Bundestagswahl 2017

Ärger an der Basis: CSU-Ortsverband aus Franken fordert Seehofers Rücktritt

Nach dem schwachen Ergebnis bei der Bundestagswahl rumort es an der CSU-Basis. Ein fränkischer Ortsverband fordert Seehofers Rücktritt.
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nimmt am 25.09.2017 in München (Bayern) nach einer CSU-Vorstandssitzung an der Pressekonferenz teil.  Ein fränkischer Ortsverband fordert Seehofers Rücktritt. Foto: Sven Hoppe/dpa
 
von DPA
An der CSU-Basis bricht sich nach dem Debakel bei der Bundestagswahl Ärger über Parteichef Horst Seehofer Bahn. Der mittelfränkische CSU-Ortsverband Großhabersdorf aus dem Landkreis Fürth forderte am Montag Seehofers Rücktritt. "Horst Seehofer hat als Parteivorsitzender das historisch katastrophale Abschneiden der CSU bei der Bundestagswahl persönlich zu verantworten", kritisierten die Ortsvorstände in einer Erklärung am Montag.

Der Vorsitzende Thomas Zehmeister und seine Vorstandskollegen werfen Seehofer einen "Schlingerkurs" im Verhältnis zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) vor und halten die Reaktivierung von Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg im Wahlkampf für einen Fehler. Guttenbergs Auftritte hätten Innenminister Joachim Herrmann als Spitzenkandidat und die Sicherheitspolitik als Markenkern der CSU in den Hintergrund gedrängt.
Weitere Kritikpunkte: Der Parteivorsitzende habe sich durch undurchsetzbare Forderungen und Drohungen bis hin zur Aufkündigung der Koalition unglaubwürdig gemacht. Ein "dermaßen schwacher Parteivorsitzender" könne die CSU-Kernforderungen in Berlin kaum durchsetzen. 

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