LKR Haßberge
Fußball-Bezirksliga Ufr. Ost

Der FSV Krum spielt wie aus einem Guss

Der FSV Krum gewann hochverdient mit 4:1 gegen den TSV Gochsheim, während Aufsteiger TSV Knetzgau gegen den TSV Forst ohne Chance war.
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FSV Krum - TSV Gochsheim: Sebastian Bujtor und Florian Degen (von links) stehen sicher in der Abwehr und lassen dem Gästestürmer keine Chance.
FSV Krum - TSV Gochsheim: Sebastian Bujtor und Florian Degen (von links) stehen sicher in der Abwehr und lassen dem Gästestürmer keine Chance.
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Das hatte sich Aufsteiger TSV Knetzgau anders vorgestellt: Nach zwei Begegnungen in der Fußball-Bezirksliga Unterfranken Ost wartet der Aufsteiger weiter auf den ersten Punkt. Am Sonntag unterlag er zu Hause dem TSV Forst klar mit 1:4. Dagegen bügelte der FSV Krum seinen Fehlstart aus und sicherte sich mit 4:1 gegen den TSV Gochsheim den ersten Dreier. Die DJK Dampfach bleibt ungeschlagen und nahm beim FC Geesdorf mit 1:1 einen Punkt mit.


FSV Krum - TSV Gochsheim 4:1

Zur Halbzeit mit 3:0 geführt, zu jeder Zeit Herr der Lage gewesen, einen sauber strukturierten Fußball gespielt, die Zweikämpfe gewonnen, nach der Pause das Ergebnis verwaltet und am Ende 4:1 gewonnen - "an Spielen wie solchen wird sich die Mannschaft zukünftig messen lassen müssen", sagt Tobias Burger, Trainer des siegreichen FSV Krum, nach der Partie gegen den favorisierten TSV Gochsheim. Selbst, als es noch hätte spannend werden können, ließ sich Krum nicht beirren: Tino Kummer erzielte in der 59. Minute den 1:3-Anschlusstreffer, nachdem zuvor Thomas Durst (23.) auf Vorlage von Michael Witchen, Felix Hart (28.) und Michael Witchen (45.+2) getroffen hatten. Alles klar machte erneut Thomas Durst mit dem 4:1 (62.). Gegen einen so offensivstarken Gegner drei Tore zur Pause vorzulegen und dieses Ergebnis auch noch zu verwalten, "das musst du erstmal schaffen", so Burger, der am Auftritt seiner Elf rein gar nichts zu meckern hatte. Krum präsentierte sich wie aus einem Guss. Die Tore 1 und 3 fielen nach schnellen Kontern, das zweite nach einem schnell ausgeführten Freistoß im Mittelfeld. Nach der Pause schwächte sich Gochsheim selbst, Nico Kummer flog nach 54 Spielminuten wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz. Zwar gelang bald darauf seinem Bruder Tino der Anschluss, weil Krum für einen Moment die Spannung rausgenommen hatte. Doch hatten die Krumer in der Vergangenheit dann solche Spiele noch hergeschenkt, ließen sie sich dieses Mal die Butter nicht vom Brot nehmen. Also nahm Thomas Durst sein Herz in die Hand und sorgte, von Dustin Fösel wunderbar freigespielt, für das erlösende 4:1 (62.). Die Gelb-Rote Karte für den in der 51. Minute eingewechselten Thomas Witchen in der Schlussminute verbucht Burger unter "leichter Übermotivation".

FSV Krum: Gräf - Fösel, Bujtor, Degen, Hart (73. Tunc), Ma. Witchen, Glöckner (51. T. Witchen), Durst, Vogel, Räth, Mi. Witchen (61. Rippstein) / SR: Blay (Mitterteich) / Zuschauer: 210 / Tore: 1:0 Durst (23.) 2:0 Hart (28.), 3:0 Mi. Witchen (45.+2), 3:1 Kummer (59.), 4:1 Durst (62.) / Gelb-Rote Karte: T. Witchen / - Rote Karte: - / Kummer (54.)


TSV Knetzgau - TSV Forst 1:4

Es ist genau das eingetreten, was Forsts Spielertrainer Florian Hetzel vor der Partie in Knetzgau angekündigt hatte: "Wir werden hier ordentlich Tempo machen." Wobei das noch untertrieben gewesen sein dürfte, denn Knetzgaus Spielleiter Alexander Hamburger schwitzte nicht nur wegen der Sonne. Die ersten acht Minuten drückte Forst mit aller Macht aufs Gaspedal, "die haben uns überrannt wie die Feuerwehr", so Hamburger. Dritte Spielminute, Mohamed Hamdoun wird von rechts bedient, 1:0 für Forst. Torschuss reihte sich an Torschuss, weil Forst jeden Knetzgauer Pass nach vorn blockte und den ballführenden Spieler mindestens doppelte. Erst nach acht Minuten ließ der Würgegriff der Forster ein ganz klein wenig nach, dennoch fielen vor dem Wechsel noch drei Treffer. 27. Minute, Marcel Hartmann schießt aus 19 Metern, 2:0. 30. Minute, direkter Freistoß, Florian Hetzel zirkelt den Ball an der Mauer vorbei, 3:0. 44. Minute, Freistoß Florian Hetzel, trocken ins linke untere Eck.

In der Pause sortierte Spielertrainer Matthis Strätz seine durchgeschüttelten Spieler neu. Die Maßgabe: kein weiteres Tor kassieren, vielleicht das ein oder andere selbst machen. Der Plan ging auf, sogar mit dem Anschlusstreffer. Den erzielte Dominik Zangl aus elf Metern, allerdings erst in der letzten Spielminute. Knetzgau durfte sogar ein kleines bisschen mitspielen, weil die Forster angesichts der souveränen Führung einen Gang zurückgeschaltet hatten. Da war auch die eine oder andere halbe Torgelegenheit drin für den Liga-Neuling. Bot sich den Forstern aber eine Konterchance, war gleich die halbe Mannschaft mit hohem Tempo in Richtung Knetzgauer Strafraum unterwegs. Somit geht, gab Hamburger unumwunden zu, der Sieg für den TSV Forst auch in der Höhe absolut in Ordnung.

TSV Knetzgau: Oppermann - Heide, Schwinn (75. Mühlfelder), Strätz, Warmuth (46. Reichart), Barth, Zangl, Wirth, Schenk, Müller, Frison (75. Knop) / SR: Hofmann (Herbstadt) / Zuschauer: 150 / Tore: 0:1 Hamdoun (3.), 0:2 Hartmann (27.), 0:3, 0:4 Hetzel (30., 44.), 1:4 Zangl (90.)


FC Geesdorf - DJK Dampfach 1:1

Der FC Geesdorf übernahm von Beginn an das Kommando. Bereits in der 3. Minute verpasste FC-Stürmer Alremeithi eine Hereingabe freistehend nur knapp. Nach zehn Minuten befreite sich die DJK etwas, und eine Flanke von Ralf Riedlmeier verfehlte Patrick Winter freistehend. Danach drei gute Möglichkeiten für den Gastgeber durch Pfeufer (DJK-Abwehrspieler Felix Reich kratzte den Ball noch von der Linie, danach rettete DJK-Schlussmann Fröhlich gegen ihn) und Alremeithi, der ebenfalls an Fröhlich scheiterte. In der 43. Minute dann die Kuriosität des Spiels: Ein FC-Abwehrspieler köpfte den Ball über seinen bereits herauseilenden Torwart Holzmann, und der Ex-Dampfacher holte den allein aufs Tor laufenden Riedlmeier von den Beinen. Dafür gab es die Rote Karte und Elfmeter, den Tim Wagner zur schmeichelhaften Pausenführung der DJK einschoss.

Auch gegen zehn Mann tat sich der Gast in der zweiten Halbzeit sehr schwer. Zusätzlich wurde das Spiel von vielen kleinen Nicklichkeiten immer wieder unterbrochen. In der 64. Minute kombinierten die Hausherren mit zwei Doppelpässen über das Mittelfeld, Pfeufer legte den Ball quer, und Alremeithi erzielte den verdienten Ausgleich. Danach scheiterte Riedlmeier mit einem Freistoß (78.) und mit einem Schuss aus halblinker Position (81.) am Ersatztorwart Philipp Seufert. Eine Minute später die letzte Chance des Spiels: DJK-Schlussmann Fröhlich rettete erneut gegen Alremeithi mit einer Glanzparade und rettete seinem Team den glücklichen Punkt.

DJK Dampfach: Fröhlich - Yücetag, Reich (73. Schleicher), Geßendorfer (69. Brandl, 72. Sahlender), Tudor, Riedlmeier, A. Jilke, Winter, Greb, Wagner, Hau / SR: Marschall (Lohr) / Zuschauer: 150 / Tore: 0:1 Wagner (44.), 1:1 H. Alremeithi (64.) / Gelb-Rote Karte: - / Yücetag (85.), Rote Karte: Holzmann (43.) / -
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