Region // Haßberge
Erst Mausklick, dann Klickpedal
Das wachsende Radwegenetz im Landkreis Haßberge verspricht Radlspaß pur - und dies nicht nur auf der Hauptroute im Maintal, sondern gerade auch im "Hinterland"; man muss es nur finden. Hilfe bei der Routenplanung bietet das Online-Portal der Tiefbauverwaltung unter: www.hassberge.de
Das Haßberge-Portal wurde jetzt überarbeitet und mit einer Vielzahl an neuen Service-Funktionen ausgestattet, teilt das Landratsamt mit. "Mit nur wenigen Mausklicks kann der Nutzer am Computer seine ganz individuelle Lieblings-Tour aus dem insge-samt 725 Kilometer langen Radwegenetz zusammenstellen", sagt die Behördensprecherin Monika Göhr. Vergleichbare Angebote gibt es über den Routenplaner auch für Wanderer.
Noch mehr Spaß
"Jetzt macht Radeln im Landkreis noch mehr Spaß", ist sich Alfons Schanz, der Leiter der Tiefbauverwaltung, sicher. Das komplette Radwegenetz kann vorab interaktiv "befahren" und entdeckt werden. Über eine Übersichtskarte kann sich der Nutzer quer durch den Landkreis Haßberge klicken. Eine Menüleiste informiert über Fernradwege, regionale Zielverbindungen und thematische Rundrouten und gibt einen Überblick über die Standorte der E-Bike-Stationen sowie über die wichtigsten Sehenswürdigkeiten am Wegesrand.
Wo einkehren?
Zu den Routenvorschlägen werden jede Menge Detailinformationen geliefert, so etwa die Länge der Route, das Höhenprofil und Einkehrmöglichkeiten. "So findet man auf alle Fälle die richtige Tour, ganz gleich, ob man mit dem Rennrad oder mit dem Tourenrad, mit Kindern oder mit der Oma unterwegs ist", sagt Schanz.
Besonders wertvoll für den nicht ortskundigen Radler, der womöglich nur die brettebenen Wege im Maintal kennt, ist das Höhenprofil: Ohne sich abstrampeln zu müssen, erkennt der Radfahrer am Bildschirm sogleich, ob die Strecke den persönlichen Anforderungen entspricht. "Der eine mag es lieber eben, der andere setzt auf Steigungen", weiß Schanz, selbst begeisterter Radfahrer.
Der Berg ruft?
So hat jeder die Möglichkeit seine Rad-tour auf die eigenen Ansprüche abzustellen, je nach Kondition, Fahrtechnik und Erlebniswert. "Ein Genussradler nimmt lieber ein paar Kilometer mehr in Kauf und verzichtet darauf, einen anstrengenden Berg zu überwinden."
Um die konditionellen Möglichkeiten nicht zu überfordern, sollten die Höhenmeter sowie die Gesamtstrecke mit Augenmaß gewählt werden, rät der Leiter der Tiefbauverwaltung. Das funktioniert laut Schanz mit der interaktiven Radwegekarte "ganz leicht". Die vom System vorgeschlagene Tour kann mittels eines virtuellen Greifers beliebig verändert werden. "Wer den neuen Service konsequent nutzt, wird keine ungeliebten Überraschungen mehr erleben. Das beugt Enttäuschungen über eine zu anstrengende Tour vor", erklärt Schanz.
In der Hosentasche
Eine Einschränkung gibt es freilich: Die interaktive Radwanderkarte liefert kein Echtzeit-Bild der Strecken. Mögliche Unterbrechungen, etwa durch Baustellen, bildet sie nicht ab, so dass im Zweifel die Erkundigung vor Ort die Planung am Bildschirm komplettieren sollte.
Steht die Route, dann hat der Radler die Möglichkeit, sich die Daten auszudrucken, um sie bequem in der Hosentasche mitzunehmen. Jede Tour kann aber auch als KML- oder GPX-Datei für GPS-Geräte oder ein Smartphone heruntergeladen werden. Dann steht dem Radvergnügen nichts mehr im Weg.







(








