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Neu-Abstimmung

Schattendiskussion über neuen Windpark

Kommt der beantragte Windpark-Bau im Bürgerwald nochmals auf den Eberner Stadtratstisch? Darüber befindet der Hauptausschuss.
Nicht zu hören, schwierig optisch einzufangen: Der Schattenschlag gilt es eine der negativen Begleiterscheinungen ringsum Windkraftanlagen, wie hier auf dem Bretzenstein, wo die Schatten-Rotation bei Sonneneinstrahlung der Rotorblätter aber kaum jemanden stört. Foto: Ralf Kestel
 
von RALF KESTEL
Eine Entscheidung wirft ihre Schatten voraus: Wird im Eberner Stadtrat, die nächste Sitzung ist am Donnerstag, 29. September, ein zweites Mal über den Antrag auf Herausnahme von Flächen im Bürgerwald aus der Schutzzone des Naturparkes Haßberge abgestimmt, um damit die Voraussetzung zu schaffen, dass auf dem Tonberg vier Windräder gebaut werden könnten?

Einen entsprechenden Antrag auf eine zweite Beratung haben sieben Stadträte eingebracht. Ob das Thema nochmals auf die Tagesordnung kommt, darüber befindet der Hauptausschuss in der vorbereitenden (und nicht-öffentlichen) Sitzung bereits am Dienstagabend.

Dabei dürfte der Antrag der sieben Gremiumsmitglieder Markus Fausten, Marion Müller (beide CSU), lsabell Kuhn (Junge Liste), Harald Pascher (FDP), Rüdiger Ebert, Philipp Arnold und Thomas Limpert (alle Freie Wähler) für Zündstoff sorgen.

Im Hauptausschuss verfügen die "stillen Befürworter" bislang über eine klare Mehrheit bei folgender Konstellation: Dieter Gerstenkorn, Gabriele Rögner (beide CSU), Ulrike Zettelmeier, Brunhilde Giegold (beide SPD), Isabell Kuhn (Junge Liste), Thomas Limpert (Freie Wähler) und Karin Kaiser (für die FDP) und Bürgermeister Jürgen Hennemann. Ob eine Mehrheit im vorberatenden Gremium der Vollsitzung die durchaus demokratische Gepflogenheit einer zweiten Behandlung - siehe Pfarrweisach -, wie sie auch laut Geschäftsordnung und bayerische Gemeindeordnung möglich ist, vorenthält?

Bei der Meinungsfindung dürften auch Unterschriftenlisten eine Rolle spielen, die seit Beginn letzter Woche in Eichelberg, Reutersbrunn und in einigen Geschäften im Stadtgebiet kursierten. Binnen fünf Tagen hatten sich bis Montagmorgen 635 Bürger per Unterschrift gegen den Bau von Windrädern im Bürgerwald ausgesprochen, teilten dazu Thomas Limpert und Ortssprecher Andreas Leibold mit.

Diese Listen, kein Zehntel der Gesamtbevölkerung, dazu Unterzeichner von auswärts, sollen vor der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstagabend an den Bürgermeister oder den Chef der Verwaltung Ernst Haßler übergeben werden.


Breiter Widerstand

Rund 90 Unterzeichner stammen allein aus den beiden Stadtteilen Reutersbrunn und Eichelberg, wo sich breiter Widerstand breit macht. "Unser Zettel hat kaum noch ausgereicht, so dass wir die Rückseite nutzen musste", erzählte ein Gastwirt schon am zweiten Tag. Auch gibt es in beiden Stadtteilen junge Familien, die sich mit Hausbau-Pläne tragen.

Dies aber nur für den Fall, dass keine Windräder in der Nähe das ländliche Idyll stören. Der Reutersbrunner Ortssprecher Andreas Leibold, der den besten (An-)Blick hätte, wirft dazu eine Frage auf: "Bei sehr vielen Gegnern des Windparks wurde die jüngst geänderte Größe der Fläche hinterfragt. Warum will man jetzt - anders als vorher angekündigt - eine viel größere Fläche im Schutzgebiet als mögliche Baufläche ausweisen? Wird damit der Möglichkeit, mehr Windräder aufzustellen Tür und Tor geöffnet?"

Auch eine Petitionen heimischer Gastro- und Übernachtungsbetriebe, adressiert an Landrat Wilhelm Schneider (CSU), der am Montag seinen 58. Geburtstag feierte, richtet sich eindeutig gegen einen Windpark im Bereich des touristisch beworbenen Burgenwinkels, wie auch Kreisheimatpfleger Günter Lipp mehrfach dagegen klar Stellung bezog.

Eberns Stadtrat hatte sich bei seiner Juni-Sitzung mit 14:6 für den Antrag an den Kreistag auf Herausnahme der Bürgerwald-Gebiete aus dem Naturpark ausgesprochen, eine entsprechende Änderung des Flächennutzungsplanes und die Aufstellung eines Bebauungsplanes, der sich nur auf dieses Vorhaben bezieht, in Auftrag gegeben.

Zwischenzeitlich mehren sich die kritischen Stimmen in weiten Bevölkerungskreisen. Von den Nachbar- und Mitgliedsgemeinde der Baunach-Allianz, Kirchlauter und Rentweinsdorf, kamen im Rahmen des Anhörungsverfahren klare Signale gegen das Windräder-Quartett auf dem Tonberg.

zum Thema "Bürgerwald-Windpark"

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