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Region  // Haßberge

Sensation

Einmalige Essigrosen-Dickfühlerweichwanze in Ebern entdeckt

Bayern hat eine neue "Zuagroaste", die Essigrosen-Dickfühlerweichwanze. Sie lebt auf dem ehemaligen Bundeswehr-Übungsplatz in Ebern (Kreis Haßberge) und ist einmalig in ganz Deutschland.
So sieht er aus, der neue Medien-Star: die Essigrosen-Dickfühlerweichwanze. Hier die Aufnahme eines adulten Weibchens. Foto: Justus Vogt, Ebern
 
von DPA
Entdeckt wurde die Wanze am Samstag von Experten und Naturinteressierten, die auf dem Gelände in Ebern unterwegs waren, um gemeinsam nach Tier- und Pflanzenarten zu suchen.

Das Magazin "Geo" hatte in ganz Deutschland zu einer Inventur im Grünen aufgerufen. Im unterfränkischen Ebern fand die Hauptveranstaltung mit 80 Fachleuten und 200 Besuchern statt. Auf den 2,5 Quadratkilometern des Übungsplatzes fanden sie Teilnehmer rund 1500 verschiedene Arten. "Für so ein kleines Gebiet ist das wirklich toll", freute sich der stellvertretende "Geo"-Chefredakteur, Jens Schröder. Neben der Dickfühlerweichwanze wurden auch andere Arten wiederentdeckt, die in Bayern längst als verschwunden galten, zum Beispiel die Silberperlenwanze oder die Heidenlerche.

Schröder war begeistert über das Ergebnis: "Auch wenn Laien vielleicht nicht sofort nachempfinden können, warum der Fund einer neuen Wanzenart so toll ist, zeigt der Tag uns allen doch, dass der Truppenübungsplatz ein ganz besonderes Gebiet ist, das wir schützen müssen."

Der "Tag der Artenvielfalt" fand am Samstag zum 16. Mal statt. Nach Angaben von "Geo" handelt es sich um die größte Feldforschungsaktion Europas, bei der in den Vorjahren regelmäßig verschollen geglaubte Arten wiederentdeckt worden seien. Partner in Ebern waren das Institut für Biodiversitätsinformation und der Bund Naturschutz in Bayern. dpa


Am Rande: Ehemalige Truppenübungplätze bieten Gesprächsstoff

Auf der Mauer, auf der Lauer! Wir geben es zu: Bis gestern hatten wir keine Ahnung, dass es sie überhaupt gibt - die Essigrosen-Dickfühlerweichwanze. Dass sie nun zu den Bewohnern des ehemaligen Truppenübungsplatzes in Ebern gezählt werden darf, freut uns deshalb umso mehr. Denn die Wanze eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten zum Einstieg in die Smalltalk-Konversation auf Geburtstagspartys und an Grillabenden. Man wird also künftig mit den Mitgästen an Bartischen zusammenstehen und mit wichtiger Miene verkünden: "Unsere ehemaligen Truppenübungsplätze haben es aber in sich!"

Wenn dann das Gegenüber verwundert die Stirn runzelt, raunen Sie einfach: "Essigrosen-Dickfühlerweichwanze." Und schon ist das Gespräch im Gange. Denn Wanzen auf Truppenübungsplätzen sind ein weites Feld. So gilt es zu erörtern, ob das possierliche Tierchen tatsächlich auf Mauern auf der Lauer liegt oder zum Abhören von Gesprächen genutzt werden kann. Lustig wird's, wenn ausländische Gäste anwesend sind. Die dürfen sich dann im Nachsprechen neuer Wanzenarten versuchen. Falk Zimmermann


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