Theisenort

Simultankirche mit außergewähnlicher Begegnung

Die Simultankirche in Theisenort ist bekannter Anziehungspunkt für Christen beider Konfessionen. Diakon Diethard Nemmert bot den Gläubigen kürzlich einen außergewöhnlichen Gottesdienst.
Artikel einbetten
Diakon Diethard Nemmert in der Simultankirche Theisenort. Er meint Gottesdienst muss nicht nur schön und unterhaltsam sein er darf und muss auch irritieren und zum Nachdenken anregen.
Das Leitthema „Kommt her zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt“, wurde auch dadurch transparent, dass die Gläubigen ihre persönliche Last nach vorne an den Altar tragen und dort mit dem Entzünden eines Teelichtes abgeben durften. Zunächst waren die Gottesdienstbesucher aber äußerst irritiert als jetzt mitten im Sommer von der Orgel weihnachtliche Klänge zu hören waren. Alle dachten was ist mit dem Organisten Michael Höfner los, der spielt „Tochter Zion“ als Auftaktlied und dazu gab es auch Zwischenrufe der Kirchenbesucher die von dieser Intonation stark irritiert waren. Laut ruft jemand: „Halt- Stopp“ und die Orgel verstummt. Ein weiterer Ruf erschallt: Seid ihr denn verrückt geworden?“ Dann löste Diakon Nemmert das Rätsel um die merkwürdige Gottesdiensteröffnung. Das zunächst als Zufall deklarierte Spiel, entpuppte sich als abgesprochenes Sprechspiel zum Auftakt des Gottesdienstes und diese Überraschung war voll gelungen. „Es stimmt natürlich, dass nicht im Sommer Weihnachten gefeiert wird, aber trotzdem haben wir das Lied ganz bewusst für heute ausgesucht. Denn wir erinnern uns nicht nur an Weihnachten an die Geburt Jesu, sondern zu allen Zeiten sehnen sich Menschen nach Frieden.“ In der Lesung aus dem Buch Sacharja 9,9-10 ("So spricht der Herr! Juble laut, Tochter Zion! ") die zu dem Gottesdienst gewählt war, deutet Sacharja an, dass dieser Friede nicht machtvoll, sondern leise und bescheiden kommt – durch einen etwas anderen König.
Wir Christen dürfen in den alten Worten mithören: Jesu Einzug in Jerusalem auf einem Esel sagt uns: Jesus ist dieser demütige und gerechte Friedenskönig!

Der Diakon weiter: „Gottesdienst soll nicht nur ästhetisch schön und unterhaltsam sein. Gottesdienst darf und muss auch irritieren und zum Nachdenken anregen.“ Kirchenpfleger Heinz Kraus freue sich über die Unterstützung für Pfarrer Dr. Maximilian Kray durch die Diakone, Dr. Georg Zenk, Jürgen Fischer und Diethard Nemmert. Deren neue Formen der Gottesdienstgestaltung wird von allen Mitgliedern der Gremien wie, Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung, mitgetragen.    
Verwandte Artikel
Noch keine Kommentare
Sie sind nicht angemeldet.
Sie müssen angemeldet sein, um Kommentieren zu können!
registrieren