Knetzgau
Erster Spatenstich

Musiker brauchen mehr Platz

Das Vereinsgebäude in der Sudetenstraße ist für den Verein längst zu klein, zudem sind wesentliche Teile der Bausubstanz sanierungsbedürftig.
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Viele fleißige Hände werden für die Umbaumaßnahme am Vereinsgebäude des Musikvereins Knetzgau benötigt. Die Musiker Peter Kraus, Martina Schmauser und Bernhard Mühlfelder (von links) erschienen zum ersten Spatenstich in Tracht.Christiane Reuther
Viele fleißige Hände werden für die Umbaumaßnahme am Vereinsgebäude des Musikvereins Knetzgau benötigt. Die Musiker Peter Kraus, Martina Schmauser und Bernhard Mühlfelder (von links) erschienen zum ersten Spatenstich in Tracht.Christiane Reuther
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Der Musikverein Knetzgau vergrößert sein Vereinsgebäude, das im Jahr 1964 in der Sudetenstraße 10 erbaut worden war. Mit dem obligatorischen Spatenstich im Beisein der Vereinsführung, Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus, Architekt Herbert Hein sowie Bernd Einbecker von der bauausführenden Firma fand am Freitag der offizielle Start für die Umbaumaßnahme statt.

Geplant sind ein großer Probenraum mit 100 Quadratmetern für die Gesamtproben und ein kleinerer Raum für die Erteilung von Einzelunterricht. Zudem wird zusätzlicher Stauraum für das Notenarchiv, Vereinsinstrumente und Trachten geschaffen.

Vorsitzende Barbara Schenk verwies auf die Beweggründe und erinnerte zunächst an die Gründung des Vereins im Jahr 1960, als es darum ging, durch musikalische Ausbildung möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine wertvolle Freizeitbeschäftigung zu geben, die Instrumentalmusik zu fördern, sowie die bodenständige Kultur zu pflegen und zu erhalten.

Momentan spielen im Hauptorchester 45 Musiker, im Jugendorchester "Die Wilden Töne" sind es 21 Jugendliche. Als junger, flexibler Verein zeigt man sich stolz auf den Nachwuchs.

Das Vereinsgebäude in der Sudetenstraße ist Schenks zufolge schon seit vielen Jahren zu klein, um darin die wöchentlichen Orchesterproben abhalten zu können. Zudem zeige sich die Bausubstanz des bestehenden Gebäudes veraltet und verschiedene Bereiche, angefangen von den Böden, über Türen bis hin zum Dach seien renovierungsbedürftig.


Kosten von 215 000 Euro

"Um die Existenz unseres kulturtragenden Musikvereins zu sichern, ist diese Baumaßnahme für den Erhalt des Vereins unumgänglich", sagte die vorsitzende.Seit Jahren finden die Proben in unterschiedlichen Räumen statt, die nach jeder Musikprobe wieder geräumt werden müssen. Die terminliche Abstimmung der im Gemeindebereich zur Verfügung stehenden Räume sei nicht immer einfach. So entfielen schon Musikproben, obwohl wichtige Auftritte anstanden. Dies alles sei für die Vereinsführung auf Dauer untragbar.

Die Kosten für die Umbaumaßnahme belaufen sich auf 215 000 Euro. Im Finanzierungsplan sind neben dem Eigenkapital des Vereins Zuschüsse durch den Kulturfonds Bayern mit knapp 35 000 Euro und der Gemeinde Knetzgau vorgesehen.

Auch wenn sich die Mitglieder mit Eigenleistungen einbringen, sei man auf Spenden angewiesen. Ob als Sach- oder Geldspende, seitens des Vereins freut man sich über jede Unterstützung, die dem Projekt zugutekommt, um dem Traum näher zu kommen, nach 20 Jahren wieder im eigenen Musikheim zu proben. Weitere Infos zu dem Projekt finden sich unter mv-knetzgau.de.
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