Ebern
Stern der Gastlichkeit

Eberner "Stadl" mit besonderem Gütesiegel ausgezeichnet

Dem Landhotel "Alte Kaserne" in Ebern wurde als zweitem Lokal in Ober- und Unterfranken der "Stern der Gastlichkeit" verliehen.
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Den "Stern der Gastlichkeit" übergab Gerhard Semmler an die Geschäftsführerinnen Katrin Heber und Steffi Buss (im Bild von rechts). Fotos: Ralf Kestel
Den "Stern der Gastlichkeit" übergab Gerhard Semmler an die Geschäftsführerinnen Katrin Heber und Steffi Buss (im Bild von rechts). Fotos: Ralf Kestel
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In der Gastronomie im Stadtgebiet tut sich trotz mancher Unkenrufe etwas. Neue Biergärten öffnen, neue Auszeichnungen offenbaren Qualität. Während mit Blick auf die Anziehungskraft des Deutschen Burgenwinkels immer wieder das Gaststätten-Sterben beklagt wird, greifen einige Gastronomen der Region wie die deutsche Fußballnationalmannschaft nach den Sternen. Wurden die Frankenstuben jüngst von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) im Namen des Hotel- und Gaststättenverbandes als Drei-Sterne-Haus ausgezeichnet, erhielt das Landhotel "Alte Kaserne" am Mittwoch den "Stern der Gastlichkeit", eine Auszeichnung, die nördlich von Nürnberg bisher nur dem Landhotel "Vierjahreszeiten" in Bad Königshofen zuteil wurde. Mit diesem Gütesiegel dürfen sich aktuell nur 40 Gaststätten in Bayern schmücken.

Und die liegen hauptsächlich im Süden des Freistaates, was nicht verwundert, da das Prädikats-Label von einem Zusammenschluss mehrerer Brauereien aus dem Raum München ausgelobt wird, die eine österreichische Agentur mit "hoher Gastro-Kompetenz", wie es hieß, beauftragt haben, diesen Qualitätstest durchzuführen.

Und das funktioniert so. Unangekündigt tauchen Privatleute als Tester auf, die gemäß einem Protokollbogen ihre Erfahrungen auflisten - vom Fußabstreifer am Eingang bis zur Panade beim Schnitzel alles aufschreiben, was ihnen auffällt, wie Gerhard Semmler, Geschäftsführer der Thurn und Taxis-Brauerei als Mitglied der Paulanergruppe, bei der Preisübergabe ausführte. "Die Tester machen sich keinen schönen Lenz, sondern nennen in ihrem Bericht Ross und Reiter. Beispielsweise, wie sich die Bedienungen geben."

Jedes Jahr auf dem Prüfstand

Und das passiert nicht nur einmal. "Die nehmen mehrere Anläufe." Im Fall des "Stadl" war dies sechs Mal der Fall gewesen und das Ergebnis des Anforderungsprofils muss im Durchschnitt über 90 Prozent liegen. Das Stadl-Team kam bei den sechs Anläufen, da ihm von völlig unbekannten und unangekündigten Testern auf den Zahn gefühlt wurde, auf 92 Prozent.

Die Folge: Ein gewichtiger Preis, wie ihn auch die schwere Metall-Plakette verkörpert, die nun im Bereich des Haupteinganges aufgehängt wird, aber in jedem Jahr erneut auf den Prüfstand kommt.

Die nächsten Testläufe sind vorprogrammiert. Die Agentur aus Österreich bereitet sie schon vor, deren Leute erneut positiv beeindruckt sein dürften von der (Um-)Gestaltung des einstigen Kompaniegebäudes nach Tiroler Vorbild, die auch Verkaufsdirektor Elmar Störcher verzückte. "Die Liebe zum Detail zeichnet die Familie Buss aus."

"Ich bin sehr stolz über die Preisverleihung, wobei das ganze Team großen Anteil daran hat, dass diese Auszeichnung möglich wurde", freute sich Geschäftsführerin Katrin Heber, ebenso wie Zweiter Bürgermeister Harald Pascher (FDP), der den hohen Standard der Gastronomie herausstellte.
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