Gemeinderat

Laternen sollen Einbrecher abschrecken

Die Straßenbeleuchtung in der Nähe der Stettfelder Kläranlage soll verbessert werden.
Einstimmig beschloss der Stettfelder Gemeinderat, in der Straße Am Toracker in Richtung der Kläranlage zwei Straßenlampen aufstellen zu lassen, um dort für bessere Beleuchtung zu sorgen. Foto: Christian Ziegler
 
von CHRISTIAN ZIEGLER
Einbrecher haben in Stettfeld schon wiederholt für Aufsehen gesorgt. Jetzt will der Gemeinderat Vorkehrungen treffen, um den unbekannten Tätern ihr nächtliches Treiben zu erschweren: Er will in einem besonders sensiblen Bereich, in der Straße Am Toracker, nahe der Kläranlage, zwei Straßenlaternen aufstellen lassen. Einstimmig wurde beschlossen, dort zwei Straßenlampen im Wert von rund 9065 Euro zu errichten. "Vielleicht schreckt etwas mehr Licht Einbrecher ab, mit denen wir es dort ja schon mehrfach zu tun hatten", hoffte Walfried Spath.
Die Kanalsanierung, die Waldbewirtschaftung und die Sicherheit im Kindergarten waren weitere wichtige Punkte der ersten Stettfelder Gemeinderatssitzung nach der Sommerpause.

Forstrat Klaus Schulz informierte die Räte über den Forstbewirtschaftungsplan für 2017. Für das kommende Jahr ist ein Einschlag von 2100 Festmetern geplant. Dies liegt 600 Festmeter unter dem möglichen Hiebsatz. Johann Müller wollte deshalb wissen, ob dies sinnvoll wäre, da in diesem Jahr nur ein Nothieb durchgeführt worden sei. "Der Hiebsatz ist über einen längeren Zeitraum angelegt und kann im Lauf der nächsten Jahre nachgeholt werden", erklärte Schulz. Zudem sei es zweckmäßig, sich einen Puffer für unvorhergesehene Ereignisse wie Windbruch oder Borkenkäferbefall zurückzuhalten.


In sehr gutem Zustand

"Der Wald ist in sehr gutem Zustand", lobte Schulz, obwohl das Frühjahr etwas zu nass und die starke Trockenheit im Sommer ebenfalls nicht dienlich gewesen sei. "Gerade die letzten vier Wochen waren Dauerstress für den Wald", betonte er. "Bei fünf Fichten haben wir Käferbefall festgestellt", diese wurden bereits markiert und werden demnächst gefällt. "Es besteht keine Gefahr der Ausbreitung", beruhigte er die Räte.

Einiges an Diskussionsbedarf gab es beim Bauantrag des Stettfelder Kindergartens. Es ging um eine Nutzungsänderung des Obergeschosses für die Betreuung von Vorschul- und Schulkindern und eine entsprechende Fluchttreppe. Die Notwendigkeit der Maßnahme stand zwar zu keiner Zeit infrage, allerdings war man sich nicht ganz schlüssig wie weit der Antrag gehen sollte. Neben der Fluchttreppe, soll nämlich auch der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht und das Dach saniert werden. Letzteres war im Bauantrag allerdings nicht vorhanden. Im Antrag war nur von einer erforderlichen Bausumme von 20 000 Euro die Rede. Die Kostenschätzung für die gesamte Maßnahme beträgt nun allerdings 310 000 Euro.

Gerade im Hinblick auf eine mögliche Förderung könnte dies aber zum Problem werden. "Wir können die Anträge nicht in Salamitaktik einreichen", verdeutlichte Bürgermeister Alfons Hartlieb (CSU) die Problematik. Der Gemeinderat würde ohnehin die Gesamtlösung inklusive der Dachsanierung bevorzugen.


Bauantrag bis Oktober zurückgestellt

Der Bauantrag wurde somit bis zur Oktobersitzung zurückgestellt und dem Kindergarten aufgetragen, die gesamte Maßnahme in den Antrag einzubringen. Gleichzeitig wurde einstimmig beschlossen, der Gesamtmaßnahme zuzustimmen. "Dann hat der Kindergarten eine Entscheidung und seine Sicherheit", waren sich die Räte einig.

Im Zusammenhang mit dem Bauantrag kam auch die Vereinbarung der Gemeinde mit der Diözese über die Rückabwicklung des Kindergartens zur Sprache. Nach derzeitigem Stand würden Gebäude und Grundstück bei einer Auflösung des Johannes-Zweigvereins an die Diözese fallen. Allerdings ist die Vereinbarung mit den kirchlichen Gremien nun fast in trockenen Tüchern. "Es gibt noch letzte Kleinigkeiten an den Formulierungen zu ändern und dann wird es unterschrieben", berichtete Hartlieb dem Ratsgremium.

Einstimmig stimmte der Rat einer sogenannten Ortsdurchfahrtsvereinbarung für die Hauptstraße zu. Hierin wurde unter anderem festgelegt, wie sich die Baukosten an Straße und Gehsteig, die durch die Sanierung des Kanals entstehen, verteilen. Die Gemeinde trägt die Kosten für die Gehwege, die Kosten für Straßenbau, Querungshilfe und Bushaltespuren werden vom Staatlichen Bauamt übernommen.


Stettfelder Rat stimmte Bebauungsplan zu

Mit neun zu zwei Stimmen stimmte der Stettfelder Rat dem Bebauungsplan der Gemeinde Ebelsbach für die Erweiterung des Gewerbegebiets "Lohwiese" zu. Nicole Meyer gab zu bedenken, dass bereits zahlreiche Industrieruinen inform von nicht mehr genutzten Supermärkten in Ebelsbach existieren. "Da wird immer mehr Boden versiegelt", kritisierte sie.

Jürgen Amend wollte wissen, wann mit den Kanalarbeiten im Dorf begonnen wird. "Der Kanal am Toracker wird noch in diesem Jahr verlegt, die Arbeiten in der Hauptstraße beginnen dann nächstes Jahr im Frühjahr", erklärte Bürgermeister Hartlieb.


Fahrradweg nach Ebelsbach

Adrian Pflaum bemängelte den Zustand des Fahrradwegs von Stettfeld Richtung Ebelsbach. "Wenn jemand mit einem Rad mit schmalen Reifen fährt, ist das lebensgefährlich", betonte er. Alfons Hartlieb gab daraufhin zu bedenken, dass es bereits vor Jahren ein Förderangebot von 55 Prozent gegeben habe. "Da hat Ebelsbach aber abgelehnt, mitzumachen." Prinzipiell habe er aber kein Problem damit, den Weg innerhalb der Stettfelder Flur auszubauen. "Da können sich alle Fraktionen zusammensetzen und einen Antrag stellen."


Zum Holzrechtstreit

Hartlieb gab eine kurze Information zur Niederschrift des Erörterungstermins am Verwaltungsgericht in Würzburg bezüglich eines Streits darüber, wer in Stettfeld Holzrechte hat. Bis zum 28. Oktober haben seinen Angaben zufolge nun die beteiligten Parteien die Möglichkeit Schriftsätze einzureichen und den möglichen Streitwert mitzuteilen. "Wie die Sache dann weitergeht, werden wir sehen."

Jürgen Amend zitierte aus einer Zusammenfassung zum Erörterungstermin und hinterfragte bei Nicole Meyer, ob es dort tatsächlich geheißen habe, ein möglicher Prozess wäre eine "Geldvernichtung" durch die Gemeinde. Sie habe sich zwar Notizen gemacht, aber "daran kann ich mich nicht erinnern", antwortete die Dritte Bürgermeisterin, die als Staatsbeauftragte an dem Termin teilgenommen hatte.
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