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Schwerpunkt-Aktion

Polizei-Kontrollen auf der B279: Motorradfahrer flüchtet

Die angekündigte Zusammenarbeit der Polizeidienststellen entlang der B279 begann am Mittwoch mit Checks von Brummis und der Jagd nach Rasern.
Tobias Kern lotst einen Lastwagen zur Kontrolle auf den Parkplatz der B 279 zwischen Sendel- und Laimbach.  Fotos: Ralf Kestel
 
von RALF KESTEL
Eine Szene wie aus "Alarm für Cobra 11": Ein Motorradfahrer rast aus Richtung Ebern durch den Baunachgrund nach Süden. Solchen Einhalt zu gebieten, dienen die konzertierten Kontrollaktionen der Polizeidienststellen entlang der B279. Am Mittwoch entwischte der phonstarke Biker den Beamten, die eigentlich wegen einer Schwerverkehr-Kontrolle auf dem Parkplatz an der Grenze von Unter- zu Oberfranken aufmarschiert waren. Trotz der Mahnung mit der Kelle, den Parkplatz aufzusuchen, raste der Motorradfahrer am Beamten vorbei und düste dann mit Hochgeschwindigkeit durch Reckendorf. Dort blitzten zwar die Bamberger Kollegen - allerdings in der Gegenrichtung.

Keine 70 Kilometer beträgt die Entfernung zwischen Reckendorf und Bad Neustadt: Am Mittwoch herrschte entlang der direkten Verbindung, der Bundesstraße 279, eine hohe Polizeistreifendichte. Sieben Kontrollen auf dieser vergleichsweise kurzen Strecke. Die erste konzertierte Schwerpunktaktion der Polizeidienststellen in Ebern, Bad Königshofen und Bad Neustadt. Eher zufällig gesellte sich auch noch die Bamberger Verkehrspolizei am nördlichen Ortseingang von Reckendorf hinzu, die die Geschwindigkeit in Richtung Ebern laserte.

Drei Mal in Aktion traten die Kollegen aus Ebern. Schon am Morgen wurde in der Ortsmitte von Rentweinsdorf Ausschau nach Autofahrern gehalten, die den Gurt nicht umgeschnallt hatten oder am Handy hantierten, wobei "sogar relativ bekannte Persönlichkeiten ertappt wurden", so ein Beamter.

Weiter südlich wurde im 70er-Bereich in Höhe Sendelbach beim in Süden fließenden Verkehr die Geschwindigkeit gemessen und wenige Meter weiter, in Höhe des Flugplatzes, der Schwerverkehr auf den Parkplatz gelotst, der unmittelbar an der Bezirksgrenze von Unter- zu Oberfranken liegt.

Weitere Geschwindigkeitskontrollen wurden im Bereich der Polizeidienststellen Bad Königshofen und Bad Neustadt durchgeführt.


Motorradfahrer flüchtet

"Die streckenbezogenen, konzertierten Kontrollen sollen Verkehrsteilnehmer zu mehr Aufmerksamkeit anregen. Wenn langsamer gefahren wird, gehen automatisch die Unfallzahlen runter. Das zeigen die Erfahrungen an neun anderen Bundesstraßen in Unterfranken", weiß Tobias Kern als Verkehrssachbearbeiter der PI Ebern.

Kaum hat er das ausgesprochen, springt er auf, weil er ein Motorrad aus Richtung Norden heran röhren hört, dessen Fahrer voll aufgedreht hat. Der Versuch, ihn per Kelle in den Parkplatz zu lotsen, scheitert. Der Biker bremst zwar kurz ab, zieht dann aber wieder voll auf und am Beamten vorbei, düst weiter in Richtung Süden. Vom Kennzeichen kann Kern nur Fragmente ablesen.

Minuten später fällt die rote Maschine mit Bamberger Zulassung am südlichen Ortseingang von Reckendorf nochmals auf, da deren Fahrer noch im Ortsbereich mit "weit über 100 Sachen", so Augenzeugen, gen Baunach davon rast.

Selbst den Gegenverkehr haben die Kontrolleure auf dem Parkplatz nahe Laimbach im Auge. "Den brauchen wir!", ruft Achim Seufert aus, da ihm ein Muldenlaster auffällt, weil das auffällige Namensschild hinter der Windschutzscheibe bekannt ist. Per Funk verständigt er die Kollegen in Ebern, dass der gesuchte Laster in Richtung Norden unterwegs ist. "Der hat Bamberger Nummer, der kommt auch wieder runter", geben sich die Beamten gelassen.

Gelassen nimmt auch der Brummi-Fahrer aus der Pfalz die Fahrtunterbrechung, als er zur Schwerlastkontrolle auf den Parkplatz gewunken wird. Eben hat er mit seinem Silolaster Kunststoffgranulat von Ludwigshafen zu FTE nach Ebern gebracht. Nach dem Entladen wartet der nächste Auftrag.


Elektronische Überwachung

Eine Tachoscheibe gibt es kaum noch, erklärt Tobias Kern. Stattdessen lesen Nadine Widmann und Achim Seufert den elektronischen Fahrtenschreiber aus und kontrollieren die Papiere. Die heruntergeladenen Daten zeigen am Polizei-Laptop auf, wer in den zurückliegenden 28 Tagen wo gefahren ist, wie schnell und welche Ruhezeiten eingelegt wurden. "Ein paar Verstöße bei Lenk- und Ruhezeiten", so Achim Seufert, tauchen dabei auf. Nichts Gravierendes, im Bußgeldbereich.

Einmal sechs Minuten drüber ("Da könnte man drüber wegsehen"), aber bei 20 Minuten, die überzogen wurden, gibt's kein Pardon. Der Brummi-Fahrer aus der Pfalz erinnert sich auch noch der Umstände: "Da musste ich von der Autobahn runter auf eine Umleitung und dann war ich im Stau gefangen." Fahrzeit: Zehn Stunden, 20 Minuten.

Über 30 Minuten dauerte allein der Check dieses einen Lastwagens. In den nächsten Wochen werden weitere folgen. Konzertierte Aktionen entlang der B 279 sind alle zwei Monate vorgesehen, Alleingänge dazwischen sicher.

zum Thema "B279"

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