Grossveranstaltung

Haßfurt verstärkt die Sicherheit beim Straßenfest

Das 39. Straßenfest, das am 30. September und 1. Oktober in Haßfurt stattfindet, bietet noch mehr Attraktionen als bisher und erfordert mehr Sicherheit.
Stephan Schneider (rechts) und Hachem Farmand präsentieren das Plakat für das 39. Straßenfest in Haßfurt.  Foto: Klaus Schmitt
 
Drei Wünsche hat Stephan Schneider für das bevorstehende Straßenfest in Haßfurt: Es soll ein fröhliches Fest werden, eine friedliche Stimmung soll herrschen, und schönes Wetter wäre von Vorteil.

Ob das alles eintrifft? Die Voraussetzungen dafür sind jedenfalls geschaffen, wie Stephan Schneider und Hachem Farmand, der Erste und der Zweite Vorsitzende des Fördervereins Straßenfest Haßfurt, am Dienstag bei der Vorstellung für das Programm des 39. Straßenfests erläuterten. Das zweitägige Fest findet am Freitag und Samstag, 30. September und 1. Oktober, mitten in der Kreisstadt statt. Und es wird wohl noch ein bisschen größer als die bisherigen Straßenfeste. "Zwischen den Türmen wird der gesamte Bereich belebt", kündigte Farmand an. Früher habe es in der Haßfurter Altstadt bisweilen einige Lücken gegeben, bei der neuerlichen Auflage jedoch nicht mehr.

Nach den islamistisch motivierten Terroranschlägen, die in den vergangenen Wochen auch Franken erreicht haben, haben sich die Veranstalter vom Förderverein Gedanken über die Sicherheit machen müssen. "Wir müssen reagieren", schilderte Stephan Schneider.

Nach Absprache mit der Polizei wird der private Sicherheitsdienst, der früher erst am Abend ab 19 Uhr tätig war, jetzt schon tagsüber eingesetzt. Die Gäste werden wie bei anderen Festen auch gebeten, keine Rucksäcke oder Taschen mitzubringen. Auf jeden Fall müssen sie damit rechnen, dass Rucksäcke und Taschen kontrolliert werden. Im Gegensatz zu den beiden Weinfesten in Sand und Zeil sowie zum Altstadtfest in Ebern ist es beim Straßenfest aber gar nicht so einfach, die Gäste zu bewegen, auf Taschen zu verzichten. Schließlich gibt es auch die Möglichkeit, etwas zu kaufen, und das muss transportiert werden. Und: Die Veranstalter werden die Zufahrten zum Straßenfest-Gelände so blockieren, dass kein potenzieller Attentäter mit einem Fahrzeug in die Menschenmenge rasen könnte. Das hat auch schon die Stadt Zeil bei ihrem Weinfest getan. Sie hat die beiden Zugänge mit quergestellten Feuerwehrautos gesichert.

Das Programm des 39. Straßenfestes enthält viel Bewährtes und auch Neues. Es ist auf jeden Fall die bekannte Mischung aus Musik, Unterhaltung, Darbietungen, Ausstellungen, Informationen von Firmen, Wettbewerben und Mitmach-Aktionen sowie Attraktionen vor allem für die Kinder. Der Startschuss fällt am Freitag, 30. September, um 14 Uhr. Dabei sind die Böllerschützen. An dieser Tradition "halten wir fest", erklärte Stephan Schneider mit Blick auf vereinzelte Kritik. Es war moniert worden, dass die Böller viel zu laut seien und vor allem die Kinder erschreckten.

Einen Schwerpunkt setzen die Haßfurter heuer auf die Volksmusik. Tagsüber am Samstag gehört die Hauptbühne auf dem Marktplatz den Musikern dieser Ausrichtung. Acht Gruppen treten auf. Moderiert wird das Programm vom Bayerischen Rundfunk. Die Radiomacher schneiden die Beiträge mit und wollen sie später in ihrem Digitalradio-Programm "Heimat" senden.

Örtliche Kulturschaffende stellen ihre Arbeit vor. Zum Beispiel Renate Ortloff, die Kulturbeauftragte des Landkreises, unter deren Regie jüngst eine Tracht für den Landkreis entstanden ist. Und Barbara Goschenhofer, die maßgeblich beim Kulturprogramm im Rügheimer Schüttbau mitwirkt.

Als einen "Beitrag zur Integration" möchte Hachem Farmand den Auftritt der Gruppe "Rojava" verstanden wissen. Das sind Flüchtlinge aus Syrien, die Musik aus ihrem Heimatland spielen (Freitag ab 15 Uhr).

Stephan Schneider und Hachem Farmand rechnen mit rund 5000 bis 10 000 Besuchern pro Tag. Die Zahl hängt natürlich stark vom Wetter ab. Auf jeden Fall stehen über 100 Versorgungs- und Verpflegungsstände bereit, damit niemand in Haßfurt Hunger oder Durst leidet.
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