Haßfurt
Eishockey

ESC Haßfurt hat keine Angst vor den Topteams

Der ESC Haßfurt tritt am Freitag beim Spitzenreiter der Zwischenrunde, EC Bad Kissingen, an und hat am Sonntag den Zweiten EHC Königsbrunn zu Gast.
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Wie in dieser Szene  durch  Ambergs Christoph Schönberger (links), muss sich der Haßfurter Rückkehrer Michael Stach auch beim Derby am Freitag in Bad Kissingen sowie am Sonntag im Heimspiel gegen den EHC Königsbrunn auf viel "hautenge" Gegenwehr einstellen.
Wie in dieser Szene durch Ambergs Christoph Schönberger (links), muss sich der Haßfurter Rückkehrer Michael Stach auch beim Derby am Freitag in Bad Kissingen sowie am Sonntag im Heimspiel gegen den EHC Königsbrunn auf viel "hautenge" Gegenwehr einstellen.
Für die Faschingsfreunde ist seit Aschermittwoch alles vorbei. Dagegen beginnt für die Eishockeyfans jetzt erst die "heiße Phase". Der ESC Haßfurter (7. Platz/6 Punkte) tritt am heutigen Freitag (20 Uhr) zum Derby in Bad Kissingen an und erwartet am Sonntag (18.30 Uhr) den EHC Königsbrunn.

Die "Hawks" haben trotz eines Sechs-Punkte-Rückstandes auf Platz 3 in der Gruppe C der Verzahnungsrunde immer noch die Chance, ein Wörtchen um den Bayernligaaufstieg mitzureden. Bei den Begegnungen gegen das aktuelle Topduo der Liga sollen nun einige Pluspunkte hinzukommen. Sowohl im Derby beim EC Bad Kissingen (1./15) als auch im Heimspiel gegen den EHC Königsbrunn (2./14) braucht sich die Mannschaft von Martin Reichert nicht zu verstecken. "Die Jungs haben bereits beiden Gegnern das Leben sehr schwer gemacht", erinnert dieser an die zwei Erfolge gegen die "Wölfe" in der Vorrunde, darunter der 5:3-Auswärtserfolg.


Zuletzt gewann der ESC mit 8:4

Auch das bislang einzige Heimspiel gegen die mittlerweile aber enorm verstärkte Truppe aus Königsbrunn Mitte Dezember 2017 entschieden ESC-Kapitän Christian Dietrich und seine Teamkollegen deutlich mit 8:4 für sich.

Ein dickes "Aber" schickt Reichert aber gleich hinterher: "Wir müssen uns dann natürlich auch wieder so präsentieren wie damals." Für ihn steht fest, dass die Haßfurter sonst keine Chance haben gegen die individuelle Klasse beider Kontrahenten. Wie gut gerade Bad Kissingen mit seiner "personell deutlich verstärkten" Mannschaft sei, habe sich beim letzten Heimderby gezeigt. Da gab es eine bittere 3:9-Klatsche, die sich aber "nicht wiederholen soll. Ich denke, wir werden uns deutlich mehr zur Gegenwehr setzen."

Tatsache ist aber, dass die "Wölfe" fünf ihrer bisherigen sechs Partien gewonnen haben und nur in Pfaffenhofen knapp mit 1:2 das Nachsehen hatten. Sie gehen somit erneut als klarer Favorit ins Rennen.


Trotz Niederlage stark

Bei den Königsbrunner "Pinguinen" boten die "Hawks" trotz einer 6:8-Niederlage im Hinspiel der Verzahnungsrunde eine tolle Leistung. Trotz eines ebenfalls hochkarätigen Gästekaders geht Martin Reichert davon aus, dass sich seine Mannschaft ordentlich aus der Affäre zieht. "Natürlich wird es schwer, gar keine Frage. Aber die Mannschaft hat sich fest vorgenommen, solche Fehler wie beim knappen Sieg gegen Amberg und der Schlappe gegen Bad Kissingen nicht zu wiederholen", zeigt er sich "vorsichtig optimistisch. "Auch Königsbrunn kocht nur mit Wasser."

Eine wichtige Frage aber bleibt: Wer kann spielen? Und zwar nicht nur bei den "Hawks". Immerhin sagten die Kissinger die Partie beim EV Moosburg vor einer Woche aufgrund zu vieler beruflich oder krankheits- und verletzungsbedingt fehlender Spieler ab.
Für Haßfurt steht definitiv Max Hildenbrand nach seiner Matchstrafe aus dem Amberg-Spiel für das Wochenende nicht zur Verfügung. Der Verteidiger bekommt für seinen Stockschlag seitens des Bayerischen Eissportverbandes (BEV) eine längere Sperre, wobei die die Dauer noch nicht benannt wurde. Dicke Fragezeichen stehen noch hinter einigen weiteren Spielern. Es wird sich also erst kurzfristig entscheiden, wer auflaufen kann.


Hoffen auf die Fans

Doch egal, welcher Kader Martin Reichert letztlich zur Verfügung steht: "Wir wollen sowohl Kissingen als auch Königsbrunn das Leben so schwer wie möglich machen. Wir haben noch gute Chancen, um weiter nach vorne zu kommen. Und wir haben auch das Selbstvertrauen, dass wir was schaffen können." Der Trainer hofft auch deshalb auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung der ESC-Fans.

Wie beliebt fränkische Vereine im bayerischen Eishockey sind, wurde derweil wieder einmal bei einer Pressekonferenz deutlich. "Ich brauche weder Kissingen in der Bayernliga noch Haßfurt noch Schweinfurt", betonte ein Vorstandsmitglied des EC Pfaffenhofen nach dem 7:1-Erfolg gegen den ESV Buchloe. Er bekam für diese "Stellungnahme" in der Pressekonferenz, die im Internet zugänglich ist, nicht nur Zustimmung in Form von Applaus, sondern auch verbal: "Genau so ist es", war zu hören.
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