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Kunststück-Auftakt

Kunst berührt jeden und Kunst geht alle an

Eröffnet wurde die kreisweite Veranstaltungsreihe "Kunststück" im Kunsthandwerkerhof in Königsberg.
Nicht nur als stellvertretender Landrat, sondern als Bürgermeister von Eltmann freut sich Michael Ziegler (links), dass Ryszard Opalinksi hier sesshaft wurde.Christiane Reuther
 
von CHRISTIANE REUTHER
"Die Kunst- und Kulturlandschaft in unserem Landkreis ist reichhaltig und bietet für jede Generation viel Potenzial", hob stellvertretender Landrat Michael Ziegler bei der Eröffnung der Veranstaltungsreihe "Kunststück" hervor. Als Bühne diente die Galerie im Kunsthandwerkerhof der Familie Meyerweissflog in Königsberg, in der gleichzeitig die Ausstellung des Künstlers Ryszard Opalinski eröffnet wurde. Zahlreiche Künstler sowie Kunstinteressierte wohnten der Auftaktveranstaltung bei, die von den Jazzmusikern Rainer Schwander am Sopransaxophon und Bernhard von der Goltz an der Gitarre musikalisch bereichert wurde.

In den nächsten Wochen und Monaten wartet ein vielfältiges, abwechslungsreiches und ein mit Angeboten dicht gedrängtes Programm auf die Kunstliebhaber in der Region. Entsprechend dem Thema "Generationen durch Kunst beflügeln" sind Angebote von und für Teilnehmer jeden Alters dabei. So gibt es auch neue Orte, an denen sich die Kunst und das Künstlerische präsentiert, wie etwa in Friesenhausen, wo die Kleinkunstbühne "Die Rolle" der Familie Wittmann im Frühjahr dieses Jahres eröffnete.

Der stellvertretende Landrat Michael Ziegler verwies auf die Veranstaltungen, die sowohl am Eröffnungswochenende als auch in den nächsten Wochen und Monaten stattfinden, sowie auf weitere Orte, die Künstlern Gelegenheit geben, sich und ihre Werke zu präsentieren.


Eine eigene Plattform für Schüler

Neu ist, dass das Kunststück den Schülern des Regiomontanus Gymnasiums Haßfurt eine Plattform bietet, um auf ihre Ausstellung überregional hinzuweisen. Zudem wurden im Rahmen des Kunststücks im vergangenen Jahr erstmals Workshops für Kinder eingeführt und sehr gut angenommen. Deswegen werden diese Kinderkurse auch im Jahr 2017 mit 50 Prozent der Kursgebühren durch den Landkreis Haßberge bezuschusst. Damit soll der Zugang zum kreativen Kunstgestalten auch den Jüngsten und jungen Familien so attraktiv wie möglich gemacht werden.

Neu ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Bildender Künstler Oberfranken (BBK), auf die der stellvertretende Landrat verwies. So macht der Landkreis Haßberge auf die offenen Ateliers im Gebiet des BBK Oberfranken aufmerksam, umgekehrt verweist dieser auf die offenen Ateliers der Künstler und auf das Kunststück-Angebot im Landkreis Haßberge.

Ziegler gab einen Überblick über die letzte Kunststück-Saison mit detaillierten Zahlen. Insgesamt haben sich aufgrund des Angebots von Kunststück im letzten Jahr 2763 Personen ganz bewusst mit Kunst beschäftigt und auseinandergesetzt. Mit dem Kunststück möchte der Landkreis zeigen, dass die Kunst- und Kulturlandschaft reichhaltig ist mit viel Potenzial für jede Generation. Neben den Workshops und offenen Ateliers werden Vorstellungen, Vorführungen, Führungen und Filme angeboten.


20 Jahre Kunsthandwerkerhof Königsberg

Kulturbeauftragte Renate Ortloff freute sich, im ansprechenden Ambiente des Kunsthandwerkerhofs der Familie Meyerweissflog, die Ausstellung des Künstlers Ryszard Opalinski eröffnen zu dürfen. Sowohl die Familie Meyerweissflog als auch der Künstler Ryszard Opalinski können auf ein Jubiläum blicken: Seit 20 Jahren gibt es den Kunsthandwerkerhof in Königsberg. Ebenfalls seit 20 Jahren sind Ryszard Opalinski und seine Frau im Landkreis Haßberge ansässig.

Eine Grußkarte des Landrats als Collage aus mehreren Motiven des Landkreises wurde erstmals von Ryszard Opalinski aufgelegt. Eine Geschenktasche und ein Anhänger für die Entdeckerkiste mit kulinarischen Grüßen kamen ergänzend dazu. Einen ganz besonderen Dank sprach Renate Ortloff namentlich allen Künstlern aus, die zum Entstehen des Kunststücks beitrugen.

"Von Krakau nach Franken" so umschrieb Hausherrin und Bildhauerin Annemarie Reiser-Meyerweissflog den Künstler Ryszard Opalinski. Getrieben von einer überragenden Begabung waren die Lebensstationen des heute 70-Jährigen Berlin, Hamburg und Köln. In Eltmann fand er schließlich eine Heimat und die innere Ruhe in einer reizvollen Landschaft. Geprägt vom Elternhaus - einer liebevollen Mutter und einem strengen Vater - unternimmt er erste Reisen nach Danzig und Breslau und wünscht sich mit drei Jahren einen Bleistift, um zeichnen zu können. Er besuchte das Kunstgymnasium und die Kunstakademie mit Diplomabschluss, um zu Malen und zwar mit Tempera und Kreide, mit Öl und Terpentin sowie mit Feder und Tusche. Wichtige Themen für Opalinski sind Zeit, Vergänglichkeit, Angst und Sehnsucht.


Er versinkt in seinen Bildern

Schnüffelnd, tüftelnd, riechend und sehend versinke der in seinen Bildern. Den Kampf des Künstlers mit Figuren, Formen und Farben bezeichnete Reiser-Meyerweissflog als genial. Als außergewöhnliche Farbkombinationen in kräftigen und zarten Farben sowohl im Stil alter Meister als auch abstrakt, expressionistisch und wild, charakterisierte die Hausherrin die Kunstwerke von Ryszard Opalinski. So würde der Künstler vom Betrachten einiges fordern: "Innehalten, schauen, sehen, spüren, sich einlassen und verstehen, aber auch still sein, horchen und lauschen". Mit einem Zitat von Ryszard Opalinksi, schloss die Rednerin ihre Laudation: "Ich liebe das Leben so sehr und das Herz muss dabei immer lächeln".
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