Haßfurt
Eishockey-Landesliga

ESC erwartet im Derby einen Zuschauerrekord

Der ESC Haßfurt erwartet als Tabellenführer der Landesliga Gruppe 1 am Freitag (19.30 Uhr) seinen Nachbarrivalen ERV Schweinfurt, der Zweiter ist.
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Toooor! ESC-Sportvorstand Andreas Kurz (links) hofft natürlich, dass er beim Derby der Haßfurter "Hawks" gegen die Schweinfurter "Mighty Dogs" genauso jubeln kann wie vor einer Woche beim Sieg in Bad Kissingen - vor allem nach dem Schlusspfiff.
Toooor! ESC-Sportvorstand Andreas Kurz (links) hofft natürlich, dass er beim Derby der Haßfurter "Hawks" gegen die Schweinfurter "Mighty Dogs" genauso jubeln kann wie vor einer Woche beim Sieg in Bad Kissingen - vor allem nach dem Schlusspfiff.
"Es ist davon auszugehen, dass nochmals mehr Fans kommen als in den Vorjahren", sagt der Sportvorstand des ESC Haßfurt, Andreas Kurz. Er rechne mit einem "pickepackevollen" Eisstadion. Ja, in Haßfurt entwickelt sich derzeit langsam wieder eine Eishockey-Euphorie, sodass beim "Revierkracher vom Main" und gleichzeitig dem Spitzenspiel der Landesliga zwischen dem Tabellenführer, den Haßfurter "Hawks" (32 Punkte), und dem Zweiten, den "Mighty Dogs" des ERV Schweinfurt (26), am Freitag (19.30 Uhr) der interne ESC-Zuschauerrekord von offiziell 1359 aus der Saison 2015/2016 geknackt werden könnte.
"Ich empfehle jedem, sich rechtzeitig auf den Weg an den Großen Anger zu machen", rät Kurz, um einer Warteschlange vor den Kassenhäuschen, die ab 18 Uhr geöffnet sind, zu entgehen. "Natürlich fiebern wir alle dem Freitagabend entgegen", macht auch Haßfurts Trainer Martin Reichert keinen Hehl aus der besonderen Bedeutung der Partie und spricht von einem "sportlichen Glanzlicht der Saison. Spiele gegen Schweinfurt sind natürlich immer etwas Besonderes. Erst recht in diesem Jahr." Sieben Mannschaften streiten sich um die begehrten fünf Plätze, die zum Einzug in die Aufstiegsrunde berechtigten. Weil Schweinfurt als Tabellenzweiter lediglich fünf Punkte mehr auf dem Konto hat als der Siebtplatzierte EHC Königsbrunn, dauert der Kampf wohl noch sehr lange an. Freilich, das ist Reichert bewusst, haben sich die "Hawks" in die beste Ausgangslage aller Anwärter gespielt - an die Spitze. Sechs Punkte beträgt derzeit der Vorsprung vor Schweinfurt. Klar, dass dieser mit einem weiteren Derbysieg nach dem tollen Auftritt in Bad Kissingen vor einer Woche ausgebaut werden soll. "Das wäre für uns alle ein weiterer großer Schritt in Richtung Aufstiegsrunde", betont Reichert. Doch er warnt eindringlich vor den Gästen: "Ich bin fast sicher, dass es von der ersten bis zu letzten Minute heiß hergehen wird."


Dreimal auswärts verloren

Die Mannschaft des neuen Trainers Zdenek Vanc hat von den zwölf Begegnungen auch bereits neun gewonnen. Ihre drei Niederlagen kassierten die "Mighty Dogs" ausschließlich in der Fremde. "Schweinfurt will nicht nur die Aufstiegsrunde erreichen, sondern in der kommenden Saison in der Bayernliga spielen", weist Martin Reichert auf die Zielsetzung der Gäste hin. "Ich denke schon, dass der Druck, vor allem im Umfeld, weitaus höher ist als bei uns. Ich erwarte aber ein hoffentlich faires Derby auf Augenhöhe."
Apropos Zdenek Vanc: Ein Jahr nach der Schlägerei im Schweinfurter "Icedome", bei dem der Tscheche noch als Spieler aktiv und verantwortlich war für den Schien- und Wadenbeinbruch bei Haßfurts Phillip Bates, sind die Narben noch nicht verheilt. "Ganz verdrängen kann man das natürlich nicht", räumt Reichert ein. Er hoffe freilich, dass die Schiedsrichter "jederzeit alles im Griff haben." Auf ihre sich zuspitzende Personalmisere reagieren die Verantwortlichen der "Dogs" mit der Verpflichtung weiterer Spieler dank der Öffnung des Transferfensters am Freitag. Während der langjährige Verteidiger Simon Knaup bereits vor einer Woche sein Comeback gab, wurden laut Vereinsangaben weitere Verträge geschlossen. Offiziell waren noch keine Namen bekannt, doch es wird über eine Rückkehr von Spielern spekuliert, die Schweinfurt erst zu Saisonbeginn Richtung Bad Kissingen verlassen haben. Von dort könnte zudem der gebürtige Amerikaner Niko Samuel Grönstrand zum Ligarivalen wechseln. Verletzt fehlen Stephen Heckenberger und Maximilian Rabs, und der aus Haßfurt zurückgekehrte Jan Slivka schlägt sich mit Knieproblemen herum.
Bei den "Hawks" gibt Verteidiger Daniel Hora sein Debüt. Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Pascal Marx, der aufgrund einer Fingerverletzung gegen den EHC Königsbrunn kurzfristig passen musste.
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