München
Immaterielles Kulturerbe

Drei fränkische Traditionen "bereichern" das Leben vor Ort und werden jetzt Kulturerbe

Drei lebendige fränkische Traditionen wurden neu in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, weil sie das Leben vor Ort prägen und bereichern.
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Drei lebendige fränkische Traditionen wurden neu in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, weil sie das Leben vor Ort prägen und bereichern. Foto: E. Malter
Drei lebendige fränkische Traditionen wurden neu in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen, weil sie das Leben vor Ort prägen und bereichern. Foto: E. Malter

Die Nürnberger Epitaphienkultur, die Fürther Michaeliskirchweih und das Wirken der Nürnberger Naturhistorischen Gesellschaft sind neu in das Bayerische Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden.


Es handle sich um drei lebendige Traditionen und Ausdrucksformen, die das kulturelle und gesellschaftliche Leben vor Ort prägten und bereicherten, betonte Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) am Donnerstag in München.

Für die Nürnberger seien die Friedhöfe St. Johannis und St. Rochus mit deren Epitaphienkultur identitätsstiftend und ein wichtiger Erinnerungsort. Diese besondere Kunstart der Grabinschriften und Gedenktafeln stelle eine moderne Form der Trauerarbeit dar, greife aber auch eine Tradition auf, die seit dem 16. Jahrhundert für die Nürnberger Friedhöfe prägend geworden sei.

Die Fürther Michaeliskirchweih stehe mit ihrem überkonfessionellen Kirchweihgottesdienst, Kirchweihmarkt, Wirtshauskerwa und Unterhaltungsbereich sowie dem im Fernsehen übertragenen Erntedankumzug stellvertretend für Kirchweihfeste in Franken mit einer großen historischen Tiefe, betonte der Minister.

Die Nürnberger Naturhistorische Gesellschaft wiederum sei ein lebendiges Beispiel für bürgerschaftliches Engagement. Die Gesellschaft wurde 1801 gegründet. Es handelt sich um einen der größten ehrenamtlich arbeitenden naturwissenschaftlichen Vereine Deutschlands. Er unterhält unter anderem ein Freiland-Aquarium und -Terrarium sowie ein eigenes Museum.

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