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Facebook-Einladung an 20.000 Gäste hat Folgen

Hohe Wellen schlägt die Einladung zu einer Geburtstagsfeier über Facebook. Die Eberner Polizei hält sich bewusst bedeckt, in der Hoffnung, dass die inzwischen stornierte Veranstaltung in der Eberner Anlage aus dem Blickwinkel der Facebook-Nutzer verschwindet. Wichtig sei es, allgemein klarzustellen: Die Party findet nicht statt.
 

Ein junger Eberner hatte über das soziale Netz "öffentlich" für Mitte August zum Feiern eingeladen, und binnen kürzester Zeit hatten mehr als 20.000 "Freunde" quer durch die Republik ihr Kommen avisiert. Ähnlich lawinenartig waren andere Veranstaltungen publik geworden, die dann tatsächlich eskaliert sind, weil sich die Nutzer im Schneeballsystem informierten. Zu den Gästen solcher Massenveranstaltungen gehören nach Auskunft der Polizei immer wieder Chaoten, die nur Ärger im Sinn haben.


"Spiel mit dem Feuer"



Deshalb haben die Beamten in Ebern interveniert und den Absender der Facebook-Einladung am Mittwoch in der Nähe seiner Schule abgeholt. Daheim wurde die Einladung sofort aus dem Netz genommen, berichtet der stellvertretende Inspektionsleiter, Siegbert Weinkauf. Der einsichtige Jugendliche habe von einem Scherz gesprochen. "Der Bursche war sich der Tragweite überhaupt nicht im Klaren," urteilt Weinkauf.

Auch mit einem Facebook-Nutzer aus dem Raum Maroldsweisach, der die abgesagte Party aufgriff, um seinerseits scherzhaft zur gleichen Zeit und an gleicher Stelle zu einem "Flashmob für das Geburtstagskind" einzuladen, werde man "Tacheles reden". Der Polizeihauptkommissar: "Auch der spielt mit dem Feuer". Wer so einen Stein ins Rollen bringt, müsse Ärger einkalkulieren.


Polizei wappnet sich



In Absprache mit dem Präsidium in Würzburg wolle man zunächst abwarten. Weinkauf: "Wir bleiben aber am Ball und beobachten das Ganze sehr kritisch." Immer wieder werde die Polizei in den nächsten Wochen "Lagebewertungen durchführen" und gegebenenfalls - auch mit überregionaler Unterstützung - Schritte ergreifen. Doch er setzt darauf, "dass sich das bis zum August totläuft."

Schon jetzt zeige sich, dass der "Flashmob" nicht mehr die Wirkung erzielt wie die erste Einladung. Die fünfstellige Zahl, die im FT am Mittwoch genannt wurde, bezog sich nicht, wie fälschlich angegeben, auf die Zusagen, sondern auf die Einladungen. Kommen wollten bis Donnerstagmittag über 2000 Personen.

zum Thema "Facebook-Party Ebern"

Kommentare

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  • community  wwowbagger Diesen Post kommentierenkommentieren

    Clevere Taktikder Eberner Polizei. Anstatt wöchentlich durchzusagen, dass das ein Scherz war und so in den kleinen leeren Hirnen der "Gäste" zu bleiben haben die das bis August eh vergessen, denn aufschreiben is heutzutage nicht mehr. Kalender gibt´s nur noch auf Facebook und Office. Und wenn da nix steht, gibt´s das nich. Respekt. PS.: Wollte eh absagen.... zwinkern

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  • community  Roth Diesen Post kommentierenkommentieren

    da wollte ich auch hin ....... aber nicht als Chaot. Soeben habe ich den Termin storniert!!

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  • community  PaterBrown Diesen Post kommentierenkommentieren

    au wehHallo Roth,

    kauf´doch dort ein Haus, dann bist Du automatisch vor Ort . . .

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  • community  DocHoliday Diesen Post kommentierenkommentieren

    Haha,wie lustig, Roth.

    Hoffentlich schaff´ ich´s noch bis zum Klo...

    (3)

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