Haßfurt
Eishockey

Das Derby soll diesmal fair bleiben

Bevor die Haßfurter am Sonntag Freising empfangen, geht es am Freitag zum brisanten Duell nach Schweinfurt.
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Auch der Haßfurter Torwart Martin Hildenbrand (rechts) und Teamkollege Philipp Bates hoffen auf ein erfolgreiches Abschneiden beim Derby im Schweinfurter "Icedome". Auf ähnliche Szenen wie in der letzten Saison können beide ESC-Cracks allerdings gerne verzichten. Bei einem Sieg würden die "Hawks" zumindest vorübergehend wieder die Tabellenspitze übernehmen. Foto: rn
Auch der Haßfurter Torwart Martin Hildenbrand (rechts) und Teamkollege Philipp Bates hoffen auf ein erfolgreiches Abschneiden beim Derby im Schweinfurter "Icedome". Auf ähnliche Szenen wie in der letzten Saison können beide ESC-Cracks allerdings gerne verzichten. Bei einem Sieg würden die "Hawks" zumindest vorübergehend wieder die Tabellenspitze übernehmen. Foto: rn
Es ist wie vor dem Hinspiel - nur umgekehrt: Während die "Hawks" des ESC Haßfurt im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen beider Kontrahenten Anfang Dezember nun als Tabellenzweiter zum Derby am Freitag (20 Uhr) als Gast antreten, stehen die Schweinfurter "Mighty Dogs" ganz vorne in der Tabelle der Eishockey-Landesliga, Gruppe 1. Da beide Teams 43 Punkte auf dem Konto und das Startrecht in der Aufstiegsrunde sicher haben, dürfen sich die Zuschauer im Nachbarderby am Freitagabend erneut auf einen offenen Schlagabtausch freuen.
"Die ganz große Spannung ist sicher nicht vorhanden", will der Haßfurter Trainer Martin Reichert auch angesichts der weiteren anstehenden Aufgaben, nicht zuletzt des Heimspiels der "Hawks" am Sonntag (18.30 Uhr) gegen die SE Freising (7. Platz/26 Punkte) wegen, etwas die Luft herausnehmen. "Natürlich ist das Prestige enorm wichtig. Aber in erster Linie geht es für beide Mannschaften darum, den Fans eine gute sowie vor allem faire Partie zu bieten", betont der Sylbacher, der auf die Kampfeinlagen wie beim letzten Derby im "Icedome" und die insgesamt 133 Strafminuten, darunter eine Match- sowie vier Spieldauerdisziplinarstrafen, gerne verzichten kann. "Ich denke, dass wir alle, und damit meine ich auch die Schweinfurter Verantwortlichen, ein großes Interesse daran haben, in den restlichen Partien sowie dann in der Aufstiegsrunde alle Spieler gesund zur Verfügung haben."


"Chancen bei 50:50"

Was freilich nicht heißt, dass sich die "Hawks" nicht darum bemühen, erstmals nach dem 2:1-Erfolg am 20. Dezember 2015 wieder eine Auswärtspartie in Schweinfurt zu gewinnen. Im Gegenteil: "Nach drei Niederlagen in Folge wollen wir den Schalter unbedingt wieder umlegen und nach unserem Sieg in Bad Kissingen auch das zweite unterfränkische Auswärtsderby gewinnen", kündigt Martin Reichert harte Gegenwehr der immer noch zweitbesten Auswärtsmannschaft der Liga an. Dass das Vorhaben kein Zuckerschlecken wird, ist ihm dabei nicht nur bei einem Blick auf die bisherige Bilanz des Tabellenführers bewusst.
Von ihren bislang zehn Heimpartien gingen ERV-Kapitän und der interne Topscorer Dion Campbell neun Mal als Sieger vom Eis. Ihre einzige Niederlage kassierten die Schweinfurter jüngst beim 1:3 gegen den ERSC Amberg, der bei einem Spiel weniger als Schweinfurt und Haßfurt sogar noch als Spitzenreiter die Vorrunde beenden könnte. Auch gegen den ESV Burgau schrammten die "mächtigen Hunde" nur knapp an einer Niederlage vorbei und behielten erst in der Verlängerung mit 6:5 die Oberhand. "Ich sehe die Chancen bei 50:50. Ich jedenfalls freue mich auf das Derby", betont Reichert.
Vor der Partie findet von 18 bis 20 Uhr im Eingangsbereich des "Icedome" unter der federführenden Leitung des "Mighty Dogs"-Fanclubs "Supporters" eine Registrierungsaktion für die in Tübingen ansässige DKMS gemeinnützige GmbH (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) statt. Auch die Haßfurter "Hawks" haben sofort zugesagt, sich an dieser wichtigen Aktion unter dem Motto "Mund auf, Stäbchen rein - Spender sein! Auch Du kannst Leben retten" zu beteiligen.
Am Sonntag steigt um 18.30 Uhr im Eisstadion der Kreisstadt die letzte Heimbegegnung der Vorrunde. Zu Gast sind dann die "Black Bears" aus Freising, die vom bisherigen Verlauf der Saison schwer enttäuscht sind. Schon länger ist das ursprüngliche Ziel, die Teilnahme an der Aufstiegsrunde, verpasst. Negativer Höhepunkt war sicherlich die herbe 3:8-Heimklatsche vor einer Woche gegen das bis dato sieg- und punktlose Kellerkind EHC Straubing. Trotzdem darf die Mannschaft von Trainer Heinz Zerres keineswegs auf die leichte Schulter genommen werden. Immerhin fünf von zehn Auswärtspartien konnte Freising bislang nämlich gewinnen, darunter sogar die beim ERSC Amberg (4:5).
Das Spiel gegen die "Black Bears" ist der "Tag der Blaulichter". Für alle Zuschauer, die in ihrer Dienstuniform zur Begegnung erscheinen, ist der Eintritt frei. Zudem zeigt das U10-Team um Trainer Frank Terhar, das zu Spielbeginn mit den "Hawks" einläuft, in der ersten Drittelpause sein Können.
ESC Haßfurt: Martin Hildenbrand, Dietz - Hora, Thebus, Marco Hildenbrand, Max Hildenbrand, Stahl, Bates - Kurz, Kinereisch, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Sramek, Dietrich, Breyer, Vollert
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