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Grabungen

Im Boden steckt das Leben früherer Zeiten

Sie sind nicht "Indiana Jones", die Archäologin Britta Ziegler und ihre Studenten, aber sie haben bei der Grabung am Burgstall Erkenntnisse gewonnen.
Bei der Arbeit: die Archäologie-Studenten Tim Röder, Stella Ott und Vivien Welker.Sabine Weinbeer
 
von SABINE WEINBEER
Anders als ursprünglich geplant, werden die Grabungen wohl noch mindestens die nächste Woche andauern, aber "dann werden mir wohl die Studenten ausgehen, weil dann andere universitäre Veranstaltungen anstehen", erklärte die Dozentin bei einem Besuch an der Grabungsstelle. Auch Bürgermeister Michael Ziegler nutzte die Gelegenheit, sich vor Ort zu informieren.


Geschichten über den Burgstall

Seit zwei Jahren wird auf Initiative des Vereins für Heimatgeschichte Eltmann intensiver über den Burgstall geforscht. Viele Eltmanner sind mit den unterschiedlichsten Geschichten über diesen Bergsporn zwischen Limbach und Eltmann aufgewachsen, manches wurde auch im Heimatkunde-Unterricht gelehrt, was heute nicht mehr haltbar ist.

Einige Klarstellungen wird es durch die Grabungen der Uni Bamberg nach Auswertung der Ergebnisse sicherlich geben. Schon jetzt kann Britta Ziegler sagen, dass die Burg, die sich zweifelsohne hier befand, nur in einem relativ kurzen Zeitfenster bewohnt war. Unklar ist, warum. Auf jeden Fall sei sie nicht niedergebrannt oder einer kriegerischen Auseinandersetzung zum Opfer gefallen, so viel kann sie schon jetzt sagen.

Die Forscher gehen davon aus, dass hier eine hochmittelalterliche Burg aus dem elften oder zwölften Jahrhundert stand. Der Waldspaziergänger erkennt deutlich die Gräben und den großen Wall, von oben wird die Einteilung deutlich mit zwei Vorburgen, der Hauptburg und einer Mauer mit Bastionen. Insgesamt 280 Meter lang war die Anlage, die Hauptburg selbst maß 55 Meter in der Länge.


Im nächsten Jahr geht es weiter

Neben den Grabungen fanden auch weitere geo-elektrische Untersuchungen statt, ein zweiter Grabungsabschnitt im nächsten Jahr ist praktisch schon geplant. Auch Bürgermeister Michael Ziegler beobachtet die Forschungen sehr gespannt. Ihm liegt sehr daran, dieses Stück Eltmanner Geschichte genauer zu beleuchten. Die Stadt unterstützt die Grabungen nach besten Kräften, Waldbauhof und Bauhof stehen den Studenten und Britta Ziegler hilfreich zur Seite. "Aber vor allem Günther Reiß organisiert und kümmert sich", lobt der Bürgermeister den Einsatz des Ehrenamtlichen. Günther Reiß ist Mitglied des Vereins für Heimatgeschichte und begeisterter Heimatforscher.

Diese Grabungen sind für ihn ein Highlight und so unterstützt er, wo er kann, bringt sein Wissen ein, kümmert sich aber auch um Kaffee. Einige Wetterkapriolen mussten die Archäologie-Studenten über sich ergehen lassen, doch sie arbeiten akribisch bei Sonne wie bei Regen, tragen Schicht für Schicht Erde ab, fegen, sieben - und freuen sich auch über Unterstützung von Ehrenamtlichen. Maximal drei pro Tag darf Britta Ziegler gemäß den Regeln des Denkmalames an die Grabungsstelle lassen. Monika Decoster ist neben Günther Reiß einer der eifrigen Helferinnen, aber auch Stadtrat Joachim Stark hat einen Tag lang mitgearbeitet.


Wichtige praktische Erfahrungen

Ganz glücklich ist Vivien Welker über diesen praktischen Einsatz. Sie studiert Archäologie eigentlich in Bochum, dort wird aber weniger Wert auf praktische Einsätze gelegt, als an der Uni Bamberg. So nutzte Vivien die Freundschaft mit Anne-Sophie Ebert aus Essen, die in Bamberg studiert. Bei ihr wohnt sie für vier Wochen und sammelt in den Semesterferien wertvolle Erfahrungen.

Nach den Grabungen geht es noch an die wissenschaftliche Auswertung der Funde und sicherlich wird es dann wieder in Eltmann einen Vortragsabend geben. Britta Ziegler will dem Burgstall seine Geheimnisse entlocken und hat dabei viele Unterstützer.
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