Hofstetten
Frühjahrskonzert

Bläser zeigen wunderbare Vielfalt

Die Rudolf-Mett-Halle in Königsberg war beim Auftritt der Hofstettener und Prappacher Musikanten bis auf den letzten Platz gefüllt.
Artikel einbetten
Als besonderer Kenner und Könner der böhmischen Musik bewies sich wieder einmal die Blaskapelle Hofstetten mit Dirigent Klaus Rambacher Foto: Gerold Snater
Als besonderer Kenner und Könner der böhmischen Musik bewies sich wieder einmal die Blaskapelle Hofstetten mit Dirigent Klaus Rambacher Foto: Gerold Snater
+3 Bilder
Dass gute Blasmusik ankommt, das zeigte sich wieder am Samstag in Königsberg in der Rudolf-Mett-Halle. Dorthin hatte die Blaskapelle Hofstetten zum 17. Abend der Blasmusik eingeladen, und so viele Zuhörer aus nah und fern waren der Einladung gefolgt, dass der Saal restlos gefüllt war.

Den Auftakt machten aber nicht die beiden großen Kapellen. Die musikalische Einstimmung lag in Händen der jüngsten Musiker aus Hofstetten, den "Neudorfer Holzböcklich" unter Leitung von Tanja Habersack. Mit ihrem frischen Spiel öffneten sie das Tor für den ereignisreichen Abend.


Moderne Melodien

Unter dem Motto "Unter Freunden" erlebten die Besucher dann zwei unterschiedlichen Halbzeiten. Denn im ersten Teil boten die "Sterzelbacher Musikanten" aus Prappach unter der Leitung von Benedikt Feustel ein tolles modernes Programm. Dabei starteten die Musikanten aus dem Haßfurter Stadtteil mit der "New Festival Music" von Markus Götz. Weiter ging es mit Melodien aus "Phantom der Oper" und "You Raise Me Up".

Auf ihrer Reise begleiteten sie auch "Columbus" bei der Entdeckung Amerikas mit einer Komposition von Rob Goorhuis und verweilten mit "Oye Como Va" mit südamerikanischen Rhythmen in der "Neuen Welt". Mit "Adele in Concert" endeten sie und zeigen überdies noch mit dem Musikstück "Durchs schöne Frankenland" (arrangiert von Benedikt Feustel), dass sie auch gut singen können. Im ersten Teil des Abends zeigte sich somit schon das hohe Niveau.


Volksmusik vom Feinsten

Es wurde im zweiten Teil gehalten, und dabei auch in einem ganz anderen Repertoire: Die Liebe von Klaus Rambacher, der die Blaskapelle Hofstetten schon seit vielen Jahren mit sehr großem Erfolg dirigiert und dort auch hervorragende Jugendarbeit leistet, gilt der böhmischen Musik. So waren von den Musikanten aus Hofstetten vor allem Polkas wie "Blumengrüße" , die "Julia-Polka" oder Böhmische Liebe" zu hören.

Mit ihren Vorträgen bewiesen die Hofstettener, dass ihnen diese Stilrichtung besonders liegt und sie auf diesem Gebiet mit ihrer jungen Truppe zu einer der führenden Blaskapellen im Landkreis gehören.

Doch nicht nur mit Polkas zeigten sie Stärke. Sie offenbarten Können auch mit dem Begrüßungsmarsch "Abel Tasman" von Alexander Pfluger, Walzern, "Beethovens Romance von Steve Cortland, dem Slow-Rock "Träumende Trompeten" für zwei Trompeten, hervorragend gespielt von Elmar Lehrrieder und Dominik Rügheimer, sowie "Einer Holzgeschichte" mit einem Solo für Querflöte und Klarinette und dem "Allgäu-lied" mit einem Solo für Trompete und Orchester.

Wie in all den Jahren führte wieder Oberstleutnant a.D. Jürgen Bereiter unaufdringlich und mit fundiertem Wissen durch die Programmfolge.

Unter den vielen Gästen weilten auch Gerhard Leisentritt, Ehrenvorsitzender des Nordbayerischen Musikbundes, und Königsbergs Bürgermeister Claus Bittenbrünn. In Grußworten würdigten beide die Bedeutung der Blasmusik. Leisentritt betonte: "Musik ist die erste Muttersprache aller Nationen und sie wird immer wichtiger gerade auch vor dem Hintergrund der kulturellen Vielfalt in unseren Städten und Gemeinden".
Verwandte Fotoserien
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren