Sand am Main
Fussball

Die Sander Negativserie hält an

Der FC Sand unterliegt dem TSV Großbardorf mit 1:4 und kassiert im letzten Spiel vor der langen Winterpause die siebte Niederlage in Folge.
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Der Großbardorfer Keeper Marcel Wehr nimmt den Ball vor dem Sander Adrian Reith (schwarzes Trikot), der das 1:1 erzielte, auf. TSV-Kapitän Manuel Leicht braucht nicht mehr einzugreifen.Ralf Naumann
Der Großbardorfer Keeper Marcel Wehr nimmt den Ball vor dem Sander Adrian Reith (schwarzes Trikot), der das 1:1 erzielte, auf. TSV-Kapitän Manuel Leicht braucht nicht mehr einzugreifen.Ralf Naumann
Nach sechs Niederlagen gelang es dem FC Sand auch im Flutlicht-Heimspiel gegen den TSV Großbardorf nicht, das Blatt zu wenden. Erneut gingen die FCS-Bayernliga-Fußballer als Verlierer vom Platz. Am Ende siegten die Gäste aus dem Grabfeld völlig verdient mit 4:1.
Das Nachbarderby begann furios. In der 4. Spielminute schoss der FCler André Karmann nur Zentimeter über das Gästetor. In der nächsten Spielminute gingen die "Gallier" durch einen vermeidbaren 18-Meter-Freistoß-Treffer von Maximilian Mosandl etwas glücklich in Führung. Die Freude der Gäste währte aber nur kurz, denn nur 60 Sekunden später glich Adrian Reith nach einem guten Zuspiel überlegt zum 1:1 aus.
Der TSV Großbardorf ist als Schnellstarter bekannt, doch die Sander Mannschaft nahm die Warnungen nicht ernst. So gingen die Grabfelder in der 11. Minute, als die Hausherren das Leder im eigenen Strafraum vertändelten, durch Shaban Rugovaj, dessen Abstauberschüsschen ins lange Eck trudelte, wieder mit 2:1 in Front.


Großbardorf klar überlegen

Zumindest in der ersten Halbzeit zeigte sich der TSV Großbardorf in der Spielanlage reifer als der FC Sand. Die Gäste wirkten spritziger und waren den Hausherren auch in der Spielauffassung überlegen. Vom kämpferischen Einsatz her konnte man den Sandern jedoch keinen Vorwurf machen. Aufgrund des Drucks, der auf ihnen lastet, war jedoch zu viel Hektik in ihren Aktionen. Nur wenige brauchbare Bälle wurden in die vorderen Reihen transportiert. Was doch durchkam, wurde von der starken TSV-Abwehr abgeräumt.
Während beim FC Sand vieles Stückwerk blieb bzw. auf Zufall aufgebaut war, brachten die Bardorfer ihre Spitzen immer wieder in gute Positionen. In der 36. Minute hätte Maxi Mosandl einen weiteren TSV-Treffer nachlegen können, schoss aus spitzem Winkel jedoch am Gehäuse vorbei. In der 43. Minute erhöhten die Gäste jedoch auf 3:1. Björn Schönwiesener startete zu einem 40-Meter-Alleingang durch die Sander Reihen, ohne gestört zu werden, und hob am Ende das Leder über den machtlosen Torhüter Felix Schneider hinweg ins Netz. Auf Sander Seite hatte Sebastian Wagner nach seiner Möglichkeit in der 30. Minute unmittelbar vor dem Kabinengang eine weitere Gelegenheit, doch der sichere Gästetorhüter Marcel Wehr war auf dem Posten.
Aggressiv und druckvoll begann der TSV Großbardorf den zweiten Spielabschnitt, konnte aber trotz vorhandener Möglichkeiten, zwei davon hatte der gut aufspielende Maxi Mosandl, den Deckel noch nicht auf das Spiel machen.


Chancen zum 2:3 ausgelassen

Im zweiten Durchgang stellte sich der FC Sand den Gästen jedoch weitaus energischer in den Weg. Bei den Chancen der Heimischen zeichnete sich in der letzten halben Stunde der öfter geprüfte Gästetorhüter Marcel Wehr aus. In der 67. Minute musste er einen gefährlichen Freistoß von Sebastian Wagner parieren, zwei Minuten später reagierte er ebenso stark bei einem Schuss von Tevin McCullough. Auch der eingewechselte Christopher Gonnert hätte mit etwas Glück treffen können. Hätte der FC Sand in dieser Drangphase den Anschlusstreffer erzielt, wäre für die Hausherren vielleicht noch etwas zu retten gewesen.
Wenn man selbst nicht trifft, macht der Gegner das Tor. Diese Fußballweisheit wurde in der 85. Minute mitten in den Sander Sturmlauf hinein bestätigt. Nach einem langen Ball durch die Schnittstelle der nahezu entblößten Heimabwehr lief Florian Dietz alleine auf das Tor von Felix Schneider zu und schloss ohne Mühe zum 1:4-Endstand ab.
FC Sand: Schneider - Rippstein (81. Gonnert), Leim, Müller, Steinmann (75. Bechmann) - D. Schmidt, Krüger (57. A. Schmidt), Wagner, Reith - McCallough, Karmann / TSV Großbardorf: Wehr - Mangold, Zang, Seufert - Schönwiesner, Dinkel (72. Dietz), Zehe, Piecha - Leicht, Mosandl, Rugovaj (90. Diemer) / SR: Ehwald (Geldersheim) / Zuschauer: 200 / Tore: 0:1 Mosandl (5.), 1:1 Reith (6.), 1:2 Rugovaj (11.), 1:3 Schönwiesner (43.), 1:4 Dietz (85.)


Trainerstimmen

Uwe Ernst (FC Sand): "In der ersten Halbzeit haben wir viel zu nervös gespielt. Deshalb mussten wir auch einem 1:3-Rückstand hinterherlaufen. Nach dem Wechsel zeigte unsere Mannschaft eine deutliche Steigerung. Da hatten wir einige Tormöglichkeiten. Hätten wir den Anschlusstreffer gemacht, wäre es sicher noch einmal spannend geworden. Da wir unsere Möglichkeiten nicht nutzten, machte der Gegner mit dem 1:4 den Sack zu. Aufgrund der zweiten Halbzeit kann ich der Mannschaft, die sich bemühte, insgesamt keinen Vorwurf machen."
Udo Eckert (TSV Großbardorf): "Ich muss meiner Mannschaft für ihre Superleistung ein Lob ausstellen, denn auf dem ungewohnten Kunstrasen und unter Flutlicht war es für uns nicht einfach. Unsere 3:1-Pausenführung war jedoch hochverdient. Danach haben wir es versäumt, den Sack zuzumachen. Zu Hause kann man die Sander nicht einfach 90 Minuten an die Wand spielen. Unter dem Strich haben wir hochverdient gewonnen. Meine Jungs legten einen perfekten Jahresabschluss hin."
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