Fürth
Fußball

Greuther Fürth verschenkt Sieg im DFB-Pokal - FC Ingolstadt dreht Spiel

Der FC Ingolstadt dreht die Pokalpartie in Fürth. Mit 3:1 ziehen die Schanzer ins Achtelfinale ein. Die Franken können nur mit dem Kopf schütteln.
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Der Fürther Maximilian Witten (oben) spielt gegen den Ingolstädter Dario Lezcano Farina. Foto: Timm Schamberger/dpa
Der Fürther Maximilian Witten (oben) spielt gegen den Ingolstädter Dario Lezcano Farina. Foto: Timm Schamberger/dpa
Der FC Ingolstadt ist nach einem Arbeitssieg gegen die SpVgg Greuther Fürth zum zweiten Mal in seiner Vereinsgeschichte ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl bezwang den fränkischen Zweitligarivalen nach einer Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte am Dienstagabend mit 3:1 (0:0).

Youngster David Raum (46.) schoss den Tabellenvorletzten Fürth vor 4925 Zuschauern in Führung. Fast im direkten Gegenzug glich Almog Cohen (48. Foulelfmeter) aus. Ausgerechnet der frühere Fürther und Joker Stefan Lex (83.) sowie noch Alfredo Morales (87.) machten kurz vor Ende den Auswärtserfolg perfekt. Die Schanzer wollen es nun im Achtelfinale besser machen als in der Saison 2013/14. Damals war beim VfL Wolfsburg (1:2) Endstation.


Fehler hart bestraft

"Das ist der Pokal, da wird man bei Fehlern hart bestraft", resümierte Torwart Marius Funk nach seinem Profidebüt, "aber es hilft nichts, wir müssen uns zusammen aus dieser Situation befreien." Die Fürther könnten auf dieser Leistung zumindest aufbauen. "Das Tor ist für mich zwar schön, aber hilft uns jetzt auch nicht weiter", sagte Torschütze Raum. "Wir müssen einfach positiv bleiben. Die Mannschaft ist nicht verunsichert, jeder weiß was er kann."

Sowohl Damir Buric als auch Leitl, der vor 60 Tagen gegen Fürth sein siegreiches Debüt als Chef gegeben hatte, änderten ihre Anfangself jeweils auf vier Positionen. Der Ingolstädter Coach brachte gleich eine komplette neue Offensive um Stoßstürmer Dario Lezcano. Buric plagten ohnehin Personalsorgen, dann fiel kurzfristig auch Torwart Sascha Burchert wegen eines Magen-Darm-Infekts aus. Stattdessen kam Funk zu seinem Profidebüt für die Franken.


Wenig Aufregung

Die Offensive der Schanzer musste der 21-Jährige erstmal nicht fürchten. Zwar waren beide Mannschaften im Vorwärtsgang bemüht, sie fanden aber durch die dichten Abwehrreihen kaum ein Durchkommen. Wenn ein Team so etwas wie Torgefahr entfachte, dann waren das die etwas gefälligeren Fürther um den rackernden Serdar Dursun.

Die größte Aufregung in der ersten Hälfte gab es nach einer Ecke von Levent Aycicek (32.), als ein Kopfballtreffer von Mario Maloca wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Der FCI agierte vorne noch blasser. Alfredo Morales (37.) probierte es immerhin einmal mit einem Schuss aus der Distanz.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie endlich Fahrt auf. Aycicek passte schnell auf Tolcay Cigerci, der Raum in den Lauf spielte. Der 19-Jährige versenkte den Ball mit einem trockenen Linksschuss im linken Torwinkel. Nur wenige Sekunden später riss der Fürther Magyar Angreifer Antonio-Mirko Colak im Strafraum um. Der souveräne Cohen ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht nehmen.
Danach verflachte die Partie allerdings wieder, der FCI besaß in der Folge aber die leichteren Vorteile. 16 Minuten nach seiner Einwechslung war Lex erfolgreich. Dann traf Morales noch mit einem wuchtigen Fernschuss zur Entscheidung.
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