Die Verschmutzung von Straßen und Wegen durch Feldbewirtschaftung war Thema im Gemeinderat in Aufseß. Bei den Bürgeranfragen meldete sich der ehemalige Dritte Bürgermeister und Gemeinderat Siegfried Dormann zu Wort. Er war beschuldigt worden, einen Flurweg schlimm verschmutzt zu haben und fühlte sich deshalb ungerecht behandelt, da er nur einen kleinen Teil des Wegs genutzt hatte. Dormann trug unter anderem vor, dass Landwirte Grund für die Entstehung von Flurwegen abgegeben hatten und diese zur strukturellen Erschließung der land- und forstwirtschaftlichen Flur genutzt werden sollen.

Werden sie für die Bewirtschaftung der Felder genutzt und verschmutzt, sollen sie danach gereinigt werden. "Ich war am Samstag fertig, soll ich dann am Sonntag reinigen?", fragte Dormann nach und gab an, dass ihm Schäden entstehen durch Hundekot auf seinen Feldern. "An manchen Wochenenden gibt es in Hochstahl mehr Hunde als Einwohner. Wer entschädigt mich für die Schäden durch den Hundekot, ist das Gleichberechtigung?"
Er ärgere sich auch über die Verschmutzungen durch manche Wanderer auf dem Brauereienweg. Bürgermeister Ludwig Bäuerlein (CSU) wollte nicht spontan antworten, sondern die genannten Themen zuerst im Gremium diskutieren. Der Bürgermeister war der Meinung, dass prinzipiell etwas gegen die Verschmutzung von Straßen und Wegen durch Feldbewirtschaftung getan werden müsse. Dazu las er einen Bericht vom Maschinenring vor, der besagte, dass sich das Problem grundsätzlich zum Positiven entwickelt habe, da sich viele Landwirte Kehrmaschinen zugelegt haben oder Profis reinigen lassen. Es gebe aber nach wie vor Handlungsbedarf.

Alexander Schrüfer (WG Sa/Ne) warf ein, dass seiner Ansicht nach eine Satzung nichts bringe, wie man das an der für den Brauereienweg sehe. Nach einiger Diskussion wurde das Thema ohne Beschluss beendet und ein Besucher gab zu, dass er für die starken Verschmutzungen, von denen Dormann gesprochen hatte, verantwortlich war.