Ebern
Konzert

Von Oper bis zum Abba-Hit

Die Gesangsklasse der Musikschule Ebern bot im Rathaussaal ein beeindruckendes Konzert.
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Dieter Stojan (Mitte) präsentierte zusammen mit Cornelia Schmid (rechts) das Stück "Heimatgedanken" von Peter Cornelius. Am Flügel begleitet wurden sie von Dr. Karin Meyer-Jungclaussen. Foto: Johanna Eckert
Dieter Stojan (Mitte) präsentierte zusammen mit Cornelia Schmid (rechts) das Stück "Heimatgedanken" von Peter Cornelius. Am Flügel begleitet wurden sie von Dr. Karin Meyer-Jungclaussen. Foto: Johanna Eckert
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Das Rathaus in Ebern ist zwar Heimat der Landesbaudirektion Bayern geworden, doch für Veranstaltungen steht der Rathaussaal weiterhin zur Verfügung. Der Raum mit seinem schönen Fachwerk zieht auch die Musiker der Musikschule Ebern an: "Ich würde den Raum sehr gerne viel öfter nutzen", so Musikschulleiter Christian Baum. Da es vor Ort jedoch keinen Flügel oder ein Klavier gibt, muss dieses Instrument zu jedem Konzert mit viel Aufwand hertransportiert werden. So auch jetzt, als die Gesangsklasse der Musikschule unter Leitung von Cornelia Schmid ein außergewöhnliches Konzert bot.

19 Schüler besuchen in diesem Schuljahr den Gesangsunterricht bei Sopranistin Cornelia Schmid, ehemals Lead-Sängerin verschiedener Formationen im U-Musik-Bereich. Im Studium ließ sie sich zur staatlich geprüften Chorleiterin ausbilden und erwarb das Diplom für Musikerziehung mit Hauptfach Gesang.
Mit Cornelia Schmid präsentierte Dieter Stojan das Stück "Heimatgedenken" von Peter Cornelius, eine Komposition aus dem 19. Jahrhundert.


In die Märchenwelt

Angelika Joachim wählte die Arie "Vittoria, Vittoria" von Giacomo Carissimi aus dem Italien des 17. Jahrhunderts. Die junge Sängerin Aaliyah Raff entführtemit "A wole new world" aus dem Musical "Aladdin" in die Märchenwelt aus 1001 Nacht. Pia und Theresa Weiglein präsentierten ebenso eine moderne Komposition mit dem Stück "For Good" aus "Wicked - Die Hexen von Oz".
Natürlich durften die Hits nicht fehlen: Christine Deininger zeigte mit "I have a dream", was die schwedische Pop-Gruppe ABBA so drauf hatte. Am Pop-Stil orientierte sich auch Christine Langenberg mit "At last" aus dem Musikfilm "Orchestra Wives". Anna Bühler studierte einen Jazzstandard und Schlüsselwerk des Great American Songbook ein: "Someone to watch over me", ein Song aus dem Musical "Oh, Kay!" aus dem Jahr 1926.


Dramatik und Dichterliebe

Eine Portion Dramatik brachte Tabea Grosser mit "Lullaby" aus der Oper "The Consul" von 1950 über das verzweifelte Warten auf ein Einreisevisum mit tragischem Ausgang. Gerhard Zeidler präsentierte eine Vertonung eines Gedichtes von Heinrich Heine und entführte mit "Auf den Flügeln des Gesanges" die Hörer nach Indien, zu den Fluten des Ganges. Aus dem Liederzyklus "Dichterliebe" von Robert Schumann hatte Arnhard Heinisch zwei Stücke im Repertoire.
Letzterer trat im Anschluss mit Gerhard Zeidler im Duett auf: Sie sangen mit "Intermezzo" von Schumann die Geschichte zweier Liebender.
Die etwa 65 Besucher spendierten den Künstlern aller Generationen langen und wohlverdienten Applaus. Trotz aller Nervosität saß jeder Ton perfekt und "es kam sehr gut an, das ganze Programm", so Musikschulleiter Christian Baum.
"Es war ein tolles Konzert", lautete das Fazit einer Mutter: "Ich bin echt begeistert. Vor allem von dem, was nach einem halben Jahr Gesangsunterricht schon zu hören ist. Und der Mut, sich einfach da vorne hinzustellen und zu singen."
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