Brauchbarkeitsprüfung

Gespanne absolvieren alle Aufgaben

Hunde und Halter präsentieren sich in Haßfurt fit für die Jagd auf das Wild
Große Freude herrschte bei den Waidmännern und Jägerinnen über den Erfolg ihrer Jagdhunde bei der Brauchbarkeitsprüfung.  Foto: Günther Geiling
 
von GÜNTHER GEILING
Der wichtigste Gehilfe des Jägers ist sein Hund. Aus diesem Grunde gehört die Ausbildung der Jagdhunde zu den vornehmsten Aufgaben der Jägervereinigung. Die Kreisgruppe Haßfurt im Bayerischen Jagdverband (BJV) bietet ihren Mitgliedern seit Jahrzehnten solche Kurse an, in denen Jäger mit ihren Hunden für die vielfältigen Aufgaben vorbereitet werden.
Mit "tiefer Nase" gingen jetzt im Kurs 15 vierbeinige Helfer an ihre Aufgaben und absolvierten damit praktisch ihre Gesellenprüfung. Die Hunde sind damit vor dem Gesetz als "brauchbar" eingestuft. Die Vorschriften besagen nämlich, dass zur Such-, Drück-, Riegel- und Treibjagd sowie auch zur Wasserjagd "brauchbare Hunde in genügender Anzahl mitgeführt und zur Nachsuche verwendet werden müssen".
Ebenso muss krankes Wild zeitnah und fachgemäß gesucht werden und gleiches gilt auch für das Wild, das durch einen Verkehrsunfall verletzt wurde.
Die Jäger bereiteten sich und ihre Hunde, betreut von den Ausbilderinnen Rosel Hölzner und Ursula Kilgenstein, in Übungstagen auf diese Prüfung vor. Dazu müssen die Hunde mehr als ein Jahr alt sein. Erst ab diesem Alter erscheinen die Hunde, wie es heißt, in allen Lagen "fit auf der Spur".
Erste Grundlage der Prüfung war das Apportieren von Haarnutzwild und Federwild mit der sogenannten "Haarwildschleppe", wobei der "Prüfling" seinem Führer ein Kaninchen von der Wiese bringen musste. Als besondere Aufgabe gilt die "Schweißarbeit", wobei der Hund über mehrere Hundert Meter einer Fährte zu einem Reh folgen muss. Entscheidend ist dabei, wie der Hund die Schweißfährte hält und ob er ruhig, konzentriert und zügig zum Ziel kommt.
Die Wasserarbeit ist eine Herausforderung an den Hund, wenn beispielsweise eine erlegte Ente aus dem Wasser geborgen werden muss. Eine weitere Schwierigkeit wird dadurch gegeben, dass noch ein Schrotschuss Richtung Wasser abgegeben wird. Hier sollte der Hund unbeeindruckt von dem Schuss seinen Weg weiter zur Ente gehen und sie zurückbringen. Wenn dies so erfolgt, hat der Jagdhund auch seine Schussfestigkeit unter Beweis gestellt.
Die Richterobmänner Hermann Langguth (Mitrichter Andrea Lößlein und Ursula Kilgenstein) sowie Alfred Schöpplein (Mitrichter Walter Arnold und Evamaria Klar) waren mit ihren Prüflingen sehr zufrieden.
Folgende Jäger und Hunde legten die "Brauchbarkeitsprüfung" für ihre Jagdhunde mit Erfolg unter der Prüfungsleitung von Rosel Hölzner ab: Hermann Langguth, Wülflingen (Pretty Hunters Bendix, Springer Spaniel), Wolfgang Nieschlag, Steinsfeld (Titan von Nonnenhaus, Deutsch Kurzhaar), Peter Wälde, Würzburg (Felix vom Versbacher Wäldle, Flat Coated Retriever), Andreas Seufert, Dampfach (Lai v. Aldenhövel, Epagneul Bretone), Uwe Montag, Wonfurt (Hanka von der Eisenburg, Kleiner Münsterländer), Dieter Lewetz, Hofheim (Miladi Becassiers, Braque Francais), Roland Eirich, Donnersdorf (Reika Silesia, Deutsch Kurzhaar), Uwe Hofmann, Untersteinbach (Ferras von Plehmbach, Deutsch Jagdterrier), Karl-Heinz Kempf, Kirchlauter (Fanny v. Zusambogen, Kleiner Münsterländer), Anke Kirchner, Bamberg (Fanny von Roßbach, Drahthaar Fox), Roland Wiltschka, Rentweinsdorf (Cara v. d. Weidach, Kleiner Münsterländer), und Jochen Strumpf, Dingolshausen (Jelka von Scherenberg, Deutsch Jagdterrier).
Außer Konkurrenz wurden die Hunde folgender Führer mit vollem Erfolg ausgebildet: Katharina Fuchs, Alitzheim (Calino, Rhodesian Ridgeback), Tobias Stöhr und Lisa Vogt, Prappach (Django, Patterdale Terrier), und Egon Frank, Theres (Tessa, Labradoodle). gg
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