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Konzert

Mozart und das "Wunderkind"

Der junge Geiger Johannes Rosenberg glänzte beim Auftritt des Kammerorchesters Klausenburg in Memmelsdorf.
Johannes Rosenberg begeisterte mit seinem virtuosen Violinenspiel Zuhörer und Orchesterkollegen gleichermaßen. Fotos Klemens Albert
 
Einen "wundervollen Abend" hatte Iris Wild, die Vorsitzende des Träger- und Fördervereins Synagoge Memmelsdorf (Ufr.) den zahlreichen Gästen versprochen, und der wurde es auch auf eindrucksvolle Weise. Das Kammerorchester Klausenburg (Rumänien), die "Capella Claudiopolis", spielte in der Synagoge Memmelsdorf, geleitet von Peter Rosenberg. Zur Aufführung brachten die Musiker Joseph Haydns Symphonien Nr. 35 B-Dur und Nr. 44 e-moll, auch als "Trauersymphonie" bezeichnet, dazu das Violinenkonzert Nr. 3 G-Dur KV 216 von Wolfgang Amadeus Mozart.

Das Kammerorchester setzte sich zusammen aus zwölf Streichern und vier Bläsern, die sonst in der Klausenburger Nationaloper, der Philharmonie oder dem Konservatorium spielen. 2015 gegründet, wird das Orchester von dem in Bamberg lebenden Peter Rosenberg geleitet, der gelegentlich zu Proben nach Rumänien fliegt. Und doch bestach das Ensemble durch seine Homogenität und spielte wie aus einem Guss.


Erstmals im Ausland

Nach mehreren Konzerten in Rumänien weilte es erstmals im Ausland, und dann gleich in der Synagoge in Memmelsdorf. Peter Rosenberg wollte damit wohl seine Verbundenheit zu diesem von ihm so sehr geschätzten jüdischen Kulturgut demonstrieren.

Einen Glanzpunkt setzte der 17-jährige Sohn von Peter Rosenberg, Johannes, mit seinem virtuosen Geigenspiel. Er spielte in dem Violinenkonzert Mozarts die Solo-Violine so überzeugend gut, dass ihm selbst die anderen Orchesterkollegen Beifall spendeten. Der Zuhörer wurde auch zum Zuschauer und konnte den Eindruck gewinnen, dass dieser vielversprechende junge Künstler sein Instrument nicht benutzt, sondern mit seiner Violine eine innige Verbindung und Einheit bildet, als wären beide mit einander verwachsen.

Johannes Rosenberg selbst bestätigte dies in einem privaten Gespräch: "Ja, ich bin verwachsen damit, die Violine ist ein Teil von mir." Da kam manchem Zuhörer die Assoziation zu dem, aus dessen Komposition er spielte, der Begriff "Wunderkind". Und trotzdem ein sympathischer netter Junge, ohne Starallüren.


"Ein wunderbares Geschenk"

"Ein Kunstgenuss, wie man ihn selten erleben kann. Ich bin begeistert! Schön, dass es möglich ist, dass so hervorragende und talentierte junge Musiker aus Rumänien hier spielen.", so eine treue Besucherin der Memmelsdorfer Synagogenkonzerte.

"Ich bin in die Musik hineingenommen, von ihr unmittelbar berührt worden" schwärmte eine andere Besucherin. Dazu hatte offensichtlich die unmittelbare räumliche Nähe zu den Instrumentalisten mit beigetragen. Iris Wild meinte am Ende, dass dies ein besonderer Tag für Synagoge und Trägerverein sei, denn noch nie so spät im Jahresablauf sei hier ein Konzert gewesen, und noch nie habe eine so große Zahl von Musikern, nämlich 17, gemeinsam hier gespielt. "Es war wunderbar, ein wunderbares Geschenk, wir wurden in die Weite der Gefühle geführt" schwärmte sie. Schon die Organisation des Konzerts sei ein eindrucksvolles Gemeinschaftsprojekt gewesen, denn die Musiker aus Rumänien hätten für ihren Aufenthalt im Raum Bamberg in Privatfamilien gastfreundliche Aufnahme gefunden.
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