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Abschied

Salesianer verlassen Pfaffendorf

Wehmut lag über der Feierstunde, mit der die Patres aus Pfaffendorf verabschiedet wurden. Hintergrund ist der fehlende Nachwuchs.
Sie waren einmal tätig in der Niederlassung Pfaffendorf, jetzt zum Abschied versammelten sie sich noch einmal gemeinsam um den Altar, zusammen mit Provinzial Pater Josef Grünner (Mitte). Foto: Klemens Albert
 
Etwas Wehmut schwang mit, als sich die Salesianer gestern von der Niederlassung in Pfaffendorf verabschiedeten beziehungsweise von vielen langjährigen Wegbegleitern verabschiedet wurden.
In einem letzten Gottesdienst waren nahezu alle Salesianerpatres, die einmal in Pfaffendorf wirkten, um den Altar versammelt: Bei einer Feierstunde im Freizeitsaal des Dominikus-Savio-Heimes wollte dann die Flut von Grußworten keine Ende nehmen.


Ende und Neuanfang

Unter dem Motto "Abschied und Dank" stand der Gottesdienst. In seiner Predigt betonte Provinzial Pater Josef Grünner, dass den Salesianern Don Boscos (SDB) der Abschied nicht leicht falle, aber der Orden müsse der personellen Situation Rechnung tragen. Möglich sei die segensreiche Arbeit der SDB hier nur dadurch geworden, dass eine gute Zusammenarbeit mit vielen Unterstützern möglich gewesen sei. Grünner nannte hier insbesondere die angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeiter, die Kooperationspartner, die Mitarbeiter in Pfarrei und Gemeinden, die Diözese und die Caritas. Auch die gut funktionierende Ökumene würdigte er.


Es begann mit der "Bubenresidenz"

Grünner verwies auch darauf, dass Abschied sowohl für die Bleibenden wie für die Scheidenden einen Neuaufbruch bedeute - in diesem Fall, in der Spur Don Boscos zu bleiben und zum Segen für die Menschen zu wirken. Für die Diözese Würzburg überbrachte Domkapitular Clemens Bieber eine Dankesurkunde für das "wertvolle Wirken der SDB", das Kindern geholfen habe, einen guten Weg ins Leben finden zu können. "Es braucht Menschen, die selbst in ausweglos erscheinenden Situationen noch tätig werden" würdigte Bieber die Arbeit der SDB. Im Namen der Kinder trug Nicol Hetz vor, was diese den Salesianern in einem jeweils individuell gefertigten Sammelalbum schenken wollten. Joshua überreichte dies jeweils an Pater Alfons Blüml als Würdigung für seine herzliche Zuwendung, an Pater Konrad Pichler für dessen Entgegenkommen, an Pater Alois Gaßner für dessen Liebenswürdigkeiten und an Pater Michael für die engagierte Unterstützung.


"Pädagogik Don Boscos immer noch sehr zeitgemäß"

Landrat Wilhelm Schneider (CSU), den Salesianern aus seiner zwölfjährigen Zeit als Bürgermeister von Maroldsweisach besonders verbunden, erinnerte an die Zeit vor 63 Jahren, als die Salesianer in Pfaffendorf eine sogenannte Bubenresidenz errichteten. Daraus sei das heute staatlich anerkannte moderne Jugendhilfezentrum mit einem ausdifferenzierten Angebot geworden. Für das Jugendamt Haßberge sei dies ein wertvoller Ansprechpartner. Hier zeige sich, wie zeitgemäß die Pädagogik Johannes Boscos auch heute noch sei.
Trotz der nachvollziehbaren Gründe bedauere er die Entscheidung des Ordens, die Salesianer von Pfaffendorf abzuziehen. Der Landrat zeigte sich aber auch dankbar dafür, dass der Betrieb von Jugendhilfezentrum und Förderzentrum wie bisher weiterlaufe. Der Umbau des Schulgebäudes sei Zeichen dafür, dass die Zukunft der Schule gesichert sei. "Danken möchte ich den Salesianern für ihr großartiges Engagement. Sie tun sehr viel Gutes für unseren Landkreis und vor allem für die Kinder und Jugendlichen, die Sie auf ein eigenständiges Leben vorbereiten" begeisterte sich der Landrat.


Schulstandort gesichert

Maroldsweisachs Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) erklärte, dass die Salesianer nur schwer wegzudenken seien aus Pfaffendorf. Der Weggang sei "ein weniger erfreuliches Ereignis". Doch wolle er namens der Gemeinde und der Bevölkerung herzlichen Dank aussprechen, nicht zuletzt auch dafür, dass mit der nun eingeleiteten Schulhaussanierung zu erwarten sei, dass Schule und Heim noch lange im Ort erhalten bleiben werden.
Sein Amtskollege aus Pfarrweisach, Ralf Nowak (ULB) drückte sein Bedauern darüber aus, dass die Pfarrei Pfarrweisach eine seelsorgerische Institution verliere, die man in guter Erinnerung behalten werde.
Michael Rückert, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung , bedauerte, dass die Dienstgemeinschaft mit dem Weggang der Salesianer ärmer werde, denn sie hätten die Prinzipien Liebe, Vernunft, Glaube erfahrbar gemacht. Gesamtleiter Marcel Pelikan wies darauf hin, dass eine Ungewissheit aufkomme, wenn die SDB die Trägerschaft künftig aus der Ferne umsetzen werden. Doch ermutigend sei, dass Pater Alfons Blüml weiterhin von Bamberg aus die Einrichtung begleiten werde. Auch das Schulfest stand ganz unter dem Eindruck des Abschieds und Neuanfangs am Samstag. "Abbruch und Aufbruch" - die doppelte Bedeutung wurde in einem Gottesdienst deutlich, denn einerseits werden Teile der Schule im Zuge der Generalsanierung völlig abgebrochen. Auch der Weggang der Salesianer Don Boscos war Thema des Fests.
Aufbruch in eine Zukunft werde es trotzdem geben, denn mit der Dominkus-Savio-Schule wird es unter der Trägerschaft der Salesianer weitergehen.
Und es gab einen weiteren Abschied: Schulleiterin Johanna Brünker und Gesamtleiter Marcel Pelikan verabschiedeten die Sekretärin der Schule Hanne Hahnlein. Über 25 Jahre habe sie in ausgezeichneter Weise für die Schule Gesicht und Visitenkarte bedeutet. Dafür sprachen ihr die beiden herzlichen Dank aus. Mit großer Anerkennung für die geleistete Arbeit wurde auch Elternbeiratsvorsitzender Klaus Peter verabschiedet.
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