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Seniorenarbeit

Die Alten bringen eigene Ideen ein

Die Wünsche an die Stadt Ebern reichen von der Verkehrssicherheit über integrative Angebote bis hin zu separaten Schwimmstunden.
Wo sonst die Ausschüsse des Stadtrates von Ebern tagen, im kleinen Sitzungssaal der Verwaltungsgemeinschaft, fand eine Aussprache der Seniorenleiter mit Bürgermeister Jürgen Hennemann (vorne rechts) und der Seniorenbeauftragten im Stadtrat, Isabell Kuhn, statt. Foto: Helmut Will
 
von HELMUT WILL
Der kleine Sitzungssaal im Gebäude der Verwaltungsgemeinschaft Ebern war gut gefüllt. 23 Frauen und Männer, die sich im Raum Ebern ehrenamtlich in der Seniorenarbeit einbringen, waren der Einladung von Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) und der Seniorenbeauftragten im Eberner Stadtrat, Isabell Kuhn (JL), gefolgt. "Es geht hier ja schon recht lebhaft zu", stellte Hennemann erfreut fest, als er in der Runde ankam.
Und tatsächlich wurden lebhaft Ideen und Verbessungsvorschläge eingebracht: Edith Fuchs regte an, im Hallenbad einen Badetag für Senioren einzuführen. "Vielleicht so alle vier Wochen?" meinte sie.

Isabell Kuhn vertrat allerdings die Auffassung, dass es doch besser wäre, "Alt und Jung" im Bad zusammenzuführen. "Ich finde es schöner, wenn die Leute gemischt sind", meinte sie.
Sie und Bürgermeister Hennemann könnten sich, wie beide bekundeten, vorstellen, dass man im Bad zu festgesetzten Zeiten einen gewissen Bereich für Senioren vorhält. Ein Badetag ausschließlich für Senioren komme eher nicht in Frage.


Mitteilungen für Senioren

Angesprochen wurde auch, ob der Seniorenführer "Grautürmla", letztmals 2013/14 erschienen, in der bisherigen Form weiter aufgelegt werden soll. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass vom Landkreis ein "Seniorenratgeber" herausgegeben wird. Es würde sich anbieten, Hinweise für Senioren aus dem Bereich Ebern als Beilage in den Seniorenratgeber des Landkreises einzulegen. Diese Unterlagen könnten dann an die jeweiligen Seniorenleiter zur Verteilung gegeben werden. Dazu meinte Bruno Deublein, Seniorenleiter in Unterpreppach: "Es ist eigentlich egal, wie die Infos verteilt werden, nur ankommen müssen sie."

Die Sicherheit von Senioren an Straßenübergängen war ein weiteres Thema. Dazu sagte Bürgermeister Hennemann, dass am neuen Kreisel im Bereich Coburger-/Gymnasiumstraße Übergangshilfen für Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und Blinde geschaffen werden. Hier merkte Emil Platzer, der in der Hospizarbeit tätig ist, an, dass Zebrastreifen als Querungshilfe die beste Lösung wären. Er verwies auf diese Einrichtung in südlichen Ländern, wo das sehr gut funktioniere. Auch in vielen bayerischen Urlaubsorten wären diese zu finden. Dem schloss sich auch ein Beauftragter des Sozialpsychiatrischen Zentrums in Ebern an.
Bürgermeister Hennemann sagte dazu, dass die Stadt versucht habe, beispielsweise in der Gleusdorfer Straße einen Zebrastreifen zu erreichen, was vom Landratsamt jedoch abgelehnt wurde. "Im Landkreis Haßberge will man wohl keine Zebrastreifen", sagte der Bürgermeister und nannte einige ablehnende Begründungen.


Inklusion im Alter?

Pfarrer Bernd Grosser bat zu überlegen, wie man noch geistig rüstige, aber nicht mobile Menschen besser in das gesellschaftliche Leben einbinden könne. "Dazu haben wir noch keine Antwort", musste Hennemann eingestehen.
Einige Ideen wurden aus der Runde vorgetragen, deren Verwirklichung allerdings ehrenamtlichen Einsatz fordert. "Das ist ein Thema für einen gesonderten Abend, das halte ich für den richtigen Weg", meinte das Stadtoberhaupt.

Seniorenbeauftragte Isabell Kuhn fragte, ob die Seniorenweihnachtsfeier in der bisherigen Art und Weise fortgeführt werden soll, oder ob man daraus eine "Seniorenversammlung" machen sollte. Eingeladen werden zu dieser Veranstaltung alle Bürger, die älter als 70 Jahre sind. Aus der Versammlung kam der Hinweis, dass Weihnachtsfeiern dem Anlass entsprechend feierlich bleiben sollten.


Zu viele Hindernisse

Zu viele Barrieren wären in der Stadt und in öffentlichen Gebäuden zu finden, sagte Bruno Deublein. Dazu Bürgermeister Jürgen Hennemann: "Wir werden es nie schaffen, überall Barrierefreiheit zu erreichen. Bei den Planungen sollte man deshalb Räume wählen, die seniorengerecht sind und auch von Behinderten leicht begangen werden können. Wir haben da im Stadtgebiet einige."
Der Bürgermeister und Isabell Kuhn gaben allgemeine Informationen zur Seniorenarbeit, zu Verbesserungen und geplanten Verbesserungen. Angesprochen wurde die Bürger- und Seniorenbusse. Diese können von Seniorengruppen gegen einen geringen Obolus in Anspruch genommen werden. "


Fahrer gesucht

Die Seniorenlinie macht uns etwas Probleme", sagte Hennemann. Der aktuelle Fahrer brauche Unterstützung oder Ablösung. Mit dieser "Linie" werden Bürger, die nicht mobil sind, in die Stadt gefahren, damit sie dort am gesellschaftlichen Leben teilnehmen oder Einkäufe erledigen können. Das "Café Elisabeth" stehe derzeit nicht zur Verfügung, weil dort Hygieneprobleme vorhanden wären; betroffen seien Toilette und Waschgelegenheiten.
Der Bürgermeister sagte dazu, dass das Diakonische Werk überlege, das Seniorenheim "St. Elisabeth" an einem neuen Standort im Baugebiet "Mannlehen" zu errichten, zusammen mit einem Kindergarten/Kindertagesstätte. Entsprechende Entwürfe wären schon vorhanden. Hier könne man Alt und Jung zusammenbringen. Am bisherigen Standort gebe es Platzprobleme.


Noch keine Lösung

Für neue seniorenangepasste Wohnformen habe man in Ebern noch keine Lösung gefunden, kleine Fortschritte seien zu erkennen. Einen "Barfußpfad" gebe es auf dem Spielplatz am Streitsgarten. "Vielleicht mag ja der eine oder andere mal ausprobieren, wie es sich anfühlt", sagte Hennemann.
Schließlich forderten Hennemann und Kuhn dazu auf, das Bürgerbüro zu nutzen. Dort könnten Veranstaltungen angekündigt werden oder Berichte von Veranstaltungen mit Fotos abgegeben werden, die dann im Mitteilungsblatt erscheinen. Ansprechpartnerin ist Johanna Eckert.
Vereinbart wurde, Veranstaltungen für Seniorenleiter in Zukunft einmal jährlich in den Herbstmonaten durchzuführen.
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