Haßfurt
Eishockey-Landesliga

Der ESC Haßfurt steht vor einem "Stresstest"

Der ESC Haßfurt erwartet am Freitag den Eishockey-Landesliga-Tabellenvierten ERSC Amberg und tritt knapp 25 Stunden später beim EHC Straubing an.
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Eigengewächs Kilian Hümmer (links) will  wieder dazu beitragen, dass die Haßfurter "Hawks" auch nach dem dritten Wochenende in Folge an der Tabellenspitze  stehen.
Eigengewächs Kilian Hümmer (links) will wieder dazu beitragen, dass die Haßfurter "Hawks" auch nach dem dritten Wochenende in Folge an der Tabellenspitze stehen.
Zwei Spiele innerhalb von 25 Stunden - auf die "Hawks" des ESC Haßfurt (1. Platz / 20 Punkte) kommt in der Eishockey-Landesliga ein sehr anstrengendes Programm zu: Während David Franek und Co. am Freitag (19.30 Uhr) vor heimischen Fans die "Wild Lions" des ERSC Amberg (4./16) empfangen, steht bereits einen Tag später (Spielbeginn 20 Uhr) die Fahrt zum EHC Straubing (12./0) an. Am Ende soll das Guthabenkonto des Spitzenreiters nach den Vorstellungen von Trainer Martin Reichert um weitere sechs Punkte angewachsen sein. "Natürlich wollen wir unsere Position behaupten und die Chancen auf den Einzug in die Aufstiegsrunde weiter erhöhen", sagt er.

Doch er weiß: "Die Mannschaft muss sowohl gegen Amberg als auch beim vermeintlichen Underdog Straubing wieder 100 Prozent Leistung bringen, um zu bestehen. Immerhin stehen wir ganz oben, und einen Tabellenführer vom Thron zu stürzen, ist schließlich für jeden Gegner zusätzlich motivierend. Wir befinden uns jetzt in der Rolle des Gejagten."

Schon gegen die "Wild Lions" dürfen sich die Zuschauer seiner Meinung nach auf eine packende Begegnung einstellen, schließlich haben die Oberpfälzer auch heuer wieder den Anspruch, in der Spitzengruppe mitzuspielen. Und dies tun sie bislang sehr ordentlich. Die Mannschaft von Trainer Alexander Reichenberger entschied ihre bisherigen vier Heimpartien allesamt für sich und ging auch in Dingolfing (6:5 nach Verlängerung) und in Straubing (9:2) als Sieger vom Eis. Einzig beim Auftritt in Bad Kissingen hatten Ambergs Schlussmann Oliver Engmann und seine Vorderleute bei der 2:3-Niederlage das Nachsehen.


Wechselnde Erfolge

Wenn die Serie der jüngsten Heimspiele im Haßfurter Stadion am Großen Anger Bestand hat, dann wären die Hausherren am Zug: In der Saison 2013/2014 fuhren die "Hawks" einen deutlichen 7:3-Sieg ein, während sie 2014/2015 nach einer 3:5-Niederlage das Eis verließen. Im Jahr darauf gab es dann wieder einen Erfolg zu feiern (3:2), und in der letzten Saison schließlich musste eine erneute Niederlage (3:5) verarbeitet werden. "Was in den letzten Jahren passiert ist, interessiert mich nicht mehr. Beide Mannschaften haben sich personell sehr geändert. Für mich ist es wichtig, dass wir weiterhin so engagiert und motiviert sowie vor allem als Team auftreten. Dann", ist Martin Reichert überzeugt, "werden wir weiter erfolgreich sein. Ich erwarte jedoch einen sehr starken Gegner auf Augenhöhe."

Mit einem weiteren Sieg im Gepäck wäre die Fahrt nach Straubing sicher etwas leichter. Reichert ist überzeugt, dass sich die punktlosen Niederbayern "nicht hängen lassen. Die werden wieder alles versuchen, uns das Leben so schwer wie möglich zu machen", rechnet er nicht mit einem weiteren zweistelligen Erfolg wie beim 10:2 im ersten Aufeinandertreffen zwei Wochen zuvor.
Freilich ist das Ziel "ganz klar", mit einem Sieg und weiteren drei Punkten nach Hause zu fahren. "Wir können nicht als Spitzenreiter kommen und uns mit einem Punkt zufrieden geben." Er warnt seine Mannschaft lediglich vor Überheblichkeit und erinnert an die schmerzliche 3:4-Niederlage im Vorjahr. Nur wenn die Haßfurter die Aufgabe mit dem notwendigen Engagement und Respekt angehen, steht einem weiteren Dreier nichts im Wege.
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