DFB-Pokal

DFB-Pokal im Überblick: Greuther Fürth weiter, Schweinfurt sorgt für Überraschung

Im DFB-Pokal gab sich die Spielvereinigung Greuther Fürth keine Blöße. Für eine Überraschung sorgt derweil der FC Schweinfurt. Der Überblick.
Fürths Philipp Hofmann (r) jubelt mit Mannschaftskollegen über sein Tor zum 0:1. Foto: Uwe Anspach/dpa
 
Fußball-Zweitligist Greuther Fürth hat seine Auftakthürde im DFB-Pokal souverän genommen und ist problemlos in die zweite Runde eingezogen. Die Franken gewannen beim pfälzischen  Sechstligisten SV Morlautern am Sonntag erwartungsgemäß mit 5:0  (2:0). Die Tore für die Mannschaft von Trainer Janos Radoki erzielten vor 2800 Zuschauern in Pirmasens Philipp Hofmann (16. Minute/18.), David Raum (59.), Serdar Dursun (85.) und Sebastian Ernst (86.)
Nach dem schwachen Start in die Zweitliga-Saison kontrollierten die  Fürther bei dem Pokal-Gastspiel zu jedem Zeitpunkt das Geschehen. Stürmer Hofmann, der nach einer Stunde ausgewechselt wurde, stellte seine Qualität im Strafraum mit zwei Treffern innerhalb von drei Minuten unter Beweis und sorgte damit frühzeitig für eine  Entscheidung. Die Hausherren aus dem Stadtteil von Kaiserslautern wehrten sich gegen den um vier Klassen höher spielenden Rivalen lange tapfer und wirkten erst in den Schlussminuten kraftlos.


Überblick: Die Spiele in der ersten Runde des DFB-Pokal

Der Hamburger SV hat sich gegen zehn Drittliga-Kicker des VfL Osnabrück blamiert. Während sich die anderen 13 Bundesligisten bis zum frühen Sonntagabend in der ersten Runde des DFB-Pokals schadlos hielten, verlor der HSV am Sonntag trotz 72-minütiger Überzahl mit 1:3 (0:1) in Osnabrück und steht vor dem Saisonstart gehörig unter Druck.

Ansonsten geriet kaum einer der Erstligisten ernsthaft in Gefahr, sich mit einer Erstrunden-Pleite bei einem unterklassigen Gegner zu blamieren. Anders als in früheren Jahren, in denen stets einige Favoriten strauchelten, schlug noch nicht die Stunde der Außenseiter.

Sogar der nach mäßigen Leistungen in der Vorbereitung kritisierte FC Bayern München scheint rechtzeitig vor dem Bundesliga-Aufgalopp am Freitag (20.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen in die Spur zu kommen. Das lockere 5:0 beim Drittligisten Chemnitzer FC kommentierte Trainer Carlo Ancelotti jedenfalls mit Genugtuung. Der Italiener lobte "Spirit und Einstellung" und freute sich über die Rückkehr von Arjen Robben und David Alaba.
Die Hoffnung ist groß, dass auch Weltmeister-Torhüter Manuel Neuer nach seinem Fußbruch schon gegen Bayer zwischen die Pfosten rückt. "Man merkt unserem Team an, dass nun alle zusammen trainieren können. Das tut der Mannschaft gut", sagte Bayerns neuer Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Auch Pokalverteidiger Borussia Dortmund übersprang die erste Hürde beim Verbandsligisten 1. FC Rielasingen-Arlen (4:0) ohne Mühe. Gleichwohl könnte es um die BVB-Stimmung besser bestellt sein, denn das Wechseltheater um Ousmane Dembélé nervt. Nachdem der 20 Jahre alte Offensivspieler, der seinen Transfer zum FC Barcelona forcieren will, unerlaubt das Training in Dortmund geschwänzt hatte, wurde er von der BVB-Führung mit einer Geldstrafe belegt und - zunächst bis nach dem Pokalspiel - vom Trainings- und Spielbetrieb suspendiert.

Am Sonntag verlängerten die Clubbosse Dembélés Verbannung "bis auf Weiteres". Das Klima zwischen dem Profi und dem Club ist vergiftet. Es dürfte erst Ruhe einkehren, wenn sich der BVB mit dem spanischen Topclub, der einen Nachfolger für den nach Paris abgewanderten Neymar sucht, auf den Transfer verständigt. "Unser Fokus liegt jetzt auf einer konzentrierten Vorbereitung der Mannschaft auf den Bundesliga-Auftakt in Wolfsburg", betonte BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Sonntag. Man werde das Thema nun nicht mehr kommentieren.

Zwar rumpelte es hier und da auch bei den anderen Bundesliga-Clubs. Doch setzten sich immer die Favoriten durch: Leverkusen (3:0 n.V. in Karlsruhe) und Mönchengladbach (2:1 in Essen) schafften bereits am Freitag den Sprung in die zweite Pokalrunde. Am Samstag folgten Köln (5:0 in Bremerhaven), Mainz (3:1 in Lüneburg), Freiburg (2:1 beim Petersen-Familienduell in Halberstadt), Bremen (3:0 bei den Würzburger Kickers), Hoffenheim (1:0 in Erfurt) und Frankfurt (3:0 beim TuS Erndtebrück), am Sonntag Hannover (6:2 in Bonn), Wolfsburg (1:0 in Norderstedt) und Leipzig (5:0 bei Sechstligist Dorfmerkingen).

zum Thema "SpVgg Greuther Fürth"

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