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Bürgerversammlung

Naturnähe ist am Dörfliser Friedhof gefragt

DieUmgestaltungsarbeiten in Dörflis will die Stadt Königsberg mit Unterstützung der Bürger meistern. Auch Kirche und Spielplatz stehen auf dem Plan.
Der Friedhof hat auch große Grünflächen und soll naturnah erhalten bleiben.
 
von GÜNTHER GEILING
Dörflis"Die Dorferneuerung in Dörflis ist im Moment auf Eis gelegt, denn wir müssen jetzt Kottenbrunn unterstützen und die Maßnahme in Altershausen abschließen", bekannte Bürgermeister Claus Bittenbrünn (FWG) bei der Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus des Königsberger Stadtteils, meinte aber"wenn Bürger und Vereine mithelfen, dann können wir aber trotzdem etwas bewegen". Das gelte für den Erhalt eines naturnahen Friedhofes und die Neugestaltung des Spielplatzes.
Bei der Versammlung im Feuerwehrhaus, zu der nahezu 40 Bürger erschienenen waren, meinte Ortssprecher Gert Koch, es gehe darum, die Wünsche und Belange der Bürger aufzunehmen und zu erfahren, was die Stadt umzusetzen gedenke.
Bürgermeister Bittenbrünn, der seit 2014 im Amt ist, erinnerte daran, dass dies für ihn auch die erste Bürgerversammlung in Dörflis sei. Die Bürger freuten sich, da schon seit Jahren keine derartige Veranstaltung mehr im Stadtteil stattgefunden habe.


"Zentrale im Oberland

Bittenbrünn stellte heraus, dass mit der Bereitstellung des neuen Feuerwehrautos der Beweis erbracht wurde, dass Dörflis für das "Oberland" schon eine "Zentrale" sei mit der Löschgruppe in Köslau und der zu erwartenden Löschgruppe von Kottenbrunn.
Was man in Dörflis dringend benötige, wäre eine Arbeitshilfe für den Friedhof oder die Gemeindewege, weil der Bauhof nicht alles stemmen könne. Bereitwillige Bürger könnten sich bei ihm melden.


Pläne für Kirche und Friedhof

Die Stadt sei immer wieder mit Kirchenrenovierungen konfrontiert, wobei die Kostensumme in Holzhausen mit 700 000 Euro schon schockiert habe. Für die Renovierung in Dörflis seien insgesamt 30 000 Euro von der Stadt vorgesehen und deswegen würden 2016/17 jeweils 8000 Euro und für 2018/19 jeweils 7000 in den Haushalt eingestellt.
2017 wolle man den Friedhof in Dörflis sanieren und ihn als einen naturnahen, grünen Friedhof in Ortsrandlage erhalten. Dabei gehe es insbesondere um eine pflegeleichte Freiflächengestaltung. Der Bürgermeister legte eine erste Planung vor, die er den Bürgern vorstellte. Wege sollten nicht gepflastert, sondern gesplittet und die Hecke erneuert werden. Horst Hornung meinte, dass hier auch der Obst- und Gartenbauverein tätig werden könnte und die Stadt für das Material sorgen solle. Gert Koch sprach die Zufahrt und den Parkplatz an, der näher an den Friedhof gerückt werden sollte. Auch an Urnengräber sollte man denken. Karl Dietz fasste zusammen: "Über diesen Plan muss auf jeden Fall noch diskutiert werden". Und dies soll nach Aussagen des Bürgermeisters gemeinsam im Februar geschehen.


Neue Spielgeräte

Für die Erneuerung des Kinderspielplatzes lag dem Bürgermeister ein Antrag von Marion Hornung und anderen Eltern vor. Hier gab es Zustimmung, denn der Spielplatz stamme schon aus dem Jahre 1974 und sei in die Jahre gekommen. Bittenbrünn meinte, dass die Stadt mit Sicherheit 5000 Euro in den Haushalt einstellen könne. Wenn noch eine "Summe X" von Vereinen und Eigenleistung hinzukomme, könne man mit schönen Spielgeräten daraus etwas machen. Es sei ja ein "wunderschöner Platz in der Natur und ohne Verkehr".
Der Bürgermeister verwies auf den Waldspielplatz in Königsberg, wo man mit Hilfe des Haßbergvereins viel erreicht habe. "Nur so funktioniert es. Wenn man vor Ort dazu hilft, kann man viel bewegen." Marion Hornung ergänzte, dass sich die jungen Familien treffen wollten, um auch Vorschläge einzubringen.
In der weiteren Diskussion gab es natürlich noch die eine oder andere Anfrage. Theo Gehring fragte nach der Möglichkeit, ganz Dörflis in eine 30-km-Zone zu bringen. Hauptamtsleiter Johannes Mücke meinte, dass dies in Ortsstraßen zwar möglich sei, nicht aber auf Kreis- und Staatsstraßen. Auch nach einer abknickenden Vorfahrt wurde gefragt, da viele nach Köslau in eine falsche Richtung führen. Obwohl nun Breitband ausgebaut werde, sei man im Mobilfunk immer noch ein weißer Fleck, war ein anderer Kritikpunkt. Auch hier konnte letztlich keine positive Antwort gegeben werden.


Probleme mit dem Haushalt

Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit sei er natürlich mit der Konsolidierung des Haushaltes konfrontiert gewesen, erzählte Bittenbrünn. "Alle Zahlen, alle freiwilligen Leistungen und Ausgaben, die sich eingeschlichen hatten, mussten wir auf den Prüfstand stellen. Dies war notwendig, um wieder auf die Füße zu kommen. Der Rathauschef verwies auch auf die Unterstützung des Staates auf, der zuvor schon Stabilisierungshilfe von rund 1,1 Millionen Euro leistete. In dieser Woche habe man noch einmal eine Stabilisierungshilfe von 250 000 Euro bekommen, von der man 70 000 Euro in die Abzahlung von Krediten stecke, aber auch schon 180 000 Euro in Investitionen geben dürfe. Damit zeige die Regierung, dass sie Vertrauen in den Sparwillen der Stadt hat und wieder mehr in Kanäle oder kaputte Straßen investiert werden dürfe.
Dies, so Bittenbrünn, habe sich natürlich auf den Abbau der Verschuldung ausgewirkt, die von über vier Millionen Euro im Jahr 2013 auf 2, 2 Millionen Euro (618 Euro pro Bürger) zurückgeführt werden konnte. "Wir liegen jetzt schon im Landesdurchschnitt", sagte Bittenbrünn und: "Wir sind auf einem guten Weg." Zudem habe sich das Gewerbesteueraufkommen in den vergangenen zwei bis drei Jahren deutlich verbessert.


Dank an Geldgeber

Auf diesem Weg sei eine Lösung für das Hallenbad in Königsberg ein großes Ziel gewesen, da es sehr defizitär gewesen sei. "Da hatten wir großes Glück, dass wir mit Otto Kirchner einen Mann gefunden haben, der es komplett übernommen und fast 800 000 Euro hineingesteckt hat." Ansonsten wäre das Bad zu einer Bauruine geworden, die gar nicht in die Stadtachse gepasst hätte.
Im Jahr 2016 habe man mit dem Kanal in Junkersdorf angefangen. Auch sei man in die Planung der Dorferneuerung in Kottenbrunn eingestiegen, die 2017 verwirklicht werden soll. In Königsberg habe man das Rathaus umgebaut. Der Breitbandausbau in den Stadtteilen solle bis Ende März abgeschlossen sei. Hier habe man dann 690 000 Euro investiert und dafür 535 000 Euro Förderung erhalten. "Dies ist für uns ganz wichtig", befand Bittenbrünn.


Bevölkerungszuwachs

In Königsberg wolle man das neue Baugebiet "obere Mühle" erschließen für 21 Bauplätze. Davon seien schon 6 verkauft und für weitere fünf gebe es eine Reservierung. Auch bei den Einwohnerzahlen gebe es eine positive Entwicklung und gerade auch in Dörflis wieder Zuwachs.
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