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Flurbereinigung

Abschluss nach 40 Jahren

In Gleusdorf und in Hemmendorf wurde der Abschluss der Maßnahme gefeiert, die 30 Einzelprojekte einschloss. Über 5 Millionen Euro wurden investiert.
Otto Kister, langjähriger Vorsitzender der TG Gleusdorf, Bürgermeister Helmut Dietz und der aktuelle Vorsitzende, Andreas Kaiser, blickten mit den örtlich Verantwortlichen zum Abschluss der Flurbereinigung in Gleusdorf zurück. Foto: Helmut Will
 
von HELMUT WILL
Von Helmut Will
Gleusdorf - "Was lange währt wird endlich gut", sagt ein Sprichwort. Mehr als 40 Jahre hat es gedauert, bis das Flurbereinigungsverfahren für Gleusdorf zum Abschluss kam. In der ehemaligen Schule in Gleusdorf und vor der gewaltigen Mauer des Friedhofes, beides Projekte aus dem Flurbereinigungs- und Dorferneuerungsverfahren, fand die Abschlussveranstaltung statt, bei der Erinnerungen aufgefrischt wurden. Viel Lob gab es, aber auch einen Anflug von Kritik durch Alfred Brockard.

Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) bedankte sich bei allen Beteiligten für deren Engagement, welches sie in die Flurbereinigung eingebracht hatten. Unter den Gästen waren neben Verantwortlichen aus dem örtlichen Bereich auch der aktuelle Vorsitzende der Teilnehmergemeinschaft, Technischer Amtsrat Andreas Kaiser vom Amt für Ländliche Entwicklung in Würzburg, und dessen Vorgänger, Otto Kister, der sich bereits in Ruhestand befindet.


Verschiedene Sichtweisen

"Es ist alles gut, was hier in Gleusdorf und in Hemmendorf durch das Verfahren, das am 30.11.1976 durch die damalige Flurbereinigungsdirektion in Würzburg angeordnet wurde, umgesetzt wurde", befand Bürgermeister Dietz. Nicht jedem könne man alles recht machen, aber es müsse alles für die Gemeinschaft der Dörfer mit ihren Fluren passen. "Dass es heranwachsende Generationen eventuell anders sehen, als die, die es entschieden und umsetzten, ist uns klar", so Dietz. "Es konnten viele Maßnahmen für die Dörfer Gleusdorf mit Landsbach und Hemmendorf umgesetzt werden", freute sich der Bürgermeister.

Das Verfahren lief nach den Worten von Dietz 40 Jahre und neun Monate bis zur Schlussfeststellung am 17. August. Über 40 Jahre sei eine lange Zeit in der sich Menschen mit unterschiedlichem Engagement eingebracht hätten. An die Mitgliedern der Vorstandschaft gewandt, welche die Flurbereinigung mit gelenkt und begleitet hatte, sagte Dietz: "Sicher ward ihr öfters der Kritik eurer Mitbürger ausgesetzt und es war bestimmt nicht immer leicht." Für sie und auch für die Vertreter des Amtes hatte das Gemeindeoberhaupt Präsente dabei.


30 Projekte


Technischer Amtsrat Andreas Kaiser bestätigte ebenfalls, dass durch das Verfahren in Gleusdorf eine Menge gelungen sei. Er ließ mit Zahlen in chronologischer Folge die verschiedenen wichtigen Entscheidungstermine Revue passieren. "Von 30 Projekten, die anstanden, konnten fast alle umgesetzt werden", sagte der Vertreter des Amtes für ländliche Entwicklung aus Würzburg. Er nannte die ehemalige Schule mit deren Umgriff in Gleusdorf, den Parkplatz in Hemmendorf, den Kirchberg in Gleusdorf, das dortige Jugendhaus, die Brunnengasse und Mürsbacher Straße, um nur einige zu nennen.

Auch die "technischen Meilensteine" zeigte Kaiser auf. "Heute kann alles komplett zum Abschluss kommen, vorausgesetzt es erfolgt nicht noch von irgendwoher ein Einspruch." Die Kosten der Flurbereinigung und Dorferneuerung bezifferte Kaiser mit jeweils 2,5 Millionen Euro, wobei es exzellente Zuschüsse gab von jeweils 2,1 Millionen Euro. Kaiser überreichte an die ehemaligen örtlich Verantwortlichen Urkunden des Amtes für ländliche Entwicklung.


Anlässe zum Lachen

Otto Kister, der lange Jahre als Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft (TG) Gleusdorf verantwortlich war, gab einige Anekdoten zum Besten. "Vieles lief hier unkompliziert, wurde in einer Gaststätte durchgesprochen, nachdem Ideen gesammelt waren", sagte Kister. Keiner konnte sich damals vorstellen, dass alles geplante gestemmt werden könne. "Toll, wie uns die Gemeinde und viele Leute unterstützt haben, die haben gut mitgezogen", so der ehemalige TG-Vorsitzende. Die Friedhofs- bzw. Kirchenmauer, die gegenüber der alten Schule angebracht wurde, sei ein gelungenes Beispiel.

Auch Teilnehmer der Versammlung brachten einige Erinnerungen in die Diskussion mit ein, so dass sich eine lebhafte Diskussion entwickelte. Heute ginge sicher nicht mehr alles so unkompliziert wie damals über die Bühne, war man sich einig. Walter Schaad sprach ein Lob aus Sicht der Gleusdorfer an Gemeinde und Amt für ländliche Entwicklung aus. "Die standen hinter uns und es ging alles relativ gut ab."


Ein Hauch von Kritik


Aber auch ein Anflug von Kritik kam von Alfred Brockard. Dies betraf unter anderm die Kirchenmauer in Gleusdorf zeigte er sich nicht so zufrieden wie die Vorredner. "Da musste schon einiges ausgebessert werden, weil wohl nicht immer das ideale Material verwendet wurde", sagte er. Angesprochen wurde auch, dass Vereine, wie z.B. die Feuerwehr oder die Waldbauern, das Brauhaus in Hemmendorf nicht nutzen dürften, obwohl das festgeschrieben sei. Bürgermeister Dietz ein stellte klar, dass es das Benutzugsrecht egbe, man sich aber selbstverständlich rechtzeitig mit dem Pächter absprechen müsse.


Die Verantwortlichen

Der Bürgermeister lobte schließlich das Engagement der örtlichen Vorstandsmitglieder Walter Schaad, Hans Heinert, Erich Süppel, Heinz Finzel, Alfred Brockard und Hildegard Nestmann, die seit Beginn im Jahr 1977, also 40 Jahre in Verantwortung für die TG standen. Über 20 Jahre trugen außerdem Herbert Spindler, Werner Weber und Klara Lohneiß sowie auch Verwaltungsleiter Edgar Maier Verantwortung.
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