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Tradition

Die Welt zu Gast in Eltmann

Ein buntes Bild bot sich in Eltmann: Christen von den Philippinen feierten in der Stadt am Main zum zehnten Mal das Santa-Crucan-Fest.
 
von GÜNTHER GEILING
Im Mittelpunkt standen dabei der feierliche Gottesdienst in drei Sprachen in der Stadtpfarrkirche, die farbenprächtige Prozession durch die Straßen der Altstadt und der Festabend in der Stadthalle, wo sie mit Liedern und Tänzen ausgelassen an das bunte Treiben bei den Fiestas in ihrer ursprünglichen Heimat erinnerten.
Beim Festgottesdienst war die große Stadtpfarrkirche gut gefüllt, denn mit den Filipinos feierten auch viele Eltmanner und Gäste aus der näheren Umgebung. Sie erlebten dabei, mit welcher Freude und Begeisterung die Filipinos auch einen solchen Gottesdienst feiern.


Fest der Freude

Father Ritchill Salinas sprach bei seiner Begrüßung von einem "Fest der Freude und der Hoffnung", zu dem viele Filipinos nach Eltmann gekommen seien. Sie hätten dazu Blumen, Geschenke und Kerzen mitgebracht und seien dazu selbst hübsch angezogen. "Das Santa-Crucan-Fest ist für uns das wichtigste Fest. Wir sind auch froh, dass wir dieses Fest hier in Deutschland feiern dürfen. Das ist klasse, denn das bedeutet für uns auch ein Stück Heimat."
Mit der Mutter Gottes und der Kreuzverehrung verbinde man auch gewisse Tugenden auf der Erde, aber auch im Blick auf den Himmel und den Heilsplan. Was an ihr geschehen sei, werde auch uns geschehen.
Bürgermeister Michael Ziegler zeigte sich überrascht von dem überwältigenden Besuch in der Kirche. "Dabei seht ihr so schön aus und bringt eure besondere Lebensfreude mit nach Eltmann. In dieser Beziehung können wir uns eine Scheibe von euch abschneiden."


Welt im Wandel

Dabei lebe man ja zunehmend in einer Welt, die von Neid, Krieg und Terror beherrscht werde. "Aber ihr Filipinos kommt hierher und vergesst eure alte Heimat nicht. Das ist gut so, denn wir leben alle auf einer Welt und sind auch alle für diese Welt verantwortlich." Das komme auch damit zum Ausdruck, dass man den Erlös des Festes für Kinder und Familien auf den Philippinen spende. "Wenn ihr in diesem Jahr schon zum 10. Male dieses Fest in Eltmann feiert, dann verbinde ich damit die Hoffnung, dass dieses Fest zur Tradition wird. Ihr präsentiert damit nämlich die ganze Welt in Eltmann und darüber freuen wir uns."
Der Festgottesdienst stand dann ganz im Zeichen der Marienverehrung, wozu auch eine Fatima-Madonna vor dem Altar stand. Dazu wurden auch zahlreiche Marienlieder gesungen, die vom Chor und der Band "Königskinder" begleitet wurden. Lesungen und Texte wurden dabei abwechselnd in den Sprachen deutsch, englisch und Tagalog gesprochen.


Weltgebetstag

Auch Festprediger Pfarrer Ottmar Pottler begrüßte die vielen Filipinos und Gäste mit einem dreifachen "Mabuhay" aus der Landessprache, was man mit "willkommen - lasst es euch gut gehen" übersetzen könnte. In seiner Ansprache wies er darauf hin, dass die Philippinen im Jahre 2017 im Blickpunkt der Welt gestanden hätten, denn die Gebetstexte und die Gebetsordnung zum ökumenischen Weltgebetstag stammen von philippinischen Frauen. Er beschrieb das Land der 7000 Inseln mit einer außerordentlichen Schönheit, aber auch Gegensätzen wie Urwälder und tropischen Riffe, Bodenschätzen und zerstörerischen Naturgewalten sowie einer großen Not und Armut.
Die Bewohner der Philippinen seien aber auch zu über 80% katholische Christen. Glaube und Spiritualität bedeute für sie sehr viel und sie zeigten auch eine gesunde Marienverehrung. Mit Blick auf die Fatima-Statue vor dem Altar erinnerte Pfarrer Pottler daran, dass genau vor 100 Jahren in dem kleinen portugiesischen Ort Fatima drei Hirtenkindern die Gottesmutter erschien und ihnen die Botschaft brachte, die heute als das "Geheimnis von Fatima" verstanden werde. Alle Päpste stünden zu dieser Erscheinung und hätten diese Botschaft verbreitet.


Die Botschaft von Fatima

Papst Pius XII. gelte als "Fatima-Papst" und sei 1958 am Wallfahrtsort gewesen, Papst Johannes Paul II. sei sogar mehrmals dort gewesen, besonders auch nach dem Attentat auf ihn. Papst Benedikt XIV. habe Fatima 2010 besucht und Papst Franziskus habe dort vor wenigen Wochen die Kinder heiliggesprochen und sie uns als Vorbild hingestellt.
Die Prozession durch die Stadt wolle man so auch unter den Schutz der Mutter Gottes stellen. Das Fest "Santacrucan" erinnere ja an die Kreuzauffindung von Helena und ihrem Sohn Konstantin im Heiligen Land im Jahre 326.
"In hoc signo vinces" - in diesem Zeichen wirst du siegen - sei auch eine Redewendung aus dieser Zeit und viele Personen spielten auch in der Prozession eine wichtige Rolle. Maria wurde dabei von vier Männern auf den Schultern mitgetragen. Dahinter reihten sich dann eine Reihe von "Reynas" (Königinnen) mit ihren festlichen und farbigen Kleidern ein, mit Bändern geschmückt und dem Hinweis, welche Person sie darstellten. Teilweise liefen sie auch unter Blumenbögen oder geschmückten Schirmen.


Fiesta mit Musik

Höhepunkt und Schlusspunkt war die so genannte "Reyna Elena" (St. Helena), die von ihrem Sohn Konstantin begleitet wurde.Nach der Prozession ging es dann in die festlich geschmückte Stadthalle, wo die Fiesta mit Tänzen, Musik, Gedichten und Spielen gefeiert wurde. Dabei gab es auch philippinische Speisen wie Reis- oder Bratnudeln, Frühlingsrollen oder die Süßspeise "Hola-Hola". Im Laufe des Abends wurde dann auch die Krönung der neuen "Reyna Elena" vorgenommen, die im nächsten Jahr dann die Prozession begleiten wird.
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