1 der Eishockey-Landesliga.

Der Kantersieg, bei dem auch die beiden in Ulm verletzten Marco Hildenbrand und Alexander Stahl auf die Zähne bissen, hätte sogar noch deutlicher ausfallen können. Nur im ersten Drittel hielten die Gäste aus Niederbayern noch einigermaßen gut dagegen. Die schnelle 1:0-Führung der "Hawks", für die Jakub Sramek nach 113 Sekunden verantwortlich war, glich Hillmeier aus (5.). Michal Babkovic sorgte mit dem 2:1 aber dafür, dass sie dennoch mit einem Rückstand in die Kabine mussten. "Da haben wir uns ziemlich schwer getan", räumte ESC-Trainer Martin Reichert ein.

Welche Rolle dann die Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Straubings Christian Schreyer sieben Sekunden vor der ersten Pausensirene für den weiteren Verlauf gespielt hat, bleibt dahingestellt. Fakt ist, dass danach fast nur noch die Hausherren am Zuge waren. Auch, weil die beiden Unparteiischen rigoros auf die zahlreichen Stockschläge mit zweiminütigen Hinausstellungen reagierten. Erneut Babkovic (24.), Michael Breyer (29.) und zwei Mal Jakub Sramek (36., 39.) schraubten das Ergebnis bis auf 6:1 in die Höhe, ehe das alte und neue Tabellenschlusslicht ESC-Torwart Martin Hildenbrand zum zweiten Mal das Nachsehen gab. Der Treffer von Christian Prasch (40.) war zugleich der letzte Gegentreffer, denn der im Schlussabschnitt eingewechselte Martin Köhler hielt den ESC-Kasten sauber.


Trainer Reichert ist erstaunt

Seine Vorderleute aber hatten noch längst nicht genug. David Franek, der die Scheibe nach einem Alleingang sogar in Unterzahl in die Straubinger Maschen hämmerte (44.), Michael Breyer (50.) sowie noch zwei weitere Male Babkovic (50., 60.) sorgten mit vier weiteren Toren für den bis dato höchsten Sieg in dieser noch jungen Saison. "Ich wollte heute unbedingt gewinnen", freute sich ESC-Trainer Martin Reichert natürlich über den in dieser Höhe vielleicht nicht zu erwartenden Erfolg, zeigte sich gleichzeitig aber auch ein bisschen erstaunt über die Kombinationsfreude seiner Mannschaft: "Uns ist heute ein bisschen zu viel gelungen." Letztlich sei im Laufe der Partie "viel Ruhe bei uns reingekommen. Das hat uns sehr viel gebracht."

Bereits am Freitag steht nun die nächste Hausaufgabe an, wenn der EV Dingolfing in Haßfurt gastiert. Am Sonntag geht es dann zum ESC Vilshofen.
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