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Bürgerversammlung

Rauhenebrach hat Baustellen

Die Untersteinbacher diskutierten. Der Straßen- und Radwegebau sowie die medizinische Versorgung kamen zur Sprache - und eine Sommerrodelbahn.
Zügig gehen die Bauarbeiten an der Straße zwischen Karbach und Fabrikschleichach voran. Das Thema wurde bei der Bürgerversammlung in Untersteinbach angesprochen. Unter der Straßen führen Tunnel für die Amphibienwanderung hindurch.  Foto: heki
 
Rund 30 Rauhenebracher nahmen an der Bürgerversammlung im Gasthaus Michel in Untersteinbach teil. Der Bürgermeister Matthias Bäuerlein (FW) beleuchtete die Situation der Gemeinde, ehe es um örtliche Angelegenheiten ging.

Nach seinen Angaben wurden die Spielplätze der Gemeinde, die laut einem TÜV-Gutachten in einem desaströsen Zustand waren, fast alle saniert und befinden sich jetzt wieder in einer guten Verfassung. Am Untersteinbacher Spielplatz sei das Netz erneuert und ein neuer Kletterturm für die Kinder gebaut worden. Eine Seilbahn solle noch montiert werden. Die Spielgeräte seien nicht billig.


Dorferneuerung

Die Dorfgestaltung in Fürnbach wurde abgeschlossen. In Spielhof wurde das Gemeinschaftshaus weitgehend (bis auf die Türen) fertiggestellt. Die Sanierung der Grundschule wurde abgeschlossen und ein neuer Rollrasen vor dem Schulgebäude verlegt. Bei dem am "Breiten Rain" in Untersteinbach ausgewiesenen Baugebiet wurde inzwischen mit der Erschließung begonnen und die Randsteine sind bereits gesetzt. Die Erschließung soll heuer abgeschlossen werden.


Fortschritte

Der Ausbau des Radweges von Karbach nach Fabrikschleichach mache gute Fortschritte und die Tragschicht solle noch in diesem Jahr aufgetragen werden, informierte das Gemeindeoberhaupt die Versammlung. Die Feinschicht komme erst im nächsten Jahr an die Reihe. Die sechs Tunnel für die Amphibien wurden unter der Straße eingebaut. Sie verursachen laut Bäuerlein zwar hohe Kosten in Höhe von 300 000 Euro, werden aber in voller Höhe vom Freistaat Bayern finanziert. Die Gemeinde Rauhenebrach habe das zweithöchste Amphibienaufkommen im Kreis Haßberge, so dass hier Handlungsbedarf gegeben sei, rechtfertigte Bäuerlein die Baumaßnahme.
Auch auf den geplanten Radwegbau zwischen Prölsdorf und Falsbrunn ging das Gemeindeoberhaupt ein. Die Planungen seien genehmigt und die benötigten Grundstücke erworben worden.


Letzte "weiße Flecken"

Im Rahmen des Breitbandausbaus seien fast alle Orte angeschlossen und mit dem "schnellen Internet" ausgestattet. Allerdings gebe es noch ein paar "weiße Flecken", die aber noch bereinigt werden sollen. 2018/19 sollten die fehlenden Orte Falsbrunn und Obersteinbach angeschlossen werden.

In der Diskussion machte der Hausarzt Otto Ehrler einige Ausführungen zur ärztlichen Versorgung der Bevölkerung in Rauhenebrach und in der Region. Der Landkreis Haßberge sei im Moment zwar medizinisch noch nicht unterversorgt, jedoch drohe in einigen Jahren die Gefahr der ärztlichen Unterversorgung. Das Problem sei, dass die Landärzte in Zukunft immer weniger werden. Ehrler nannte mehrere Gründe für diese Entwicklung. Er selbst sei jederzeit bereit, einen Nachfolger für Untersteinbach nachzuziehen. Es komme aber darauf an, ob sich ein junger Mediziner bereitfinde, aufs Land zu gehen und dort zu praktizieren.

Bürgermeister Matthias Bäuerlein meinte dazu, dass man den Blick "in die Zukunft richten" und miteinander in Kontakt bleiben müsse, was einen Nachfolger für Otto Ehrler angehe.
Wolfgang Schuck fragte an, was aus dem Ärztehaus in Untersteinbach geworden sei. Bäuerlein antwortete, dass es ein solches Ärztehaus in Untersteinbach definitiv nicht geben werde und das Thema sei damit aus der Diskussion.


Keine Apotheke, kein Zahnarzt

Zu der Frage, ob es wieder eine Apotheke in Untersteinbach geben werde, sagte Otto Ehrler, dass das Netz der Apotheken hier in der Region ziemlich groß sei, für viele Patienten, vor allem ältere Menschen, aber eine auswärtige Apotheke oft nicht erreichbar sei. Ehrler schlug vor, dass die Hausärzte ein gewisses Repertoire an Medikamenten mit sich führen und es im Bedarfsfall nicht nur verordnen, sondern auch direkt an die Patienten abgeben dürfen. Eine Apotheke werde nach Untersteinbach definitiv nicht mehr kommen, stellte er klar.
Edwin Stierl aus Untersteinbach gab zu bedenken, dass in Zukunft der Medikamentenkauf im Internet den direkten Handel immer mehr verdränge. Damit werde die Existenz der Apotheken auf dem Lande gefährdet.
Zum Problem "Zahnarzt in Untersteinbach" führte Matthias Bäuerlein aus, dass dieses Thema inzwischen "verwaist" sei. Die noch vor einem Jahr angedachte Lösung mit einem eigenen Zahnarzt vor Ort sei endgültig vom Tisch, bedauerte der Bürgermeister.
Holger Höfer wollte wissen, wie es möglich sei, dass es das Wasserwirtschaftsamt genehmigt habe, die Bacherlen an einem Gewässer zweiter Ordnung (die Rauhe Ebrach) für eine Voltaikanlage abholzen zu lassen. Für ihn als Vorsitzenden des Fi -schervereins stelle sich die Frage, ob "Profitgier" über Naturschutz stehe. Bürgermeister Bäuerlein erwiderte darauf, dass er die Maßnahme mit der Behörde abgestimmt habe. Das eigenmächtige Abholzen der Bacherlen sei illegal gewesen und die verbotene Maßnahme sei inzwischen geahndet und bestraft worden, sagte er.
Edwin Stierl regte an, eine Sommerrodelbahn in Rauhenebrach errichten zu lassen, um den Fremdenverkehr zu aktivieren. Zu diesem Thema führte der Bürgermeister aus, dass er für eine Sommerrodelbahn rein fiktiv drei Möglichkeiten im Blick habe: am Tannenberg bei Karbach, am Klebheimer Berg vor Untersteinbach und am Sägewerk Zipfel in Geusfeld. Er habe auch schon von einem Experten eine Planung entwerfen lassen. Man prüfe nun die Möglichkeiten, welcher Standort eventuell geeignet sei und welche Zuschüsse man dafür über das so genannte "Leuchtturm- Projekt" erhalten könne. heki
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