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Musical

Die Engel haben langsam keine Lust mehr

Eine beeindruckende Aufführung erlebte das Publikum in der Stadthalle Haßfurt mit dem "Musicalchor Junge Stimmen". Die Sänger und vier Musiker zeigten unter der Leitung von Matthias Göttemann das Musical "Die Engelagentur" von Wolfgang Teichmann. Das Ende kam mit einer Überraschung.
Generalentlastung vom Unschuldsengel bekam Landrat Handwerker.Fotos: Ulrike Langer
 
von ULRIKE LANGER
"Die Engelagentur" ist ein Kindermusical, das nicht nur den Zuhörern, sondern auch den Mitwirkenden Spaß gemacht hat: Denn es lebt von 14 poppigen, groovigen, rockigen, jazzigen und gefühlvollen Songs, die der Kirchenmusikdirektor Wolfgang Teichmann zu den Texten des Pfarrers Lothar Teckemeyer komponiert hat. Teils im Chor gesungen, teils von Solisten vorgetragen, durchziehen sie die Handlung, die noch um einen herrlichen Tanz im Stil des berühmten "Cancan" bereichert wird.

Humorvoll und tiefsinnig

Doch nicht nur die Musik, gespielt von Christiane Dehmer (Piano), Nadine Winziers (Saxophon), Kurt Sitterli (Schlagzeug) und Felix Himmler (Kontrabass), und die von ihnen begleiteten Lieder faszinierten die Zuschauer. Dieses Singspiel regt auch auf eine ebenso humorvolle wie nachdenklich machende Art dazu an, sich einmal Gedanken über Engel und ihre Aufgaben zu machen. Damit bietet es, kurz gesagt, religiöse Inhalte auf witzige Weise.

Das Stücks handelt von einer Agentur, in der Engel jeder Art vermittelt werden. Die Engel kann man je nach Bedarf anfordern, kaufen oder mieten. Ein kurzer Anruf genügt, und die Ware wird geliefert.

Doch irgendwann beginnen die Engel zu meutern, weil sie kommerziell missbraucht und nicht mehr geachtet werden. Sie haben es satt, die Wünsche ihrer Kunden zu erfüllen, und treten in den Streik. "Wir sind Gottesstreiter", rufen sie und singen: "Ich will so bleiben, wie ich bin, ich will ein Engel sein mit Sinn." Am Ende wählen sie sich den Menschen aus, dem sie zur Seite stehen wollen. Denn sie wissen ja, was Menschen hilft.

Weil die Kinder und Jugendlichen das Musical mit großer Spiel- und Sangesfreude darboten, das Bühnenbild wunderbar gestaltet worden war und die Darsteller in schönen Engelskostümen auftraten, war die Darbietung rundum gelungen.

Promis auf die Bühne

Doch damit nicht genug: Bei einem Elternabend zur Vorbereitung des Musicals war die Idee aufgekommen, prominente Bürger am Schluss auf die Bühne zu holen und den "Engeln" die Gelegenheit zu geben, sich ihnen zur Seite zu stellen.

So gesellte sich zu Georg Hiernickel der "Engel Aloisius" mit einer Maß Bier zur Stärkung für die künftigen Herausforderungen.

Dem katholischen Religionslehrer Bernd Edrich, der im Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt 40 Jahre lang seinen Schülern gepredigt hat, dass Engel keine Flügel brauchen, stellte sich der Verkündigungsengel zur Seite, damit seine Worte mehr Gewicht erhalten.

Die Grünen-Stadt- und Kreisrätin Helene Rümer bekam die Hilfe des Ökoengels, und Sebastian Sahlender vom Stadtwerk Haßfurt erhielt die Unterstützung des Pusteengels, damit sich die Windräder immer kräftig drehen.

Der Werbeengel versprach Bürgermeister Rudi Eck Hilfe bei der Vermarktung des Gewerbegebiets, und der Unschuldsengel sagte Landrat Rudolf Handwerker eine Generalentlastung zu.

Der lang anhaltende Applaus am Ende galt aber nicht nur allen Darstellern und Musikern, sondern auch allen, die für die tollen Requisiten, Kostüme und Bühnenbilder sowie für die Technik gesorgt hatten.


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