Burgpreppach
Bürgerversammlung

Der Rathausplatz soll neu gestaltet werden

Die Pläne von Architektin Erika Stubenrauch stießen bei den Burgpreppachern auf Zustimmung. Probleme bereitet jedoch das einstige Feuerwehrgerätehaus.
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Pflastersteine statt Schotter sieht das nas neue Konzept für den Rathausplatz vor.Klemens Albert
Pflastersteine statt Schotter sieht das nas neue Konzept für den Rathausplatz vor.Klemens Albert
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Die Marktgemeinde Burgpreppach will den Platz um das Rathaus neu gestalten. Bürgermeister Hermann Niediek stellte die Notwendigkeit hierfür den zahlreichen Besuchern einer Teilbürgerversammlung im Sportheim augenscheinlich vor. Von dem geschotterten Platz "schießt bei Regen das lose Zeugs runter", der Zugang zum Rathaus müsse deshalb sicherer gemacht werden für Gemeinderatssitzungen, Wahlen, Museumsbesuche oder Trauungen.

Erika Stubenrauch vom gleichnamigen Architekturbüro stellte ihre Planungen für die Maßnahme vor. Diese basierten auf einem bereits vor wenigen Jahren erarbeiteten Gemeindeentwicklungskonzept. Im Rahmen der Dorfentwicklung sollen sie jetzt mit einem Antrag zur Bewertung auf ihre Förderfähigkeit eingereicht werden. Hierfür sei auch, wie sie ausführte, nötig, dass die Bürger Burgpreppachs dahinterstehen und in die Planungen mit eingebunden werden. Das taten sie denn auch in einer konstruktiv-intensiven Aussprache.


Die Zufahrt bleibt steil

Die Architektin betonte, dass die Höhenverhältnisse mit einer starken Hanglage für eine Neugestaltung kritisch seien. Stützmauern, Treppenstufen, Böschungen müssten wohlbedacht und dabei in einem kostengünstigen Rahmen gestaltet werden. Die Zufahrt soll weiterhin 16 Prozent Steigung haben, dafür dann aber der Platz vor dem Rathaus relativ eben werden. Vom derzeitigen Spielplatz soll ein Teil der Rasenfläche in den Rathausplatz integriert, der Eingangsbereich zum Rathaus durch eine Grünfläche aufgewertet werden, so Erika Stubenrauch. Belegt werden sollen die Fahr- und Gehflächen mit Pflastersteinen, in den Neigungsbereichen nicht glatt, sondern rutschfester ausgeführt.

Der Planungsvorschlag, der bereits Ende Januar eingereicht werden soll, wurde von den Besuchern mit Applaus zur Kenntnis genommen. In der Aussprache wurden verschiedene Varianten für den Zugang zum Jugendraum in Augenschein genommen. Favorisiert wurde schließlich ein passender Eingang über den Rathausplatz statt wie bisher über die Schulgasse, in erster Linie auch aus Gründen möglichst geringer Lärmbelästigung für Anwohnern. Eine weitere Änderung zum Architektenvorschlag sieht vor, den Treppenaufgang zum Rathauseingang ganz zu streichen, auch wenn dadurch der Weg dorthin geringfügig länger wird.


Was wird aus dem Museum?

Einen Knackpunkt stellt bei den Planungen offenbar die Frage dar, was mit dem ehemaligen Feuerwehrgerätehaus geschehen sollte. Das Gebäude einschließlich Schlauchturm ist hinsichtlich seiner Bausubstanz in einem kritischen Zustand. Derzeit wird es vom Leiter des Museums, Heinz Braunreuter, als Lager und als Ausstellungsfläche für Exponate genutzt. Verschiedenste Ideen wurden geäußert, etwa das Gebäude "aufmotzen" und erhalten, es in eine "Feierscheune für Hochzeitsgesellschaften" umgestalten oder einen Teil davon zum Jugendraum anfügen.

Architektin Stubenrauch allerdings gab zu bedenken, "wenn es weg soll, dann vor der Gestaltung der Fläche". Denn die frei werdende Fläche müsse dann gestaltet werden und sollte in eine Förderung mit einbezogen werden.

Was dann allerdings mit der bisherigen Nutzung als Museum werden sollte, bereitet offenbar Kopfzerbrechen. Bürgermeister Niediek teilte mit, dass er mit Heinz Braunreuter bereits im Gespräch sei, auch über eine eventuelle Verlagerung des Museums an einen anderen Ort. Deutlich wurde in der Aussprache, dass man die Verdienste Braunreuters, der seit 20 Jahren unentgeltlich das Museum mit Exponaten hauptsächlich aus den 50er Jahren leitet, hoch schätze.

Was sich hier ergeben wird sowie die Ergebnisse der Besprechung mit den Bürgern wird die Architektin in ihren Plan einarbeiten. Der Bürgermeister wird dann den Antrag auf Förderung beim Amt für Ländliche Entwicklung einreichen.
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