Ich willige einX

Diese Website verwendet das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke. Mit einem Cookie kann so nachvollzogen werden, wie unser Marketing auf Facebook wirkt und wie wir es verbessern können. Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihr Einverständnis hierzu erteilen. Eine genaue Beschreibung zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies im Allgemeinen und Ihrem Widerspruchsrecht, das Sie jederzeit ausüben können, steht Ihnen in unserer Datenschutzerklärung unter hier zur Verfügung.

Region  // Haßberge

Freizeit

Die spinnen, die Veitenstein Bravehearts

Ja, sie tun es freiwillig. Ja, sie lieben es. Und ja, wir glauben's ihnen. InFranken.de hat die Veitenstein Bravehearts beim Extrem-Training begleitet.
Ali Beierlieb, Rainer Hofmann und Matthias Langhojer (von links) mögen Eis. Ganz normal eigentlich, oder nicht? Fotos: Heike Hofmann
 
von ANDREAS LÖSCH
Ein Haufen Irrer... nein, Moment. Zehn völlig hirnverbrannte... ne, anders. Männer und Frauen, die einen an der Waffel haben...Mist, wie beginnt man so einen Text, in dem es darum geht, Menschen zu beschreiben, die sich bei größtem Siffwetter - am besten noch bei Minusgraden - zum Laufen in der Natur treffen, und die dabei prinzipiell querfeldein rennen und Wasserhindernisse (am liebsten mit Eis) sowie Steilwände oder Felsbrocken überwinden, als wäre es ein Vergnügen? Ah, hier ist er ja, der passende Einstieg: Die spinnen, die Veitenstein Bravehearts.


Matsch und Schlamm

Die Veitenstein Bravehearts, das sind rund 20 Sportler der Laufgruppe Veitenstein, die bei dem "Braveheartbattle" im Landkreis Rhön-Grabfeld mitmachen wollen. Zehn von ihnen bilden das "Spezialteam Göller": Die Zeiler Brauerei ist Hauptsponsor des Rennens, hat dazu für die aus der Region stammenden Männer und Frauen das Sponsoring übernommen und stattet sie mit Trikots und Jacken aus. Aber laufen müssen sie dann doch alleine. "Quer durch den Wald, keine befestigten Wege. Es geht durch Matsch, schlammige und rutschige Passagen", beschreibt es Rainer Hofmann.



Der 51-jährige Neubrunner ist der Älteste der Gruppe und hat jede Menge Erfahrung, was das "Braveheartbattle" angeht: Seit 2010 war er bei jedem der Extremläufe dabei. Heuer, am 12. März, nimmt er zum siebten Mal teil, genau wie sein Mitstreiter Ali Beierlieb. Andere im Team haben schon einige Male mitgemacht, für manche ist es ganz neu: Lukas Beierlieb etwa ist mit 18 der Jüngste im Bunde. Mitmachen darf nur, wer volljährig ist.


Rund 28 Kilometer

Der Lauf, der all die Jahre zuvor in Münnerstadt stattfand, wurde nach Bischhofsheim an der Rhön verlegt. Alles ganz neu also, für die 3500 gemeldeten Teilnehmer. Die Veitenstein Bravehearts wissen nur, dass es 28 "Masterchief-Kilometer" zurückzulegen und voraussichtlich 54 Hindernisse zu überwinden gilt. Ein Masterchief-Kilometer "ist je nach Laune des Masterchiefs" (so nennt sich der Chef-Organisator des Rennens, Joachim von Hippel) "mal 900, mal 1200 Meter lang", heißt es in der Beschreibung des Extremlaufs. Die Veitenstein Bravehearts bereiten sich deswegen sicherheitshalber einfach mal auf alles Denkbare vor, wie Rainer Hofmann erklärt.

Sie waten durch spinnwebendurchzogene, dunkle Wasserdurchläufe, springen in Eiswasser, klettern Felsen hoch, erklimmen rutschige Waldanhöhen und schlittern Steilhänge hinab. Sie machen Kraft- und Zirkeltraining in der Halle. Und, wie eingangs erwähnt (das ist ja das Komische dabei), sie freuen sich darüber. Das hatte auch Martin Wambach etwas verunsichert, denn als er sich einst dazu entschloss, mit der Gruppe zu trainieren, dachte er nur: "Die haben alle einen Klatscher", erinnert er sich. Als er aber den Lauf absolviert hatte, war ihm klar: "Das will ich wieder machen."

Klar, das Training ist hart und bei echtem Sauwetter kostet es schon Überwindung, sich das anzutun, aber: "Wir wissen halt alle um das gute Gefühl danach", erklärt Elke Beierlieb. Für die Beierliebs wird das "Braveheartbattle" übrigens mehr und mehr zum Familienausflug, denn heuer ist Sohn Lukas erstmals dabei und nächstes Jahr will auch Tochter Alina mitmachen.


Einer hilft dem anderen

Als Team wollen die Veitenstein Bravehearts in der Wertung vorne dabei sein, das ist das erklärte Ziel. Aber noch höher im Kurs steht ein anderer Gedanke: Der Zusammenhalt auf der Strecke. Wenn einer irgendwo nicht weiterkommt, helfen die anderen. Den Team-Spirit-Award haben sie bei vergangenen Rennen übrigens schon gewonnen.

zum Thema "Braveheart Battle"



noch Zeichen



Bitte melden Sie sich an, um kommentieren zu können:

Sie sind noch nicht registriert? Bitte hier registrieren.