Fürth
Frankenderby

1. FCN: Abgezockter Club gewinnt das 263. Franken-Derby in Fürth

Der 1. FC Nürnberg reitet weiter auf der Erfolgswelle und triumphiert beim Frankenderby beim großen Rivalen SpVgg Greuther Fürth.
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Der Nürnberger Hanno Behrens (l) jubelt mit seinem Kollegen Eduard Löwen über seinen Treffer zum 3:1. Foto: Daniel Karmann/dpa
Der Nürnberger Hanno Behrens (l) jubelt mit seinem Kollegen Eduard Löwen über seinen Treffer zum 3:1. Foto: Daniel Karmann/dpa
In vollen Zügen genossen die Spieler des 1. FC Nürnberg den Gang in die Fankurve nach der abgezockten Vorstellung im 263. Franken-Derby gegen die SpVgg Greuther Fürth. Der "Club" bezwang den einfallslosen Lokalrivalen am Sonntag verdient mit 3:1 (1:0) und feierte nach einer spannenden Schlussphase den ersten Sieg in Fürth seit fast 38 Jahren. Mit 16 Punkten ist der FCN nun Zweiter.


Mikael Ishak (9. Minute) mit seinem fünften Tor im dritten Spiel, Cedric Teuchert (58.) und Kapitän Hanno Behrens (90.+4) veredelten die Englische Woche der Nürnberger mit dem dritten Dreier am Stück. Jürgen Gjasula (79. Foulelfmeter) sorgte mit seinem Anschlusstreffer nochmal für ordentlich Spannung. Die abstiegsbedrohten Fürther kassierten vor 13 550 Zuschauern ihre sechste Niederlage und bleiben mit vier Zählern Vorletzter.


Teuchert: Den Sieg souverän nach Nürnberg gebracht

"Wir mussten viele Jahre auf so einen Sieg warten. Man hat gemerkt, dass die Englische Woche an uns gezehrt hat, wir hätten das Spiel sonst früher entscheiden müssen", bilanzierte Nürnbergs Coach Michael Köllner. "Der Sieg geht völlig in Ordnung. Wir haben den Sieg souverän nach Nürnberg gebracht", konstatierte Teuchert.

Nach dem 3:1 gegen Bochum änderte Köllner seine Startelf auf zwei Positionen. Kevin Möhwald und Teuchert ersetzten Lucas Hufnagel und Tobias Werner. Thorsten Kirschbaum saß nach seiner Rückenverletzung zumindest wieder auf der Bank. Ihn ersetzte jedoch erneut Fabian Bredlow zwischen den Pfosten. Damir Buric änderte seine Anfangsformation nach dem 0:3 in Braunschweig nicht.

Das erste Ausrufezeichen setzten die Nürnberger. Eduard Löwen (4.) sorgte mit einem Pfostenschuss rasch für Gefahr. Nur fünf Minuten später saß ein FCN-Angriff richtig. Der schnelle Teuchert bediente über die rechte Seite Ishak, der Khaled Narey stehen ließ und SpVgg-Torwart Balazs Megyeri tunnelte.

Der "Club" machte es geschickt. Der neunmalige deutsche Meister stand in der Defensive kompakt, ließ die Fürther kommen und schaltete dann schnell in die Offensive um. Mit dem Tempo und der Flexibilität der Nürnberger hatte die langsame Deckung der Gastgeber Probleme. Die Truppe von Buric hielt dagegen und hatte auch mehr Ballbesitz. Echte Gefahr strahlten die Fürther bis auf einen Schuss von Aktivposten Julian Green (31.) zunächst allerdings nicht aus.

Buric musste seine Offensive stärken. Der 53-Jährige brachte mit Angreifer Philipp Hofmann Wucht ins Spiel. Der Start in die zweiten 45 Minuten gehörte auch den Gastgebern. Mit einer Fußabwehr bewahrte Bredlow (47.) den FCN nach einem Schuss von Green aus 13 Metern vor dem Ausgleich. Die Nürnberger zeigten stattdessen, wie man es richtig macht. Auf der linken Außenbahn leitete der eingewechselte Tobias Werner den Ball schnell an Kapitän Behrens weiter, der wiederum Teuchert einsetzte und das 2:0 markierte. Fünf Minuten später scheiterte er aus wenigen Metern vor Megyeri.

Nun waren die gröbsten Zweifel am Nürnberger Sieg ausgeräumt. Seinen letzten Auswärtssieg gegen den Rivalen hatte der Club am 6. Oktober 1997 (1:0) gefeiert, die Partie fand damals aber im Frankenstadion statt. Der letzte Erfolg in der Kleeblatt-Stadt lag sogar noch länger zurück und datierte vom 20. Oktober 1979 (4:1).

Bis das Warten ein Ende hatte, mussten die Nürnberger aber nochmal bangen. Nach einem Foul von Bredlow an Hofmann verkürzte Gjasula per Elfmeter. Der FCN-Keeper geriet schließlich ordentlich unter Beschuss, Behrens besorgte dann aber den Endstand.
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