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Region  // Haßberge

Konzert

Kantorei Haßberge begeistert mit "Stabat Mater"

Ein imposantes Werk brachte die Kantorei Haßberge mit dem Symphonischen Orchester Würzburg, der Ethno-Sopranistin Arzu Gök und der Organistin Regine Geisler aus Ebern unter der Leitung des Dekanatskantors Matthias Göttemann in der vollbesetzten Stadtpfarrkirche in Haßfurt zu Gehör.
Die Kantorei begeisterte in Haßfurt
 
Für ihre Darbietung des "Stabat Mater" von Karl Jenkins wurden sie mit stehenden Ovationen und minutenlangem Applaus bedacht. Der evangelische Dekan Jürgen Blechschmidt dankte dem katholischen Pfarrer Stephan Eschenbacher und der Pfarrei St. Kilian, dass die Kantorei in der Pfarrkirche singen und musizieren durfte.
Das Werk "Stabat Mater", erklärte er, behandle die Trauer um einen geliebten verstorbenen Menschen, und das Urbild einer trauernden Mutter sei Maria. Sie habe nach dem Tod ihres Sohnes Jesus gelitten, so wie auch heute noch viele Mütter um ihre Kinder trauerten.


Mittelalterlicher Text



Karl Jenkins habe daher in den mittelalterlichen Text um die Trauer Mariens weitere Texte eingefügt. Trauer sei endlos, zeitlos, international, so Jürgen Blechschmidt. Mütter im Sudan oder in Syrien trauerten ebenso wie deutsche Mütter oder die Mütter in Europa im zweiten Weltkrieg. Daher würden die Texte auch in verschiedenen Sprachen gesungen, die sich zum Teil in einem Klangbild vereinten. "Aber auch der Trost kommt für die, die an Christus glauben, zum Ausdruck und der letzte Teil eröffnet den Blick auf die ewige Herrlichkeit", sagte der Dekan.

Doch bevor das "Stabat Mater" erklang, sangen der Chor und die Solistin das allseits bekannte "Adiemus" von Karl Jenkins, das ebenfalls einen Zusammenklang verschiedener Kulturen darstellt und mit großer Intensität dargeboten wurde. Wobei der durch Mikrofone verstärkte Gesang des Chores und der Solistin im Chorraum mit dem ebenfalls vorne platzierten Orchester und der Orgel im Hintergrund den Raum der Kirche wunderbar erfüllte.


Zwölf Gesänge



Das "Stabat Mater" mit seinen zwölf Gesängen schließlich setzten die Mitwirkenden auf beeindruckende Weise um. Der Chorgesang wirkte wie aus einem Guss und Arzu Göks in allen Höhen und Tiefen voll und warm klingende Stimme schwebte durch den Kirchenraum und rührte die Zuhörer zutiefst an. Vor allem bei den arabischen und aramäischen Soli wirkte ihr Gesang beseelt und ausdrucksstark.

Das sehr versierte Orchester und Regine Geisler umwoben die Sängerinnen und Sänger wirkungsvoll. So tief ergriffen waren die Besucher von der Aussage der Komposition, ihren Klängen, ihrer musikalischen Umsetzung und den Leistungen aller Mitwirkenden, dass sie nach dem Konzert von ihren Sitzen aufstanden und lange Beifall spendeten.


Zuhörer überwältigt


Ulrike Brech zeigte sich anschließend "überwältigt", und ihr Mann Peter meinte: "Das war Gottesdienst der feinsten Art." Karl Jenkins habe das schwierige Thema mit sehr viel Gefühl und schöner Musik umgesetzt, sagte er. Auch Anja Ruff aus Haßfurt lobte: "Es war wunderbar. Das ‚Stabat Mater‘ ist hervorragend, die Solistin war die richtige Wahl und der Chor sang sehr präzise. Ich freue mich besonders, dass wieder einige junge Stimmen dazugekommen sind."

Klaus Dindorf aus Obertheres hatte den Besuch ebenfalls nicht bereut. "Ich war überrascht von der schönen Musik", gab er an. "Die Sängerin Arzu Gök war klasse und der Chor hat gut auf den Dirigenten reagiert." Das Urteil von Mike Singer aus Haßfurt, der die Solistin als überragend bezeichnete, fiel positiv aus: "Es war fantastisch. So eine Musik höre ich nicht sehr oft. Aber bei diesem Stück blieb einem schier der Atem weg", sagte er.

Zur Freude der Zuhörer ließen die Mitwirkenden als Zugabe noch einmal den letzten Teil erklingen, der in großer Dramatik von der Hoffnung, des "Himmels Seligkeit" zu erben, spricht und mit dem "Amen. Halleluja" freudig endet.


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