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Energie

Die Kirchlauterer protestieren in Ebern

Rund 150 Bürger aus den "Heiligen Ländern" demonstrierten vor dem Rathaus in Ebern gegen den geplanten Bau von Windrädern auf dem Tonberg.
Foto: Klaus Schmitt
 
von KLAUS SCHMITT
Die Eberner Stadträte mussten sich am Donnerstagabend ihren Weg bahnen, wenn sie zunächst zur Sitzung des Bauausschusses und später zu der Sitzung des Stadtrats wollten. Vor dem Rathaus mitten in Ebern hatten sich nämlich rund 150 Bürger zu einer Demonstration versammelt, und die Räte mussten durch die Menge. Aber ein Spießrutenlauf wurde es für niemanden. Die Stimmung war trotz der eindeutigen Haltung der Demonstranten friedlich. Kein Stadtrat wurde bedrängt oder gar persönlich angegangen.

Die Demonstranten kamen aus Kirchlauter. Die überwiegende Mehrheit der Bürger dort lehnt den Bau von vier Windrädern auf dem Tonberg ab, und das wollten die Protestierenden am Donnerstagabend deutlich machen. Ihr Adressat: der Eberner Stadtrat. Denn der Tonberg liegt im Bürgerwald und gehört zum Eberner Stadtgebiet - und damit ist vor allem der Eberner Rat dafür zuständig, was auf dem Tonberg passiert. Verfolgt wird der umstrittene Bau von der GUT, der Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte.

Hinter der GUT stehen der Landkreis und die Gemeinden im Landkreis. Mit der GUT sollen Projekte der Energiewende in die Tat umgesetzt werden.

Das ist mit dem Bau von zehn Windkraftanlagen im Sailershäuser Wald bei Haßfurt bereits gelungen. Jetzt sollen auf dem Tonberg bei Kirchlauter vier weitere Windräder mit weit über 200 Metern Gesamthöhe errichtet werden.

Das ärgert die Kirchlauterer. Die Eberner bauen, und die Menschen in den "Heiligen Ländern" haben die Windräder vor der Tür, heißt ein Hauptkritikpunkt aus Kirchlauter. Legt man die 10-H-Regelung (Mindestabstand der Windkraftanlagen zur Wohnbebauung) zugrunde, dann dürfte Ebern ausreichende Distanz von den geplanten vier Windrädern haben, jedoch Kirchlauter nicht.

Die Kirchlauterer befürchten eine Verschandelung der Landschaft im Naturpark Haßberge, und sie fürchten um ihre Gesundheit und die Lebensqualität. "Das raubt uns unsere Gesundheit", hieß es auf Transparenten, die die Demonstranten mit sich führten. Und es stand da: "Anstand verlangt Abstand." Oder: "10 H gilt für alle." Einige Demonstranten trugen T-Shirts mit der Aufschrift: "Rettet den Naturpark".

Nach Aussage von Ralph Bremicker, Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Windräder, wollen sich die Kirchlauterer mit allem wehren, "was uns zur Verfügung steht". Mit dem Protest vor dem Rathaus solle ein Signal gesetzt und den Eberner Räten gezeigt werden, was die Kirchlauterer bewegt.

Bremicker kündigte an, dass die Protestaktionen weitergehen werden, wenn die Stadt Ebern sich für das umstrittene Energieprojekt ausspricht. Dann werde die Demonstration vom Donnerstagabend vor dem Rathaus "nicht die letzte Aktion sein", sagte Ralph Bremicker.

Mit 14:6 Stimmen sprach sich der Rat am Donnerstagabend dafür aus, an dem Projekt festzuhalten: Die Windräder auf dem Tonberg bei Kirchlauter sollen errichtet werden.



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