Ebern
Testlauf

Bunt, hell und nagelneu: Domizil für Grundschüler

Am 18. Dezember erfolgt der Einzug. Vorab schauten sich Eberns Grundschüler schon mal im neuen Betreuungsgebäude für Mittagsunterricht und - Betreuung um.
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Fast schon mystisch, das Licht an der neuen Essensausgabe.Fotos: Ralf Kestel
Fast schon mystisch, das Licht an der neuen Essensausgabe.Fotos: Ralf Kestel
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Alles so schön bunt hier. Hell und lichtdurchflutet, es riecht noch ganz neu. Der Aufzugsmonteur schraubt noch an den Türen, Duft von Silikon wabert durch die Zimmer des neuen Grundschul-Betreuungsgebäude für Ganztages-Klassen und Mittagsbetreuung, das die künftigen Nutzer am Dienstagnachmittag erstmals in Beschlag nahmen. Samt der neuen Toiletten, denn einige waren so aufgeregt, dass das stille Örtchen sehr gefragt war.

Wonach wurde sonst noch gesucht? "Ist das unser Raum zum Austoben?", fragte ein Naseweis. "Wo ist der Fußballplatz?", ein anderer. Der Ruheraum wurde gleich umfunktioniert: "Das wird unser Partyraum", waren sich die Jungs einig, die sich sonst aber kaum für das abgetrennte Zimmer interessierten.

Was sich ändern dürfte, weil auch Entspannung künftig auf dem Lehrplan steht: "Die Kinder der Ganztagesklasse stehen von Früh bis zum späten Nachmittag unter voller Anspannung. Der Adrenalinspiegel ist hoch - auch wegen des Wettbewerbs untereinander", hat eine Lehrerin beobachtet - und findet das gar nicht gut.

Von der Nutzung des neuen Gebäude erhofft sie sich eine Besserung. Wie lebhaft die Truppe sein kann, war beim ersten Besuch nicht zu überhören. Ein erster Test der akustischen Gegebenheiten, die im bislang genutzten Akademiegebäude für große Probleme sorgten.

Quasi als Nikolaus präsentierte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD), ohne Rausche-Bart und Geschenke-Sack, die neuen Räumlichkeiten des Zwei-Millionen-Projektes, das in 15-monatiger Bauzeit anstelle der Kujath-Villa entstanden ist.

Sesam öffne dich. Farbig, modern so das Innenleben, die Außenanlagen werden erst im Frühjahr fertig. Lehrerinnen wie Betreuerin der Awo sind begeistert von der Ausstattung, an deren Auswahl sie selbst mitgewirkt hatten. Und die Kinder? "Cool!", "Super!" "Viel besser als davor!" - schallt es aus vielen Kehlen dem Bürgermeister entgegen, als er nach deren Meinung fragt. "Da kann ich's prima aushalten", meint ein Knilch. "Da möcht' ich gleich bleiben", stimmt sein Freund ein und macht es sich gleich auf einem der Wackelstühle bequem, die aus gesundheitlichen Gründen ausgewählt worden sind. "Das sind aber keine Turngeräte" , holte der Bürgermeister einige Übermütige gleich auf den Boden der Tatsachen herunter.

Überaus angetan waren die Awo-Helfer über die Kücheneinrichtung, die ja nur zur Ausgabe dient. Vorrangig regionale Firmen seien beim Bau berücksichtigt worden, sagte Stefan Hofmann vom Bauamt, der mit deren Leistung sehr zufrieden war. "Es hat keinerlei Probleme gegeben."
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