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Bund Naturschutz stuft Schutz der Wildkatze höher als Windräder ein

Die Kreisgruppe Haßberge des Bundes Naturschutz wehrt sich gegen Vorwürfe, die ein Leserbriefschreiber aus dem Raum Forchheim in Zusammenhang mit Windkraft-...
Klaus Mandery
 
Die Kreisgruppe Haßberge des Bundes Naturschutz wehrt sich gegen Vorwürfe, die ein Leserbriefschreiber aus dem Raum Forchheim in Zusammenhang mit Windkraft-Nutzung erhoben hatte (Leserbrief unter der Überschrift "Wirklich im Dienst der Natur?" vom Dienstag, 8. November). Kreisvorsitzender Klaus Mandery (Ebern) weist die Kritik zurück.
Der Autor des Leserbriefes hatte gerügt, dass sich der Bund Naturschutz weiter um ein Windrad im Raum Ebern bemühe, obwohl Behörden das Projekt bereits abgelehnt haben. Offensichtlich gehe es dem Bund Naturschutz um Gelder für Ausgleichsmaßnahmen beim Bau von Windrädern, die auch dem Bund Naturschutz zugute kommen könnten.
"Eine Lesermeinung ist halt oft nur eine Lesermeinung und nicht den Tatsachen entsprechend", hält Klaus Mandery dagegen. Der Bund Naturschutz (BN) Haßberge erhalte wie der gesamte BUND kein Geld über die Errichtung von Windkraftanlagen. Weiter schreibt er: "Erst am Wochenende haben wir in der Bundesdelegiertenversammlung in Bonn diese unsere Haltung bekräftigt und in ergänzenden Beschlüssen jegliche Begünstigung aus Auflagen abgelehnt. Der BUND und seine Untergliederungen sind unabhängig."
Der Bund Naturschutz setze sich, so Mandery, für den Ausbau der erneuerbaren Energien ein. Von dieser Grundhaltung weiche er nur ab, wenn wichtige Gründe gegen ein Bauvorhaben sprechen. Mandery fährt fort: "Ganz schweren Herzens musste er akzeptieren, dass auf dem ehemaligen Eberner Standortübungsplatz 30 Hektar für einen Solarpark geopfert werden mussten. Trotz des bereits viele Jahre zuvor beantragten Naturschutzgebietes war die Stadt Ebern nicht bereit, auf den über die langjährige Verpachtung entstehenden finanziellen Vorteil zu verzichten. Mit diesem Kompromiss wurde aber erreicht, dass auf den restlichen 240 Hektar kein Motorsport möglich wurde. Heubacher, Eichelberger, Reutersbrunner und Unterpreppacher Bürger dankten dem Bund Naturschutz für seinen Einsatz, ohne den das Areal eingezäunt und dem Offroad-Betrieb geopfert worden wäre. Viele Eberner freuen sich heute über das Naherholungsgebiet, viele Gäste sind begeistert von der naturräumlichen Ausstattung und der Artenvielfalt. Selbst die Wildkatze konnte an zwei Lockstöcken über die Haaranalyse nachgewiesen werden." Dass gerade die Wildkatze im angrenzenden Haßwald-Süd in den letzten Jahren eine bayernweit bedeutsame Population entwickeln konnte, spreche für die Qualität des Lebensraums.


Stellungnahme abgegeben

Bereits in seiner Stellungnahme zum Regionalplan habe sich der BN gegen Windräder in diesem Gebiet ausgesprochen. Trotz der grundsätzlichen Befürwortung der Windenergie sollte aber in Ausnahmefällen die Einzelfallprüfung ausschlaggebend sein. Um ganz sicher zu gehen, wurde laut Mandery bereits am 1. Mai 2016 anlässlich der Delegiertenversammlung in Deggendorf die Meinung des BN-Vorstandes eingeholt. Das eindeutige Votum für die Wildkatze und gegen die Errichtung der Windräder am konkreten Standort sei in einem Vorstandsbeschluss der BN-Kreisgruppe am 2. Mai 2016 übernommen und in der Stellungnahme im Rahmen der Anhörung der Träger öffentlicher Belange zum 30. September 2016 entscheidungswirksam vorgebracht worden.
Mandery fragt: Welche Gruppierungen hatten sich sofort der geplanten Windräder am Tonberg angenommen? Es seien die Atomkraftbefürworter sowie die Gegner der erneuerbaren Energien und "die vermeintlichen Bewahrer unser schönen Landschaft" gewesen, welche die Windräder gerne woanders sehen beziehungsweise die zum Atomausstieg notwendige Energiewende einfach nicht wahrhaben wollten. Eine Zusammenarbeit mit diesen Gruppierungen gestalte sich schwierig, da sie "ihre Argumente kompromisslos vertreten", rügt Mandery . ks
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