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Kreativität

Fantasy wird Foto-Realität

Melanie Stäudlers verwunschene Bilder strahlen Märchenhaftes und Mystik aus. Die Fotografin aus Reutersbrunn steckt viel Arbeit in jedes Motiv.
Mit dem Fotoshooting in freier Natur ist es nicht getan. Am heimischen PC bearbeitet Melanie Stäudler die Fotos nach, haucht ihnen Fantasie ein. Viele Stunden nimmt das in Anspruch. Foto: Helmut Will
 
von HELMUT WILL
von Helmut Will
Reutersbrunn - Schon immer war Melanie Stäudler aus Reutersbrunn mit ihrer Digicam unterwegs, um amateurhaft alles zu fotografierten, was ihr vor die Linse kam. Im Jahr 2014 wurde sie im Internet auf, wie sie sagt, "unglaublich schöne und magisch angehauchte Werke" einer Fotografin aus Dortmund aufmerksam. Ihr Interesse an dieser Art von Fotografie war geweckt.

"Meine erste Spiegelreflexkamera bekam ich in die Finger, als es darum ging, bei unserem Hundeverein als Vereinsfotografin einzuspringen", erinnert sich Melanie. Seitdem ließ sie die Fotografie nicht mehr los. Sie wollte mehr, eine eigene professionelle Ausrüstung musste her. Damals aber auf Grund der hohen Preise für Kameras ein unerfüllter Traum. Dieser allerdings wurde ihr dann im Jahr 2014 von ihrem Mann Thorsten erfüllt. "Zu Weihnachten lag eine Nikon D3200 Kit unter dem Weihnachtsbaum, mit dem dazugehörigen Tele und einem Weitwinkelobjektiv für Anfänger - für mich das Nonplusultra", und, so fügt sie hinzu "mein Lebensretter."


Zurück ins Leben

Diese Ausrüstung und die Fantasyfotografie die sie im Internet entdeckt hatte, habe sie in einer schweren Phase ihres Lebens zurück ins Leben gebracht, sagt Melanie nachdenklich. "In dieser, emotional geprägten Zeit suchte ich ein Ziel, einen Weg ins Leben zurück." Ein Kribbeln im Bauch habe sie immer gespürt, wenn sie sich mit der Fantasyfotografie beschäftigte. "Ich wusste damals, das will ich auch", sagt die sympathische junge Frau. Sie habe all ihren Mut zusammengenommen und einen Termin zum Fantasyshooting vereinbart. Sie strahlt, als sie sagt: "Die Ergebnisse waren einfach traumhaft, bauten mich auf, gaben mir Kraft, mich weiterhin mit dieser Art Fotografie zu beschäftigen. "Ich wollte es anderen Menschen ermöglichen, sich genauso zu fühlen, wie ich es fühlte, ihnen Bilder für ihre Seele zu schenken", erklärt Melanie Stäudler ihre Motivation. Sie sagt weiter, dass sie schon immer ein kreativer Kopf sei und ihr deshalb die Ideenfindung zu ihren Werken nicht schwer fallen würde.


Inszenierungen mit viel Fantasie

"Durch die inszenierte Fotografie, konnte ich genau das umsetzen, was meine Fantasie mir zeigte." Um ihre Werke in Szene zu setzen, braucht sie neben ihrer Kamera auch selbst gebaute aufwendige Sets und verschiedene Kostüme sowie außergewöhnliche Accessoires.


Als erste Frau Clubmeister

Melanie Stäudler ist Mitglied im Foto-Creativ-Kreis Ebern. Ein Verein, in dem man sich gut mit anderen Fotografen austauschen und Ideen holen kann, sagt sie. "Ende 2014 wurde ich da Mitglied und war total baff, als mein erstes eingereichtes Foto beim "Bild des Monats" sofort auf dem ersten Platz landete, und dass ich dann im Jahr 2016 noch als erste Frau im Verein Clubmeisterin wurde, kann ich kaum fassen und freue mich darüber riesig." Dass es Menschen gab, die das, was sie tat, toll fanden, und ihre Arbeit anerkannten, war für sie ein "unglaubliches Gefühl", sagt die 37-jährige Verkäuferin. "Mittlerweile bin ich stolze Besitzerin einer Nikon D750, eines 70-200 mm/f2,8 Teleobjektivs und eines 50 mm/f1,8-Objektivs mit Festbrennweite. Für meine Art der Fotografie ist es sehr wichtig, offenblendig zu arbeiten", sagt die Fantasiefotografin.


Die Austattung


Um ihre Models ins rechte Licht zu rücken, sie als verwunschene Personen erscheinen zu lassen, ist auch ein gewisser Fundus an Kleidern oder Kostümen erforderlich. "Meist nähe ich mir die selber, kaufe mir billige Stücke, die ich dann mit verschiedenen Accessoires versehe, je nachdem, welches Thema ich mir zum Ziel gesetzt habe", erläutert die Fotografin.


Der Kampf mit der Technik

Melanie gesteht, dass Technik schon immer ihr "persönlicher Feind" gewesen sei. "Die Kamera war zuerst für mich ein Buch mit sieben Siegeln und die Nachbearbeitung in Photoshop am PC nimmt meist etliche Stunden in Anspruch. Da bin ich beim Üben schon manchmal fast verzweifelt, aber Learning by doing hat Früchte getragen." Sie lacht und sagt, dass sie sich mittlerweile mit der Technik arrangiert habe. Bei der Nachbearbeitung ihrer Fotos bei Kerzenschein, sanfter und emotionaler Musik, könne sie besonders kreativ werden. Ein Fotoshooting mit Nachbearbeitung, bei dem am Ende etwa fünf Fotos rauskommen, könne schon mal bis zu 25 Stunden in Anspruch nehmen.


Die Natur als Kulisse

Wo holt sie sich ihre Inspirationen? Melanie runzelt ihre Stirne und sagt: "Hauptsächlich aus der Natur, aber auch Bücher, Filme oder manchmal bestimmte Gefühlsregungen inspirieren mich," Manchmal stehe sie sogar nachts auf, um Ideen, die ihr kommen, sofort festzuhalten, sie niederzuschreiben, um sie nicht zu vergessen. Gut eignen sich der Bürgerwald von Ebern und die Ruinen im Landkreis Haßberge aber auch manche Stellen in freier Natur als Kulisse für ihre Fotoshootings. Mitunter fährt sie auch weiter, zum Beispiel nach Bamberg in das Gebiet am Hain oder zum Felsengarten Sanspareil nahe Bayreuth. "Wenn du im Bürgerwald unterwegs bist ,dann kann es auch schon mal passieren, dass dir beim Fotoshooting Rehe vor die Linse laufen; auch ein schönes inspirierendes Erlebnis", sagt die 37-Jährige.

Ihr Mann Thorsten ist nicht so der Fotograf, steht aber hinter ihrer Leidenschaft zur Fantasiefotografie. "Ja, auch mein Bruder Markus, engere Freunde und Bekannte finden es gut, was aus meinen Fotos entsteht", freut sich Melanie. "Dass meine Fotos bei meinen Auftraggebern gut ankommen, freut und motiviert mich, diesen Weg weiter zu gehen", sagt sie. Weitere Informationen über ihre Arbeit gibt es auf der Homepage Melanie Stäudlers www.silentblossompix.de.
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