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Spatenstich

Camper werden zu Kapellenbauern

In Wüstenwelsberg entsteht eine Gebetskapelle, die zu einem Ort der Besinnung werden soll. Privatleute ergriffen die Initiative.
Giesela Baumann, die Vorsitzende der "Interessengemeinschaft Kapelle Wüstenwelsberg", mit dem Modell der künftigen Kapelle, die nahe dem Campingplatz in Wüstenwelsberg entsteht.  Foto: Helmut Will
 
von HELMUT WILL
Unser "kleines Bergdorf" nennen Feriengäste den Untermerzbacher Gemeindeteil Wüstenwelsberg liebevoll. Es handelt sich vorwiegend um Camper, die auf dem dortigen Campingplatz seit vielen Jahren ihre Zelte, Wohnwagen oder kleinen Holzhütten stehen haben. Eine Kneipe mit Biergarten, die "Rückertklause", gibt es dort. Auch eine Feuerwehr, aber keine Kirche oder Kapelle. Das soll sich nun ändern, denn am Dienstag fand der Spatenstich für die "Wüstenkapelle" statt, die unmittelbar an der östlichen Grundstücksgrenze des Campingplatzes entstehen soll.

In lauen Abendstunden saßen einige Camper im Jahr 2016 unter einen Nussbaum in der "Wüste", wie die Wohnmobilisten ihr dortiges Domizil nennen, zusammen, erzählt Gisela Baumann. Persönliches wurde ausgetauscht, so auch schwere Schicksalsschläge, die manche ereilt hatten. Dankbar müsse man sein, wenn man zum Beispiel eine schwere Operation überstanden oder sonstige Schicksalschläge überwunden hat, war man sich einig.


Interessengemeinschaft

Daraus entstand die Idee, in Wüstenwelsberg eine Kapelle zu bauen. Ein Ort der Ruhe, des Innehaltens in einer wunderschönen Natur wäre nicht schlecht, meinte man bei verschiedenen Gesprächen. Manche machten sich auf den Weg, fotografierten kleine Kapellen, um sich so die Entscheidungsfindung für die "Wüstenkapelle" zu erleichtern. Vor und während der Weihnachtsfeiertage wurde gemeinsam an einem Modell gebaut und schnell bildete sich die "Interessengemeinschaft Kapelle Wüstenwelsberg", die am 11. Mai 2017 offiziell gegründet wurde.

Das Modell wurde Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) gezeigt. "Der war hellauf begeistert", freute sich Gisela Baumann, die Vorsitzende der Interessengemeinschaft. Aus einem Modell wurde schnell ein Bauplan, zu dem die Gemeinde Untermerzbach ihr Einverständnis erklärte und der mittlerweile vom Landratsamt in Haßfurt genehmigt ist. Jetzt kann man ans Werk gehen.


"Wüstenkapelle"

"Viele unterstützen das Projekt und dafür sind wir dankbar", sagte Gisela Baumann am Dienstagabend vor dem Spatenstich. Sie und ihre Mitstreiter freuen sich schon auf den Moment, wenn die "Wüstenkapelle" fertiggestellt ist. "Es wird ein denkwürdiger Augenblick sein, wenn wir erstmals unserem Schöpfer für diese Idee und den Menschen in der anmutenden Natur danken können", sagte die Vorsitzende.

In Zeiten der Unruhe, Hektik, Verunsicherung, Härte und Intoleranz, soll ein Ort der Besinnung geschaffen werden. "Die Wüstenkapelle soll den Suchenden helfen, seine Antworten zu finden, um mit neuer Kraft Gutes in die Welt zu tragen", so Gisela Baumann.


Gemeinnütziger Verein

Neben ihr gehören dem Vorstand der Interessengemeinschaft Angelika Kaiser als Zweite Vorsitzende, Sascha Becker als Schriftführer an und Nicole Seifert zeichnet für die Kasse verantwortlich. Der Verein ist gemeinnützig und dient ausschließlich dem Bau und Erhalt der Kapelle.

Nun gilt es, viele freiwillige Spender zu finden, die dieses Projekt mit unterstützen, so die Vorsitzende.
Jetzt ging es ans Werk, der Spatenstich erfolgte durch Gisela Baumann und Bürgermeister Dietz unter den Augen von Edgar Maier, Geschäftsleiter der Gemeinde Untermerzbach, der auch den Pfosten für die Bautafel einschlug. Bürgermeister Dietz nannte den Bau der Kapelle im Ortsteil Wüstenwelsberg ein "ehrbares Bauvorhaben".


Ort der Einkehr für viele

Er freute sich, dass die Interessengemeinschaft dieses Projekt anpackte. "Ich bin mir sicher, das Werk wird gelingen und viele Menschen, nicht nur vom Campingplatz oder aus Wüstenwelsberg, werden an der Kapelle Einkehr halten."
Entwurfs- und Planverfasser ist Hans-Karl Morgenroth aus Untermerzbach. Dem Spatenstich, der anschließend mit einem kleinen Fest gefeiert wurde, wohnten zahlreiche Camper und Bürger aus Wüstenwelsberg bei.
Wer das, für Privatleute eher ungewöhnliche Projekt "Wüstenkapelle" unterstützen möchte, kann dies durch Spenden tun. Das Spendenkonto unter dem Stichwort "Kapelle" bei der Sparkasse Ostunterfranken: IBAN: DE 89 7935 1730 0009 4065 39, BIC: BYLADEM1HAS.

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So soll die Kapelle in Wüstenwelsberg einmal in der Realität aussehen. Das Modell, vor dem Wald im Hintergrund, vermittelt davon einen plastischen Eindruck. Foto: Helmut Will

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Giesela Baumann, die Vorsitzende der "Interessengemeinschaft Kapelle Wüstenwelsberg", vor dem Modell der künftigen Kapelle nahe des Campingplatzes in Wüstenwelsberg. Foto: Helmut Will

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In Unkenntnis der Treffsicherheit von Maier, halten Gisela Baumann und Bürgermeister Helmut Dietz (von links) gebührend Abstand. Hinten, (6. von links) im orangen T-Shirt, Planverfasser Hans-Karl Morgenroth. Foto: Helmut Will
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