Sand am Main
Freizeit

Sand erlaubt das Bogenschießen

Der Gemeinderat billigte einen Bauantrag für einen mehrere Kilometer langen Parcours im Zeller Forst. Die Sicherheitsauflagen müssen erfüllt werden.
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So könnte das neue Freizeitangebot aussehen: Ein Bogenschütze schießt auf eine Wildattrappe.  Foto: Archiv
So könnte das neue Freizeitangebot aussehen: Ein Bogenschütze schießt auf eine Wildattrappe. Foto: Archiv
Die Gemeinde Sand hat keine Einwände gegen die Errichtung und den Betrieb eines Bogenschießparcours im Staatsforst, Zeller Flur/West, "soweit alle erforderlichen Sicherheitsauflagen und Sicherheitsbestimmungen durch den Betreiber und die dort übenden Sportschützen eingehalten werden". So lautete der Beschluss des Gemeinderats Sand zum Bauantrag von Helga Rhein aus Zell auf Errichtung eines naturbelassenen Bogenparcours für traditionelle Bogenschützen im nördlichen Steigerwald auf einer Teilfläche im Zeller Forst/West. Mit dem Projekt soll offenbar eine Anlage geschaffen werden, die die Region attraktiver macht.


Drei bis vier Kilometer

Wie in der Kommentierung zur Gemeinderatssitzung am Dienstagabend in Sand festgehalten worden ist, plant die Antragstellerin mit den Bayerischen Staatsforsten, Forstdirektion Ebrach, in einem naturbelassenen Waldgrundstück der Waldabteilung "Schlegel" einen etwa drei bis vier Kilometer langen Rundkurs für traditionelles Bogenschießen. Das hierfür vorgesehene Gelände befindet sich gegenüber dem Marswaldspielplatz an den südöstlichen Hängen des Ebersberges, das zum Gebiet der Gemeinde Sand gehört. Dort sollen an einem ausgewiesenen Rundweg im Wald an etwa 35 Stationen jagdliche Situationen durch das Aufstellen von 3D-Tiernachbildungen aus Schaummaterial dargestellt werden, auf die dann mit Pfeil und Bogen von vorgegebenen Abschusspositionen geschossen werden kann. Bauliche Maßnahmen oder Veränderungen im Gelände sollen nicht vorgenommen werden.
Angedacht ist, am Startpunkt des Rundweges einen Bauwagen der Bayerischen Staatsforsten aufzustellen. Jeder Bogenschütze muss sich dort anmelden und in ein Schießbuch eintragen.


Verantwortung

Dann erhält er einen Schusszettel mit den Sicherheits- und Nutzungsbedingungen, zu dessen Einhaltung er sich mit seiner Unterschrift verpflichtet. Jeder Schütze ist für seinen Schuss verantwortlich, weshalb eine private Haftpflichtversicherung erforderlich ist. Zusätzlich verfügt der Betreiber über eine entsprechende Betriebshaftpflichtversicherung. Jeder Schütze hat zu jeder Zeit auf ein freies Sichtfeld zu achten, niemand darf unkontrolliert und abseits der 3D-Zielatrappen von Pfeil und Bogen Gebrauch machen. Alle möglichen Zugänge werden mit entsprechenden Hinweisschildern so gekennzeichnet, dass niemand unwissend in das Waldstück eintreten kann.


Nach den Richtlinien

Der Bogenparcours wird nach den sicherheitstechnischen Regeln des Deutschen Feldbogen Sportverbandes (DFBV) und des Deutschen Schützenbundes (DSB) regelkonform angelegt, erfuhr der Gemeinderat weiter. Die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung sei jederzeit gewährleistet. Naturschutzrechtliche Belange stehen dem Vorhaben laut Angabe nicht entgegen.
Parkmöglichkeiten sind an der Staatsstraße Zell-Oberschleichach direkt gegenüber dem Marswaldspielplatz ausreichend vorhanden. Unter der Woche werden vermutlich nicht mehr als zwei bis drei Schützen den Bogenparcours nutzen, an Wochenenden können es nach den Angaben aber durchaus zehn bis zwölf Personen sein. Das beanspruchte Waldgrundstück steht im Eigentum der Bayerischen Staatsforsten. In einem Schreiben vom 13. Juli bestätigte der Forstbetrieb Ebrach, dass die Staatsforsten die Errichtung und den Betrieb der 3D-Bogenschießanlage im Staatsforst in der Gemarkung Zeller Forst befürworten. Mit dem eingangs erwähnten Beschluss stimmte der Gemeinderat Sand dem vorliegenden Bauantrag zu.
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